Darf man mit Kopfhörer im Ohr Auto fahren?

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10 Antworten

Es gibt zwar kein grundsätzliches Verbot von Kopfhörern im Auto, wenn du jedoch einen Unfall baust, bist du mit dran.

Der Grund ist einfach. Durch die Kopfhörer wird dein Gehör massiv beeinträchtigt.

Mein Tipp: Lass diese blödsinnige Idee bleiben und kauf dir eben noch schnell ein Kabel. Das gibts doch in jedem Elektronik-Markt für ein paar Cent. Warum willst du wegen dieser Ausgabe deine eigene Sicherheit aufs Spiel setzen?

Das wird bei einem Unfall vielleicht gegen dich verwendet. Normal gilt glaube ich immer noch, dass du andere Dinge hören musst, beispielsweise Polizei oder hupen

Ich würde dir schlicht zum Kauf eines Aux-Kabels raten. Die sind nun auch nicht so teuer. Falls du überhaupt keinen Aux-Eingang im Auto hast, kannst du das auch bei jedem beliebigen Radio mit einem FM-Transmitter schnell und günstig nachrüsten.

mit einem knopf im ohr sollte ok sein. wobei wenn man einen unfall baut könnte das immer noch gegen einen verwendet werden.

Wenn du zwei Stöpsel hast, benutz doch nur einen. Ich weiß das es bei Motorrad und 125er erlaubt ist mit einem "Knopf" im Ohr Musik zu hören. Ich gehe mal davon aus das es im Auto nichts anderes ist.

Ich kenne kein Gesetz das es verbieten sollte, aber du solltest die Musik nicht all zu Laut aufdrehen da du noch die Umgebungsgeräusche vernehmen musst. 

Da du keine Akkustische Warnsignale wie Hupen,Bahnübergänge usw. nicht wahrnehmen kannst,kann ich mir das nicht vorstellen.

Verboten ist das nicht, aber Du musst Martinshorn und ähnliches noch wahrnehmen könne. Also, nicht Zu Laut aufdrehen.

Nein das darfst du natürlich nicht. 

Besorg dir noch schnell einen Mini-Akku-Lautsprecher und leg das ganze einfach auf den Beifahrersitz oder (wenn du ein Kasettendeck hast) eine Aux-Kassette


Nein das darfst du natürlich nicht. 


Wo steht das? Link bitte.

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@Rockuser

Paragraf 23, Absatz 1 S. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO)

Eine Beeinträchtigung liegt durch Kopfhörer eindeutig vor. Selbst das Autoradio darf man nicht so laut drehen dass man ,nichts mehr hört'.

Bzgl der Kopfhörer ist mir ein Fall aus dem Bekanntenkreis bekannt. Ich halte es auch für richtig. Es geht um die Sicherheit von uns allen.

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@Essensausgabe

Der Paragraph 23 StVO besagt keinesfalls, dass man keine Kopfhörer oder Ohrstöpsel tragen darf, sondern dort steht nur:

Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden .

Eine Beeinträchtigung des Gehörs im Sinne des Paragraphen 23 StVO liegt aber nur dann vor, wenn Aufgrund des Gerätes das Verkehrsgeschehen akustisch nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden kann.

Es ist also durchaus zulässig Kopfhörer zu tragen und leise Musik zu hören, wenn man vom Verkehrsgeschehen akustisch alles mitbekommt.

Allerdings Praxisbezogen wirken die meisten Kopfhörer wie ein Gehörschutz und zusammen mit etwas lauterer Musik ist das Gehör ziemlich schnell beeinträchtigt.

Es gibt aber auch Kopfhörer, die extra so konzipiert sind, dass sie eben nicht wie ein Gehörschutz wirken. Die Kopfhörer werden auch oftmals von Polizeibeamten eingesetzt, damit sie über die Kopfhörer den Funk mithören können, sie aber uneingeschränkt hören können

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@Essensausgabe

Paragraf 23, Absatz 1 S. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO)

Eine Beeinträchtigung liegt durch Kopfhörer eindeutig vor. Selbst das
Autoradio darf man nicht so laut drehen dass man ,nichts mehr hört'.

Das ist leider nicht richtig. Der § 23 Abs. 1 StVO ist lediglich allgemein gehalten, und verbietet nicht explizit daß man keine Kopfhörer verwenden darf, wie es der Abs. 1a in § 23 StVO bezüglich Handynutzung tut, genau deswegen wurde dieser Absatz ja eingeführt.

Grundsätzlich ist während man Auto fährt alles erlaubt, von lauter Musik hören über Kaffee kochen bis zum Schneiden der Fußnägel, (wenn man sowas denn hinbekommt) .... solange nichts passiert.

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@Artus01

Dann fahrt rum wie ihr wollt... Könnt ja drauf beharren dass ihr alles hört. Viel Glück

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@Essensausgabe

Könnt ja drauf beharren dass ihr alles hört

Es muss niemand auf etwas beharren. Gegenteil es muss bewiesen werden, dass durch das Gerät eine Beeinträchtigung bei z.B. einem Unfall vorlag und dies dann zusätzlich als  Unfallursache verantwortlich war.

Kaum bis gar nicht möglich.

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@Antitroll1234

Nein. Es geht nicht mal um einen Unfall. Eine Beinträchtigung wird einfach angenommen. Genau wie ab einem gewissen Promillewert eine Beeinträchtigung angenommen wird - selbst wenn man fehlerfrei und ohne Auffälligkeiten fährt. Hier wird viel in Art Marke Wüterich ,argumentiert'. Alles Blödsinn. Nur weil Kopfhörer + Stöpsel nicht namentlich erwähnt werden ist das kein Freifahrschein. Auch Schweißbrillen sind nicht namentlich erwähnt. Die Beeinträchtigung liegt aber vor - und das entscheidet. Bewiesen werden kann und muss eben nicht alles. Du gehörst wohl zu den Leuten die vor'm Cop stehen und sagen ,,Ich hab mir das Handy nur ans Ohr gehalten. Aber nicht telefoniert. Beweisen Sie mir mal das Gegenteil!".. So läuft es einfach nicht. Reitet auf Paragraphen wie ihr wollt, entscheidet für euch dass ihr euch im Recht fühlt (...). Das ist nur leider nichts wert. Mir jetzt auch egal ob ihr's glaubt oder nicht... Ruft doch einfach mal bei der Polizei an und fragt nach. Mit denen dürft ihr dann gerne ,diskutieren'

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@Essensausgabe

 Eine Beinträchtigung wird einfach angenommen

Eine Beeinträchtigung wird eben nicht einfach nur angenommen, sondern sie muss auch tatsächlich vorliegen.

Genau wie ab einem gewissen Promillewert eine Beeinträchtigung angenommen wird - selbst wenn man fehlerfrei und ohne Auffälligkeiten fährt

Auch das ist nicht richtig. Der Gesetzgeber hat sich auf die 0,5 Promille grenze festgelegt, die darauf beruht, dass nachgewiesen wurde, dass bei den meisten Verkehrsteilnehmern eine Beeinträchtigung zu erwarten ist und vor allem um einen allgemeingültigen Wert festzulegen, der eine Rechtsicherheit schafft. Ordnungswidrig handelt also nicht nur der, bei dem eine Beeinträchtigung vorliegt, sondern auch die die gegen die die einfach nur so, die 0,5 Promillegrenze überschritten haben.

Der Vorteil an der Festlegung eines festen Wertes ist, dass jeder Verkehrsteilnehmer weiß, ab welchen Wert er Ordnungswidrig handelt und dass die Polizei nicht im konkreten Einzelfall ermitteln muss, ob der Verkehrsteilnehmer wirklich durch den Genuss des Alkohols beeinträchtig ist.

Der Nachteil an dieser festen Promillegrenze ist tatsächlich der, dass auch diejenigen eine Ordnungswidrigkeit begehen, die zwar die Grenze von 0,5 Promillegrenze überschritten haben, aber dadurch gar keine Beeinträchtigungen haben.  

Du gehörst wohl zu den Leuten die vor'm Cop stehen und sagen ,,Ich hab mir das Handy nur ans Ohr gehalten. Aber nicht telefoniert. Beweisen Sie mir mal das Gegenteil!".. So läuft es einfach nicht

Wäre es nur verboten  zu telefonieren müsste man dem VT wirklich das Gegenteil nachweisen. Es ist aber nicht nur das Telefonieren verboten, sondern der Paragraph 23 StVO sagt:

  • (1a) Wer ein Fahrzeug führt, darf ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss.
  • Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist.

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Wurde einem unterstellt, dass das Gehör durch Geräte beeinträchtigt war, obwohl das nicht stimmt, hat man gute Chancen gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen.

Fraglich ist nur, ob sich der Aufwand lohnt für 10,00 Euro Verwarnungsgeld notshalber vor Gericht zu gehen.

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@TheGrow

Das:


Eine Beinträchtigung wird einfach angenommen

ist eine ganz gefährliche Rechtsauffassung. Bei vielleicht einer OWI für 10 € fängt sowas an und irgendwann "nimmt man an" daß jemand der gerade in der Nähe war den Diebstahl begangen hat.

Zum Glück ist es, auch bei Ornungwidrigkeiten immer noch so, daß ein Verstoß nachgewiesen werden muß.


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Beim Motorradfahren ist es mit einem Kopfhörer OK. Wichtig ist, dass du die Umgebungsgeräusche noch mitbekommst.

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