Darf man seine/jede Hündin "einfach so" kastrieren (Gebärmutter entfernen) weil man nicht will das sie blutet?

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8 Antworten

kastrieren ist ja nicht das entfernen der gebärmutter sondern der eierstöcke.

ja man kann auch ohne medizinischen gründen seine hündin kastrieren lassen.

zwar gibt es auf platformen wie dieser immer wieder die welche groß aufschreien wenn sie das hören, aber ich finde es hat auch sein gutes.

bei meiner hündin habe ich es vor weil sie schmerzen in der zeit hat wenn sie blutet und extrem knartschig wird. also sie will schon mit den anderen hunden spielen, ist dann aber schnell pissy weil ihr ständig wer am ar*% klebt. außerdem kann ich mir mit ihr keinen "hoppala" wurf leisten, denn sie ist auch noch allergiker und hat dieses "rückwertsniesen" (ja wurde abgeklärt, hat nichts körperliches) das manchmal so heftig ist das sie dann ganz erschöpft ist. und soetwas an andere hunde weitergeben will ich nicht.

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Kommentar von adventuredog
01.08.2017, 14:19

Die Kastration der Hündin nennt man in der Veterinärmedizin Ovariohysterektomie und heisst übersetzt: 
Eierstöcke UND Gebärmutter Entfernung.

Nur bei ganz jungen Hündinnen, lässt man manchmal die Gebärmutter drin, aber diese Junghündinnen soll man wegen dem Risiko, die eine Frühkastration mit sich bringt, eh nicht kastrieren.

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Kommentar von dsupper
01.08.2017, 16:05

Ohne sich streiten zu wollen, WAS nun entfernt wird:

Es ist tierschutzgesetzlich untersagt, ohne zwingende medizinische Notwendigkeit einem Wirbeltier Organe zu entfernen - dazu zählt auch eine Kastration.

Auch das immer wieder gerne angeführte Argument, dass im TierschutzG die Kastration erlaubt ist, um eine unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden, zählt im Hinblick auf einen Hund nicht, weil dieser sich ja gar nicht ohne Aufsicht draußen bewegen darf (das verbietet nämlich alleine schon die Straßenverkehrsordnung).

Somit kann sich ein Hund gar nicht unkontrolliert vermehren!

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Kommentar von Rikkin
02.08.2017, 10:14

eine erklärung eines Tierarztes in nö: (ja ich war zu faul das zu kürzen)

Art der OperationWelche Arten der Kastration gibt es aber nun? „Prinzipiell
unterscheidet man zwischen einer Ovariohysterektomie, worunter man die
Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter versteht, und einer
Ovarektomie, bei der lediglich die Eierstöcke entfernt werden. Ist die
Gebär- mutter zum Operationszeitpunkt gesund, reicht die vollständige
Entfernung beider Eierstöcke völlig aus“, erklärt Schwarz. Auch bei der
Operationsmetho- de gibt es zwei Möglichkeiten: die chirurgische Öffnung
der Bauchhöhle durch einen kleinen Schnitt oder die endoskopische
Operation durch ein bis drei dünne, durch die Bauchdecke eingeführte
Kanülen. „Die endoskopische Kastration bedarf eines höheren geräte- und
narkosetechnischen Aufwands und ist daher auch etwas kostenintensiver
als eine chirurgische Kastration.“ Auch hierzu gibt es verschiedene
Meinungen über die Vorteile der einen oder anderen Operationsmethode.
Manche Experten behaupten, dass Hündinnen nach einem endoskopischen
Eingriff schneller wieder fit seien und durch die winzigen Nähte auch
auf Halskrausen und Co. verzichten könnten. „Meiner Meinung nach gibt es
aber keine besonderen Vorteile, da eine patienenschonende
Schmerztherapie heute nach beiden Operationsmethoden Standard ist und
einige Tage Leinenzwang auch nach einer endoskopischen Operation von
großem Vorteil ist“, betont Schwarz.

gebärmutterentfernung ist also NICHT notwendig. wird in österreich auch nicht gemacht wenn nicht notwendig.

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Du wirst sicherlich einen Tierarzt finden der das irgendwie "hindreht", dass ein medizinischer Grund vorliegt  denn kein Tierarzt möchte sich strafbar machen aber das entfernen von Organen ist verboten.

Ich kenne Hündinnen die wurden kastriert, damit die Rüden in der Nachbarschaft keinen Stress haben.

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Kommentar von Seafunks89
01.08.2017, 14:35

Kein Nachwuchs ist gesetzlich Grund genug.

§ 6 Abs. 1 S. 5 TierSchG steht aber, dass die außnahme besteht um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu vermeiden.

§ 6 Abs. 1 S.  TierSchG
"Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von
Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder
Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn"

"5.
zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit

tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung
oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird."
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Ich kenne keinen Tierarzt, der das nicht macht. Eine Kastration halte ich für durchaus sinnvoll. Die meisten Hündinnen werden scheinträchtig, was für sie nicht gut ist. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Gebärmuttervereiterung. Diese OP ist nicht ganz leicht und führt bei großen Hunden, wenn sie schon älter sind zur Inkontinenz. 

Meine letzte Hündin hat das mit fünf Jahren bekommen und musste ihr ganzes Leben starke Medikamente nehmen.

Meine Lucy hab ich nach der ersten Läufigkeit kastrieren lassen und sie ist nicht inkontinent. 

Auch den Aspekt einer ungewollten Trächtigkeit darf man nicht ausser acht lassen. Läufigkeit bedeutet Stress für Hund und Halter.

Mein Hund hat trotz Kastration das Wesen eines Dobermanns und keine Probleme mit Fell und Gewicht.

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Kommentar von ZZZ97
01.08.2017, 14:36

Du antwortest dem Katzenkiller sachlich?
Wer hätte das gedacht.

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Die Besitzer dürfen ohne Grund entscheiden ob sie deren Hund  kastrieren. Viele Besitzer möchten ja auch keinen Nachwuchs bekommen und lassen deren Hunde dan auch ohne einen medizinischen Hund kastrieren. Lg

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Du solltest m.M.n. Deine Tierhaltung überdenken, vielleicht wäre für Dich ein Steif Hund etwas, der blutet nicht, der haart nicht, der trägt keinen Dreck rein, der verschmutzt nicht die Wohnung usw. 

Sorry, Leute die ihren Hund wegen der Blutung kastrieren lassen, sollten sich keinen Hund halten und auf diesem Weg eine Kastration mit einem Grund zu belegen halte ich für stark bedenklich! 

Ich finde das haaren während des Fellwechsels und auch so nicht so dolle und schere sie deshalb nicht kahl, weil ich dadurch das verlieren von Haaren unterbinde, was ist denn das für eine Aussage? 

Des weiteren habe ich eine Dogge, die ist mom in der Läufigkeit und trotzdem findet sich auf meinem Laminat kaum Blut, klar hab ich hier und da mal nen Tropfen und auch im Bett aber da liegt dann ihre Läufigkeitsdecke und gut ist. 

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Kommentar von ZZZ97
01.08.2017, 15:16

Du solltest m.M.n. Deine Tierhaltung überdenken

Werde ich nicht

 

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Du darfst deine Hündin kastrieren lassen.
Du musst dafür keinen Medizinischen Grund haben.

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Kommentar von ZZZ97
01.08.2017, 13:56

Gilt das auch in Oberösterreich?

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Bei der Kastration handelt es sich folglich um die Entfernung von Organen. Dies ist gem. § 6 Abs. 1 S. 1 TierSchG bei Wirbeltieren, zu welchen auch der Hund zählt, grundsätzlich verboten.

Quelle weitere Erklärungen:https://www.kanzlei-sbeaucamp.de/die-kastration-des-hundes-eine-juristische-betrachtung/

Wird für Österreich ähnlich sein.

Eine Hündin kastrieren, nur weil sie 2 x im Jahr etwas verschmutzt und dafür dann eine Hündin erhalten, die inkontinent wird ?? und andere Probleme bekommt, findest du das in Ordnung?

Lies dir das mal durch hier und dann denk noch mal besser nach:

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951


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Kommentar von ZZZ97
01.08.2017, 14:06

Ich bleibe bei meiner Meinung und würde trotzdem versuchen sie kastrieren zu lassen!

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Kommentar von Seafunks89
01.08.2017, 14:28

Das ist so nicht ganz Richtig.

Deine Quelle verweist auf § 6 Abs. 1 S. 1 TierSchG.

In  § 6 Abs. 1 S. 5 TierSchG steht aber, dass die außnahme besteht um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu vermeiden.

§ 6 Abs. 1 S.  TierSchG
"Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von
Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder
Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn"

"5.
zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit
tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird."

Also ist der Grund damit sie nicht Blutet zwar rechtlich kein Grund, aber der Grund, dass sie keine Welpen werfen soll ist Rechtlich Grund genug eine Kastration durchzuführen.
Klar gibt es bei jeder Op mögliche Nebenwirkungen. Da sollte man sich aber direkt beim Tierarzt informieren.
Ich habe seit 28 Jahren Haustiere und alle wurden immer kastriert. Keines meiner Tiere hatte Nebenwirkungen.

Gerade bei einer Hündin finde ich das Risiko von Gebährmutterkrebs wesentlich größer. Das Risiko schwindet mit der entnahme der Eierstöcke, da die Bildung von Sexualhormonen dadurch geringer wird und diese für diese Art von Krebs verantwordlich sind.

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Ich finds bisschen makaber dass du deiner Hündin eine Operation antun willst nur weil du nicht willst dass sie blutet.

So ist das nunmal bei weiblichen Wesen, hättest du dir vor der Anschaffung eines weiblichen Hundes überlegen sollen.

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