Darf man Stewardess werden, wenn man eine Hirnblutung hatte?

3 Antworten

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Hallo,

ganz so einfach mit JA oder NEIN ist es natürlich nicht zu beantworten. Du musst Dich ja eine Flugtauglichkeitsuntersuchung - dem Medical - unterziehen. Nur der Fliegerarzt kann Dir sagen, ob es geht oder nicht oder ob es gefährlich werden kann. Denk daran, dass, gerade bei der Kurzstrecke, es zu mehreren Druckänderungen pro Tag kommt, die sich negativ auswirken können.

Die JAR-FCL 3, also die Vorschrift für die Flugmedizin, sagt - allerdings für Piloten, aber ich denke, es ist ein guter Anhaltspunkt - folgendes:

"JAR-FCL 3.210 - Neurologische Erkrankungen (s. Seite 13 und 32)

(a) Bewerber um ein Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 oder Inhaber eines solchen dürfen weder anamnestisch noch aktuell neurologische Veränderungen aufweisen, welche die sichere Ausübung der mit der Lizenz, Berechtigung oder Anerkennung verbundenen Rechte beeinträchtigen kann.

(b) Besondere Aufmerksamkeit muss auf folgende Erkrankungen gelegt werden (siehe Anhang 11 zu den Abschnitten B und C):

(1) Progressive Erkrankungen des Nervensystems,

(2) Epilepsie und andere Ursachen von Bewusstseinsstörungen,

(3) Erkrankungen mit Neigung zu Hirnunktionsstörungen, (ist die da oder nicht?)

(4) Schädelhirntraumata,

(5) Verletzung von Rückenmark oder peripheren Nerven.

(c) Ein Elektroenzephalogramm ist bei anamnestischen oder klinischen Hinweisen indiziert (siehe Anhang 11 zu den Abschnitten B und C)."

Man wird also ggf. ein EEG machen, vielleicht auch ein MRT.

Wie immer gilt, die hier gegebenen Antworten nicht als letzte Hilfe zu sehen, sondern sich zu bewerben und zu schauen, was der Fliegerarzt feststellt. Du hast ja nichts zu verlieren!

Also viel Glück!

Danke für den Stern!

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Das entscheidet der betriebsärztliche Dienst bei der Einstellung. Vorerkrankungen müssen angegeben werden.

nein kannst du vergessen.

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