Darf man "schadensersatz für verschwiegenen Nabelbruch bei Hund verlangen?

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11 Antworten

dass somit eine Zucht ausgeschlossen ist.

die wäre auch ausgeschlossen wenn der Hund nach der Zahnung schiefe Zähne hätte. 

man kann für einen Welpen niemals Garantie geben, ob dieser auch für Zuchtzwecke geeignet ist. 

nach dem Zahnwechsel können Zähne schief stehen, Prämolaren fehlen, sich ein Vor-oder auch Rückbiß entwickelt haben, welches den Hund von der Zucht ausschließen würde,

wenn man einen Wund für die Zucht erwerben möchte, dann darf man sich keinen Welpen, sondern muß sich für einen Junghund entscheiden, der schon entsprechend weiter entwickelt ist.

außerdem muß ein Nabelbruch nicht unbedingt ein angeborener und/oder auch zuchtausschließender Fehler sein. 

https://www.nabelbruch.net/nabelbruch-bei-tieren/

Kein seriöser Züchter sagt aufgrund deiner Aussage "wir wollen später mal mit dem Hund züchten" diese Worte 

*Die Züchterin sagte, dass sie dies toll fände und das auch mit dem Hund sofern er nicht andere Krankheiten später mal bekommt, in Ordnung wäre*

In jeden Papieren sogar in der Ahnentafel steht "Not for breed"(nicht für die Zucht) 

Ob ein Hund Zuchttauglich ist, da spielen viele andere Faktoren eine Rolle und im welpenalter kann man niemanden Versprechungen machen. Hat man die Absichten mit einem Hund zu züchten, sucht schon ein erfahrener Züchter Welpen raus, die charaklich evtl. dafür geeignet sind. Und steht den Käufern mit Rat und Tat zur Seite. 

Kein Züchter sagt "in Ordnung" 

Auch fällt einem seriösen und erfahrenen Züchter ein Nabelbruch auf und informiert die Käufer darüber. 

So wie ich das sehe, war der Bruch evtl.bekannt , in vielen Fällen verwächst sich sowas auch. 

Nun verschweigt man das dem Käufer, um nicht noch runter gehen zu müssen vom Preis. Meiner Meinung nach seid ihr auf einen unseriösen Züchter rein gefallen. 

Andere Frage, was wisst ihr überhaupt übers Zuchten? Habt ihr einen Zwinger angemeldet? Was wisst ihr über Aufzucht, richtige Prägung und Sozialisierung? Über evtl.Komplikationen? 

Und zu der eigentlichen Frage, wendet euch an die Züchterin und erzählt Ihr von dem Nabelbruch. 

dogmama 12.08.2017, 13:44

was wisst ihr überhaupt übers Zuchten? Habt ihr einen Zwinger angemeldet? Was wisst ihr über Aufzucht, richtige Prägung und Sozialisierung? Über evtl.Komplikationen? 

wohl wenig bis gar nichts, denn sonst hätte man diesen Makel ja nicht übersehen.

ein Nabelbruch ist ja kein versteckter, sondern ein sichtbarer Mangel.

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Hallo,

es ist nicht gesagt, dass die Hernie genetisch bedingt ist. Manchmal kommt es auch beim Wachstum zu einem unvollständigen Verschluss der Bauchdecke.

So eine Nabelhernie ist auch kein Rassefehler, zudem wird sie nicht als Krankheit betrachtet. Meist heilt sie in der Folge noch ab oder aber verursacht keine Probleme und Einschränkungen.

Im Streitfall müsste es also gerichtlich abgeklärt werden, ob es sich um einen Sachmangel handelt, für dessen Beseitigung der Züchter heranzuziehen wäre.

Aber bzgl. der Zucht wirst du eher nichts unternehmen können, denn nicht aus jedem Rassehund mit VDH Papieren wird auch ein angekörter Zuchthund.

Und in deinem Kaufvertrag steht sicher auch nicht, dass du den Welpen mit "Zuchthundgarantie" kaufst. Daher ist die mögliche Zuchtverwendung keine zugesicherte Eigenschaft, somit auch nicht "einklagbar".

Alles Gute für den Hund

Daniela

Wäre es nicht der erste Weg gewesen, die Züchterin zu kontaktieren, statt hier im Forum zu fragen?

Lasse Dir von den Tierärzten bescheinigen, dass der Nabelbruch schon bei der Geburt vorhanden war und eine Zucht mit der Hündin nach Ansicht der Mediziner ausgeschlossen ist.

Vielleicht bekommst Du etwas vom Kaufpreis erstattet.

Obwohl es auch Hündinnen gibt, die nach einer erfolgreichen OP einen Wurf Welpen haben können. Es bleibt aber das Risiko der Vererbung.

 

neununddrei 12.08.2017, 15:17

Wie bitte soll ein Tierarzt bestätigen wie alt der Nabelbruch ist?

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Hi,

zunächst mal der Züchterin den "Mangel" mitteilen, das wäre das erste was man mal machen sollte, auch am Zuchtverein würde ich mich mal wenden, bin mir eigentlich recht sicher das da ein Zuchtwart das gesehen hätte. Allerdings wäre ich etwas skeptisch was die Züchterin angeht, denn im Normalfall kann man auch als Züchter nicht prognostizieren ob der jeweilige Welpe und auch Halter irgendwann mal zuchttauglich ist, finde daher das schon unseriös.

 

Ein Nabelbruch kann auch später auftreten und muss nicht angeboren sein.
Ich glaube kaum das ihr zur Zucht qualifiziert seit. Habt ihr schon Seminare besucht, wohl kaum sonst wäre die Frage überflüssig

Es ist noch nicht einmal gesagt dass du mit dem Hund nicht züchten kannst. Nabelbrüche bei Hunden haben nicht unbedingt eine genetische Ursache nur falls dies der Fall ist wäre es weitervererbbar. Da hat euch der Tierarzt ganz schönen Mist erzählt und wichtige Teile verschwiegen. Mein Rat als erfahrener nicht VDH Züchter wäre erstmal ein genetisches Gutachten eures Hundes auf potentielle Erbkrankheiten hin machen zu lassen. Sollte dieses dann zeigen dass euer Hund genetisch gesund ist und auch kein Überträger rezessiver Erbkrankheiten ist steht einer Zucht biologisch nichts im Wege

Hallo, selbst wenn die Züchterin selbst den Nabelbruch nicht bemerkt hat, was meiner Ansicht nach schon traurig ist, hätte es der Tierarzt, der die Welpen untersucht und geimpft hat feststellen müssen und zu guter Letzt der Zuchtwart, der den Wurf abgenommen hat. Der Käufer hätte dann eine Kopie des Wurfabnahmeprotokolls bekommen müssen, in dem festgehalten wurde ob ein Nabelbruch festgestellt wurde und eventuell noch ob er auch bei Wurfgeschwistern festgestellt wurde. In den meisten Fällen wird ein Nabelbruch sogar in der Ahnentafel vermerkt. Schau in den Kaufvertrag ob da drin steht, das der Welpe ohne sichtliche Mängel abgegeben wurde, dann kannst du mindern oder die OP Kosten geltend machen. Bei einem kleinen Nabelbruch wäre eine Zucht wahrscheinlich möglich, wobei ich es nicht machen würde und ausserdem kommt es ja auch noch darauf an was in der Zuchtordung eures Vereins steht.


sieh es mal so, kein Züchter findet es gut, wenn du sagst wir möchten auch züchten, zu deutsch vermehren. Um Züchten zu dürfen und wollen, kommen andere Kriterien in Betracht. Ausstellungen besuchen, bewertet zu werden, zugelassen zu werden und im Verband zu sein, sonst bist du nur ein wilder Vermehrer. Was den Nabelbruch betrifft, kannst du den Züchter informieren und je nach Vertragsstellung die Kosten der OP eventuell verlangen. Und das war es auch schon. Du hast doch einen Vertrag, oder hast du den Hund auch von irgend einem Vermehrer, dann ja dann viel Spass.

Ich würde die Züchterin auf jeden Fall darauf ansprechen. Vielleicht hat sie es ja wirklich nicht bemerkt und wenn es vererbbar ist könnten es andere Welpen aus dem Wurf auch haben.

Wobei wenn ihr wirklich züchten wollt kann es ja immer wieder vorkommen dass ein für die Zucht gedachter Hund dann doch nicht passt. Das ist so ein bisschen das Risiko das ihr auf eure Schulter nehmt.

Wenn ihr einen Kaufvertag habt, dann steht da in der Regel drin, dass wenn ihr nach der Abgabe eine ärztliche Untersuchung machen lasst, diese falls Fehler entdeckt werden, zu lasten des Züchters geht.

Warum die zwei Tierärzte sofort meinten, dass ein Nabelbruch zum Zuchtausschluss führt, ist mir nicht klar. Nabelbruch vererbt sich rezidiv, also führt er zur Vererbung, wenn BEIDE Eltern den genetischen Marker haben. Wenn ihr euch einen Deckrüden sucht, der ihn nicht hat, ist das kein Problem. Es gibt auch Vereine, die das so machen.

Was ich mehr als merkwürdig finde ist, dass erst nach drei Wochen ein Nabelbruch auffiel.

Zum euinen muss nicht jeder Nabelbruch operiert werden. Oft wächst er noch zu oder ist so klein, dass es kein Problem gibt. Es ist ein optischer Mangel, den der Züchter hätte sehen müssen. Aber auch ihr. Wie kann man das drei Wochen lang übersehen?

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