Darf man Pferde die durch eine Verletzung einen bleibenden "Schönheitsfehler" haben uneingeschränkt auf dem Turnier vorstellen?

8 Antworten

Es kommt auf mehrere Faktoren an.

  • zum einen muss das Pferd taktrein laufen. Tut es das nicht, brauchst Du es gar nicht erst zu versuchen - auch nicht mit Attest.
  • es kommt auch auf die Art der Prüfung an - bei einem Einfachen Reiterwettbewerb oder einer E-Dressur gucken die Reiter noch nicht so sehr auf die Erscheinung eines Pferdes, wenn es taktrein läuft. Ab A werden sie kritischer. In Springprüfungen wird es den meisten nicht einmal auffallen - außer das Pferd läuft nicht taktrein. Das ist auch hier ein Ausschlusskriterium.
  • egal ob taktrein oder nicht - checken lassen, ob es ein motorisches Handicap hat, sollte man das Pferd auf jeden Fall, bevor man es höheren Belastungen aussetzt, denen es unter Umständen doch nicht gewachsen ist.

Da irgendwo auch der Turnierarzt bewerten muss, ob ein Pferd frei von Beeinträchtigungen ist und starten darf, würde ich mir ein entsprechendes Attest vom behandelnden Arzt geben lassen. Wie soll der am Turnier anwesende, für die stichprobenweise Kontrolle der Pferde zuständige Arzt sonst feststellen, ob es dem Pferd gut genug geht zu starten? Ein Arzt, der seit längerem das Pferd behandelt, kann das eher beurteilen. Der kann aufführen, aufgrund welcher Untersuchungen und Ergebnisse er dem Pferd die Freigabe erteilen würde und das ist für den Turnierarzt dann möglicherweise ein wichtiger Hinweis.

Wenn es so offensichtlich ist, dass das Pferd von einem Unfall einen bleibenden Schaden hat, wirst Du sehr wahrscheinlich kontrolliert, weil einfach augenscheinlich was nicht "intakt" ist und man dem nachgeht. Also ist es auf alle Fälle gut, vorzusorgen.

Nur garantieren kann Dir halt keiner, dass Du dann auch starten darfst bzw. gewertet wirst, weil der Turnierarzt muss dann immer noch entscheiden und was wäre, wenn sich jemand, dessen Pferd nicht fit genug wäre, "frei attestieren" würde lassen? Gut, dann wäre natürlich der attestierende Tierarzt mit dran, aber interessant ist, wie die Entscheidung vor Ort ausfällt und wer für mögliche nötige Nachuntersuchungen zahlen müsste, die die Korrektheit des Attests belegen sollen, wenn es zur Annahme kommt, dass Dein Tierarzt da "zu viele Augen zugedrückt" hat. Du kannst ja auch mal die Dachverbände (FN und Regionalverband) kontaktieren, wie sie dem Turnierarzt, den Richtern, ... raten zu agieren in so einem Fall.

Also für die Regelungen bei der FN kann ich nicht sprechen, aber ich würde mal vermuten dass das ähnlich gehandhabt wird wie im Islandpferdebereich. 

Ein generelles Gesundheitszeugnis muss man nicht im voraus vorlegen. Wenn einem Richter aber irgendetwas auffällt, sei es am Pferd selbst oder in seiner Motorik bzw Bewegung, kann er anordnen dass das Tier dem Tierarzt vor Ort vorgestellt wird. Irgendjemand betreut immer das Turnier tierärztlich. Je nachdem was bei dieser Überprüfung dann festgestellt wird, kann es natürlich sein dass man vom Rest des Turniers ausgeschlossen wird. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es auch kein Problem. Ich würde also mal vermuten dass du ständig in die tierärztliche Kontrolle musst, wenn die Richter das Pferd nicht kennen... 

Hast du mit deinem eigenen Tierarzt darüber gesprochen? Vielleicht kann er dir ja auch für solche Fälle eine kurze "Erklärung" anfertigen, was vorgefallen ist etc. Wäre wahrscheinlich praktisch.

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