Darf man Tannenzapfen im Wald sammeln und mitnehmen?

7 Antworten

Die auf dem Waldboden herumliegenden, länglichen Zapfen (nach Ausfliegen der Samen) stammen meist von der Gemeinen ("Rot-")Fichte. Von der (Weiß-)Tanne fallen nach Erreichen der Reife in aller Regel nur die Zapfenschuppen ( und Samen)herab, während die Spindelachse am Ast verbleibt. Und man darf - ähnlich wie beim Pilze oder Beerensammeln - auch Zapfensammeln, solange es einen gewissen Umfang bzw. eine gewisse Intensität (Maßstab der "Ortsüblichkeit") nicht übersteigt. Sollte man Zapfensammeln auf kleineren Gebieten intensiver und wiederholt betreiben wollen, ist in jedem Fall vorher eine Kontaktaufnahme und Absprache mit dem jeweiligen Privatwaldbesitzer oder dem zuständigen Förster (im Kommunal- und Staatswald ) anzuraten.

Als Waldbesitzer freut mich die Frage, da denkt einer mit u. sieht den Wald nicht als Verlängerung der eigenen Wohnstube an. Ja, man darf die Zapfen (und wie diese auch sonst heißen) ungefragt mitnehmen. Vielleicht nicht gerade in großen Säcken. Die Zapfen liegen ja nicht zum Spass rum, sondern haben im Naturkreislauf des Waldes (wenns nicht gerade ein Stangenforst ist, aber auch da)eine wichtige Aufgabe. Auch für die Fauna wichtig, u.a. Vorratssammlung ! Sonst schau dir die anderen Kommentare an, bes. den von Atalan. Grundsätzlich: Es hat in der Natur "alles" eine Funktion, eine Aufgabe und dient der Erhaltung eines naturgemäßen Gleichgewichts. Der Eingriff des Menschen kann dies nachhaltig und ggf. sehr rasch stören, auch zerstören. Deshalb finde ich es gut, dass du dir Gedanken machst.Bis dann, Rod

Sicherlich leben irgendwelche Tiere im Winter von den Samen der Tannenzapfen. Rein rechtlich ist das Sammeln von Tannenzapfen wie das Sammeln von Pilzen geregelt, man sollte sich aber vorher davon überzeugen, ob es Privatwald ist.

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