Darf man privat als Ersthelfer einen Patienten intubieren?

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19 Antworten

wenn du es kannst, also wirklich kannst und erkennst, daß das in dem Fall eine sinnvolle Maßnahme ist und du tatsächlich zufällig ein Intubationsset dabei haben solltest. Dann darfst du es an sich schon machen. Ich meine, wenn die Alternative wäre, daß der Verletzte sonst erstickt? Aber der normale Ersthelfer, kann so etwas weder richtig einschätzen noch korrekt durchführen. Der sollte es klassisch mit der Mund-zu-Mund-Beatmung probieren.

Wann intubiert man denn als Ersthelfer? Wann starte ich eine HLW? Wenn ich auf einen Bewusstlosen treffe, der nicht mehr atmet. Derjenige ist also tot! Er kann nicht ersticken und ihn interessiert auch keine Luft im Magen. Ich kann ihn also auch nicht mehr schaden! Man kann sich wohl eine LarynxTubus ins Auto packen und diesen im Fall der Fälle anwenden. ( kostet keine 20 Euro) Dies hat mehrere Vorteile. Mann verschließt die Speiseröhre ( richtig gehört, der Tubus soll die Speiseröhre sogar verschließen) und verhindert das Mageninhalt die Luftwege verschließt. Außerdem kommt man nicht direkt mit demjenigen und seinen Körperflüssigkeiten ( Blut, Erbrochenem) in Berührung. Man sollte die Handhabung vorher mal im Erste Hilfe Kurs geübt haben, aber der Tubus ist so gestaltet, das er von selbst da hin rutscht, wo er liegen soll. Er besteht aus Kunststoff und ist nicht scharfkantig, wann kann also auch nichts verletzen.Dann mit der beigelegten Spritze den Ballon zum Abdichten der Speiseröhre aufpumpen( und diese Spritze auch dran lassen, falls derjenige zu sich kommt und man die Luft wieder aus dem Ballon ziehen muss um den Tubus zu entfernen) und dann los... 2 mal beatmen 30 x Herzdruckmassage. Und auch hier werden wahrscheinlich Rippenbrechen, weil man es noch nie vorher an einem Menschen geübt hat, aber auch hier gilt, der Mensch ist ohne meine Hilfe sowieso tot, also versuche ich seinen Kreislauf aufrecht zu erhalten. Ich bin kein Mediziner sondern nehme "nur" in der Firma an regelmäßigen Ersthelferkursen teil. Wir sind sogar mit Defi und Tuben ausgestattet und würden diese im Fall der Fälle auch benutzen.

Yoshzeo 16.05.2017, 23:37

In welchen erste Hilfe Kurs lernt man bitte das legen einen larynxtubus?   Und ein larynstubus rutscht nicht von alleine dahin wo er hin soll und  doch man kann damit viel verletzen  und bei der  Herzrhythmus Massage  müssen die Rippen brechen sonst ist man nicht tief genug ... 

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Ja, das darf man, denn der Gesetzgeber schützt den Helfer. Es sei denn, dieser handelt vorsätzlich oder grob fahrlässig. Wikipedia sagt dazu:

„Das einzige Mittel anzuwenden, das Hoffnung gewährt, ist, wo der Tod droht, immer noch richtiger als nichts zu tun. Dieses ex ante (vorher) richtig erscheinende Urteil bleibt unerschüttert, auch wenn sich ex post (nachträglich) ergibt, dass der Gebrauch des Mittels statt einer Verzögerung die Beschleunigung des Endes zur Folge gehabt hat. Die Rechtsordnung verlangt nicht, dass die letzte Chance deshalb versäumt wird, weil der Versuch, sie zu nutzen, scheitern kann. Sie erwartet im Gegenteil, dass sie genutzt wird.“ (Bockelmann)

Längere Ausführung hier: http://de.wikipedia.org/wiki/RechtlicheAspektebeiHilfeleistung#Sch.C3.A4dendurchdieHilfeleistung

Lange Rede, kurzer Sinn: wenn man glaubt, dass der Verunfallte ohne den Tubus erstickt, darf man intubieren ("das Mittel, das Hoffnung gewährt"), auch wenn man das vielleicht noch nie gemacht hat. Merkt man allerdings, dass das Opfer dann gar nicht mehr atmet (weil man den Tubus in die Speiseröhre oder sonst wo platziert hat), und lässt ihn trotzdem einfach drin, dürfte wohl grobe Fahrlässigkeit greifen.

Andererseits natürlich: IANAL (I am not a lawyer) ;-)

Das ist hoch umstritten - Ärzte werden dir sagen, dass das natürlich auf keine Fall geht. Dann geistern Begriffe wie die sog. legendäre "Notkompetenz" durch die Diskussion...

Letztlich gibt es keine Gesetze gibt, die definieren, was eine "ärztliche Maßnahme" ist und was nicht. Zwar darf der ärztliche Heilberuf nur von approbierten Ärzten ausgeübt werden, aber das trifft auf den Ersthelfer ja nicht zu. Daher kann rein rechtlich jeder Ersthelfer jede Rettungsmaßnahme durchführen, die er sicher beherrscht. Sicher beherrschen wird aber kaum eine Privatperson die Intubation, außerdem hat keiner so ein Intubationsset dabei. Wenn natürlich der erfahrene Rettungsassistent oder die Intensiv- oder Anästhesieschwester über einen Schwerverletzten stolpert, würde die das sicherlich besser hinbekommen als die meisten Hausärzte.

Trotzdem sollte man es in aller Regel lassen und sich auf eine vernünftige HLW konzentrieren und auf den Notarzt oder zumindest den RTW mit dem zuvor erwähnten erfahrenen Rettungsassistenten warten.

Schließlich ist die Frage ziemlich hypothetisch, weil man schließlich nie ein Intubationsset dabei hat... ;-)

kann ich mir nicht vorstellen wenn es schief geht is es am ende körperverletzung es hat ja nicht mit deiner ausstattung zu tun sondern mit deiner qualifikation lass die finger davon

In Deutschland gibt es kein Gesetz, welches dir die Intubation verbieten könnte. In Österreich könntest du als Nichtarzt, der auch im Notfall ärztliche Maßnahmen durchführt, große juristische Probleme bekommen.

Die Frage nach der Fachkompetenz wird damit allerdings nicht berührt.

Du brauchst aber ein sehr erweitertes Erste-Hilfe-Set, wenn die Intubation auch noch was bringen soll

was heißt, ob man es darf... Wenn du dem Patienten damit das Leben rettest mit Sicherheit. Allerdings sollte man sich damit dann auch auskennen und nicht mehr Schaden anrichten als davor!! Vllt ist es besser, bei der "herkömmlichen" Herz-Lungen-Wiederbelebung zu bleiben bis der RTW da ist...

Ich würde die Finger davon lassen. Intubation fällt sogar manchem Arzt schwer, weil zu wenig Routine. Wenn du den Kehlkopf verletzt oder den Tubus in die Speiseröhre schiebst, hast du ein Problem.

Das Intubieren ist eine ärztliche Maßnahme. Rein praktisch gesehen darf jeder intubieren, der es kann. Aber nur unter Aufsicht, auf Anweisung und auf Verantwortung eines Arztes. Alle anderen Personen (außer Ärzte) dürfen nicht eigenverantwortlich intubieren.

GrafLukas 04.08.2010, 17:29

Das ist so nicht richtig, da es keine Gesetze gibt, die definieren, was eine "ärztliche Maßnahme" ist und was nicht. Zwar darf der ärztliche Heilberuf nur von approbierten Ärzten ausgeübt werden, aber das trifft auf den Ersthelfer ja nicht zu.

Trotzdem sollte man es in aller Regel lassen und sich auf eine vernünftige HLW konzentrieren und auf den Notarzt warten.

Schließlich ist die Frage rein hypothetisch, weil man schließlich nie ein Intubationsset dabei hat...

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Der einfache Ersthelfer kriegt meistens nichtmals mehr eine HLW hin. Dann fragst du nach Intubation? Und du hast immer verschiedene Tuben dabei, einen Ambu-Beutel und Sauerstoff?

Offiziell nein, aber wenn es Leben rettet, spricht niemand mehr darüber.

Also wenn man es kann dann sicherlich.

Wenn man das nicht kann und was schliefgeht, dann ist das grob fahrlässig und wird konsequenzen haben...

Also sollte man das besser lassen.

Um Gottes Willen Nein nein nein.Hast du ein Laryngoskop und ein Tubus? Und einen Beatmungsbeutel. Das ist genau so wie die Frage darf ich einen Luftröhrenschnitt machen. Du könntest mit einer fehlintubation großen Schaden anrichten Luft im Magen kommt nicht gut.

Wenn Du Dich mit Intubation auskennst, dann ja. Wenn nicht, dann lieber normale Mund zu Mund bzw. Mund zu Nase Beatmung.

Ohne dass man das schon mehrere Male selbst gemacht hat...vergiss' es!

nein, man darf es nicht. das ist ärztliche aufgabe !

Kann ich mir nicht vorstellen, das sollte man lieber dem Notarzt überlassen.

...ich würds mir nicht zutrauen ,wenn ich keine Ahnung davon hätte

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