Darf man nur Personen mit der Gnade der frühen Geburt "Nazi" nennen?

17 Antworten

Im Grunde, auch wenn er sich eingeschliffen hat, ist der Begriff "Nazi" - auch "Neonazi" - unzutreffend, denn er bezeichnet eigentlich nur Mitglieder der NSDAP. Diese Partei ist aufgelöst und verboten, ihre ehem. Mitglieder sind beinahe ausgestorben. Zwar gibt es Parteien wie die NPD, die in der Nachfolge der NSDAP stehen, doch unterscheiden sie sich i. d. R. sowohl in der Programmatik als auch in der Zielsetzung nicht unerheblich von ihrem Vorgänger, weil sich diese Parteien den Anschein geben, vermeintlich auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen.

Besser und treffender als "(Neo-)Nazi" wäre die Bezeichnung "Faschist", die nicht auf eine deutsche Partei abhebt, sondern auf ein spezifisches Gedankengut gemeineuropäischer Ausstrahlung - auch die USA war und ist davon nicht ausgenommen. Denn Faschisten vertraten und vertreten rechtsextreme, rassistische und fremdenfeindliche Gedanken sowie eine antidemokratische Haltung, ohne - Ausnahmen bestätigen die Regel - in einen mörderischen Judenhass abzudriften, der für die deutschen "Nazis" typisch war.

Wenn dem so ist, warum wird dann den heute lebenden Nachgeborenen gleicher Überzeugung und Handelns das Recht verweigert, sich selbst Nazi nennen zu dürfen?

Es wird keinem Menschen in Deutschland "verweigert", sich öffentlich als intellektuell minderbegabt und moralisch fragwürdig darzustellen.

MfG

Arnold

Linke sind auch Faschisten. Polizisten sind Faschisten, Soldaten, Ärzte, die Kassierer bei Aldi, Netto, Lidel, Real.

Die SPD ist faschistisch, genauso wie die Linke, Grüne, CDU, CSU, FDP und die AfD.

Auch wenn du das verneinen wirst, ist es so. Man kann es natürlich National sehen, dass nur Nationalitäten faschistisch sind, jedoch wenn man Gleichschaltung richtig definiert, wird man schnell feststellen, dass quasi jede geordnete Gesellschaft und Geschäftsmodel, irgendwo faschistisch ist.

Entweder haben alle eine Uniform, oder Erkennungsmerkmal.

In der Politik tragen sie zwar keine Armbinden, aber sie haben unteranderem ein Parteibuch, dass da zeigt das man Mitglied ist.

Ärzteschaft und deren Klamotten ist auch quasi gleichgeschaltet. Egal wo man ist und sie haben ihren Kodex an dem sie sich halten oder Schwur. Vielleicht ist Kodex das falsche Wort.

Und der Judenhass ist nicht typisch für die deutschen Nazis. Die Juden wurden seit über 10.000 Jahren von den meisten nicht gut angesehen. Das liegt zu einem an deren eigenen handeln, dass zu viele Konflikten geführt hatte.

In der Geschichte kommt der "Hass" nicht einfach so vor, der hat irgendwo seine Quelle. Ob dieser berechtigt ist oder nicht, weiß ich nicht, da ich die genaue Quelle, den Ursprung auch nicht kenne.

Jedenfalls ist "Judenhass" nicht typisch, sondern viel mehr eine Reaktion gewesen, bzw dass ist sie heute immer noch. Die Palästinenser z.B.

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@fluestertleise
Linke sind auch Faschisten. Polizisten sind Faschisten, Soldaten, Ärzte, die Kassierer bei Aldi, Netto, Lidel, Real.
Die SPD ist faschistisch, genauso wie die Linke, Grüne, CDU, CSU, FDP und die AfD.
Auch wenn du das verneinen wirst, ist es so.

Ich "verneine" das nicht nur, sondern halte diese pauschalen Aussagen für vollkommen unsinnig!

Und der Judenhass ist nicht typisch für die deutschen Nazis.

Der "mörderische Judenhass", wie ich schrieb, schon!

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Ich finde es immer Schade, wenn so sachliche und durchdachte Beiträge wie der von dir, von unterirdisch dummen Kommentaren begleitet werden. DH! Arnold.

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@Immofachwirt

Ich respektiere deine Meinung. Wie siehst du das denn? Und warum ist mein Kommentar, aus deiner Sicht, dumm?

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Mit Nazi kann man zunächst erstmal die Bezeichnen die im Nationalsozialismus mitgewirkt haben, besonders in politischen Funktionen.

Gruppierungen die auf dem Gedankengut aufbauen und sich selbst als Nationalsozialisten sehen, kann man und diese sich selbst natürlich auch als Nazis oder Neo-Nazis bezeichne und werden es auch.

Jeder hat aber natürlich das Recht sich selbst als Nazi zu bezeichnen.

Jedoch kann Nazi als Bezeichnung auch ein Kampfbegriff sein um den Gegner schlecht zu machen und kann als Verleumdung oder Beleidigung bestraft werden.

Bei Menschen mit der "Gnade der späten Geburt" wäre das sinnoller...

sofern diese das Gedankengut der Natizionalsozialisten auch heute noch propagieren. Die Altnazis leben gottlob kaum mehr, weshalb es sinnlos wäre.

Um hier einen Shitstorm zu vermeiden, ein kleiner Exkurs:

"Der ehem. Bundeskanzler Helmut Kohl hat den Begriff der "Gnade der späten Geburt" geprägt. Er meinte damit, dass Menschen die wie er selbst diese Gnade, nämlich erst nach dem 2. Weltkrieg geboren worden zu sein erfahren haben, sich kein Urteil über die Menschen, die damals Hitler unterstützt haben oder keinen Widerstand geleistet haben, erlauben können."

Ich gehe mal davon aus, dass du diesen von Kohl geprägten Begriff hier ironischer Weise aufgegriffen hast.

Wobei es ein riesiger Unterschied ist, ob Jemand die Nazis unterstützt oder "nur" keinen Widerstand geleistet hat !

Von meinen Großeltern weiß ich, dass keiner der dagegen war, gezwungen wurde, die Nazis zu unterstützen. Dafür ist also sicher kein Verständnis angebracht.

Wer allerdings in Gegenwart eines Denunzianten auch nur äußerte, dagegen zu sein, musste mit Besuch von der Gestapo und mit lebensgefährlichen Folgen (Folter, Deportation, Schikane und Bedrohungen gegen die Familie) rechnen. Für diese Menschen, die einfach Angst um ihr eigenes Leben hatten, kann man durchaus Verständnis haben und ich empfinde es darauf bezogen tatsächlich als eine Gnade, diese grauenhafte Zeit nicht erlebt zu haben. Die Erzählungen meiner Oma, welche Angst sie haben mussten ihre Meinung frei auszusprechen und die ständige Gefahr, der/die Falsche könnte mithören, so dass sie keinem Nachbarn oder Kollegen trauen konnten und sogar in der Familie aufpassen mussten was sie redeten, haben mich tief beeindruckt und meinen Respekt vor den Widerstandskämpfern noch erhöht, aber auch dazu geführt, dass ich niemanden verurteilen würde, der/die nichts gemacht hat als auf eine bessere Zeit zu hoffen.

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