Darf man sowas posten?

3 Antworten

Ich kenne die Fanfictionszene, bin da selber aktiv.

Mir würde es nie im Traum einfallen etwas zu einem realen Menschen zu schreiben, da ich selbst das Gefühl hätte eine Grenze zu überschreiten.

Die Szene ist eigentlich auch weiblich geprägt (aber dennoch ist Sex bei vielen Geschichten wichtig).

Es gibt in der Szene durchaus Leute, die sich auf reale Leute einschießen. Die After-Reihe beispielsweise war ursprünglich eine Fanfiction zu einer Boyband, bei der sich die Autorin selbst mit reinschrieb.

Das bringt mich durchaus zum nächsten Punkt: wie ist denn die Geschichte aufgebaut? Geht es nur um Sex oder war da mehr? Gut, die Handlung bei After konnte man zwar mit der Lupe suchen, aber da war mehr als nur Sex. Probleme mit der Familie, Selbstfindung, Verrat einer Freundin...

Desweiteren ist der nächste Punkt zu beachten. Fanfictions werden in einem Forum gepostet, bei der Gleichgesinnte das lesen können. Man schlägt sie nicht der realen Person um die Ohren.

Du sagst der Instagramaccount des Models war auf die Fanfiction aufmerksam gemacht worden. Da stellt sich mir die Frage von wem. Ein guter Freund, der aufzeigen will, was da Perverses geschrieben wurde oder der „Autor“ selbst?

Wenn nur Sexstory + Autor macht Model selbst darauf aufmerksam zusammen kommt, ist das in meinen Augen sexuelle Belästigung. Denn dann geht es darum dem Model die eigenen sexuellen Fantasien mit ihr um die Ohren zu hauen.

Das ist dann vergleichbar, wenn sich im Café ein Typ zu Dir setzt und Dir detailliert schildert wie er gerne Sex mit Dir haben würde und wie toll du das finden.

Auch der für sexuelle Belästigung typische Machtaspekt kommt zu tragen. Frei nach dem Motto: ich erzähle dir meine sexuellen Fantasien und du kannst nichts dagegen machen, im Grunde degradiere ich dich zum Sexobjekt.

Fanfictions werden nicht geschrieben, um die reale Person damit zu konfrontieren, sondern für sich selbst und Gleichgesinnte.

Ab dem Zeitpunkt, an der man die reale Person mit einer reinen Sexgeschichte konfrontiert wird, endet für mich die künstlerische Freiheit und beginnt sexuelle Belästigung.

Wie man rechtlich dagegen vorgehen kann, ist schwierig. Auch gegen den Typen im Café, der die wildesten sexuellen Fantasien über einen ausmalt, gibt es im Grunde kein Gesetz. Im Internet könnte ich mir jedoch eine Unterlassungsklage vorstellen, also der Zwang, dass die Geschichte aus dem Netz verschwinden muss.

Nicht dass ich wüsste, eher künstlerische Freiheit.

Die Geschichte als solche ist ja nicht rufschädigend, da ganz klar ist, dass es sich um ein Fiktives Werk handelt... ggf. könnte das Fitnessmodel da irgendwie Anstoß daran nehmen und entsprechend klagen, aber das sei allein ihre Sache...

und nach all dem was ich bereits gelesen habe... ich als Star würde es vermutlich eher als Kompliment nehmen... sexuelle Belästigung würde ich ausschließen. Niemand wird berührt und kaum einer wird belästigt, außer vermutlich das Hirn dessen, der die Story ließt, denn die sind meistens nicht allzu gut geschrieben

Fällt unter Kunstfreiheit.

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