Darf man Kinder mit Geld erziehen?

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24 Antworten

@ galiii80

ich stimme ganz klar dagegen und liefere auch meine Begründung mit.

Dürfen darf man alles, nur ob das immer so hilfreich ist, muss jeder für sich entscheiden.

Für wen und welche Zukunft lernen unsere Kinder? Für sich, für uns Eltern oder für wen?

Bekommen die Eltern auch Geld dafür, dass sie die Kinder erziehen, für viel Erziehung mehr Geld, für gar keine Erziehung kein Geld?

Wer vergibt hier die Noten, den Notendurchschnitt oder die Höchstnote?

Wir haben unsere Kinder anderweitig belohnt, mit gemeinsamen Freizeitbeschäftigungen, mehr Aufmerksamkeit. Ab und an einen kleinen Sonderwunsch erfüllt.

Außerdem lernen Kinder so, dass man im Leben auch etwas leisten muss und nicht für jede gute Note oder jede Leistung belohnt wird.

Im späteren Berufsleben sollte das auch selbstverständlich sein, dass ich gute Leistung abliefern sollte, muss, dafür bekomme ich dann eine angemessene Belohnung. Der Chef zahlt auch nichts zwischendurch, wenn ich eine Arbeit mal besonders gut abliefere.

Das sind IHRE Noten die sie erhalten für etwas Anstrengung, die ihnen für den künftigen Berufsweg nützlich sind. Hier sollte man sie motivieren und das nicht mit Geld ausgleichen.

Wenn man schon Kinder beibringt, dass man für alles Geld bekommt, wo soll das hinführen?

Wenn Opa und Oma ihnen ab und zu etwas zustecken, dann finde ich das ok und das stockt das Taschengeld etwas auf und darüber freut sich jedes Kind.

Auch als Eltern mal zwischendurch zusätzlich mal ein paar Euros zustecken, wenn Sonderwünsche anfallen und das im Rahmen ist, finde ich auch nicht verkehrt, aber die eigenen Schulleistungen / Noten belohnen, finde ich nicht ok. Die Kinder lernen für sich und wenn sie sich dann nur "anstrengen" weil es Kohle gibt? Das ist auch nicht die Motivation, die man sich als Eltern wünscht.

Aber nur Erziehung mit Geld aufzuwerten, finde ich nicht akzeptabel. So zieht man sich schon etwas Egoisten heran, die dann gewöhnt sind, dass man nichts machen muss, wofür man kein Geld bekommt.

Ist nur meine persönliche Meinung, aber mit dieser Einstellung hat unsere Familie auf jeden Fall keine schlechten Erfahrungen gemacht und keine schlechten Ergebnisse erzielt.

Hallo Turbomann und alle,

das war für mich die umfassendste Antwort, in der so gut wie alle Aspekte enthalten sind. Sehr hilfreich! Wobei hier ALLE Antworten super sind und mir die Auswahl einer besten Antwort echt schwer fiel...danke euch allen für die tolle Resonanz :-)

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@galli80

@ galli80

ich danke dir

und richtig, hier sind die Antworten immer sehr hilfreich und man kann so manchen Tipp mit nachhause nehmen oder als Anregung einmal ausprobieren..

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  • Nein, Geld ist kein geeignetes Mittel zur Erziehung.
  • Man kann solche geldbasierte Einwirkung auf Kinder kaum Erziehung nennen.
  • Bei der Erziehung geht es um Vermittlung von Werten, Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Um den Aufbau von Urvertrauen, Familienzusammenhalt und gesellschaftlichen Normen.
  • Wichtig dafür sind Erklärungen und Begründungen und gute Vorbilder.
  • Geld, Geldentzug, Bestechung, Käuflichkeit und dergleichen sind keine probaten Mittel der Erziehung.

Ich halte dies durchaus für sinnvoll, da eine Bestärkung positiver Leistung dazu führt, dass Verhaltensmuster intrinsischer Motivation gebildet werden. Das Kind wird gute Leistungen mit Belohnungen assoziieren und damit wahrscheinlich einen höheren Eigenantrieb entwickeln, das kann im Leben nur vorteilhaft sein.

Es ist grundsätzlich falsch Kinder dazu zu erziehen Geld als etwas negatives oder gefährliches zu sehen. Dieses Wissen bleibt unterbewusst das ganze Leben vorhanden. Ein Mensch der Geld haben bzw. reich zu sein unterwebusst mit negativen Emotionen assoziiert wird es extrem schwer haben jemals selbst reich zu werden, egal wie viel er lernt oder studiert.

Ja, klar darf belohnt werden und besser mit Geld als mit Suessigkeiten. Z.B. fuer ein gutes Zeugnis.

Allerdings gehe ich nicht so weit, dass die Pflichten der Kinder bezahlt werden, ich bekomme auch nichts fuer meine Pflichten in der Familie.

Warum soll man gute Leistungen eines Kindes nicht auch einmal mit einem Geldgeschenk belohnen? Falsch aber wäre es, hier feste Tarife einzuführen, so nach dem Motto, für eine 1 10€, für eine 2 5€ usw. Besonders wenn sich ein Kind bei einer Sache angestrengt hat die ihm nicht so liegt und dadurch Erfolg hatte, wird dies ein weiterer Ansporn sein. Man darf nicht aus allem gleich eine Ideologie machen.

Genau meine Meinung, wie Du unten lesen kannst! ::-)

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Sorry, erziehen kann man das nicht nennen, eher kaufen.

Man sollte Kinder unbedingt früh genug auf den Umgang mit Geld vorbereiten, was nur ein kleiner Teil der Erziehung sein kann, dazu gehört auch sie merken zu lassen, dass man durch Leistung verdienen kann und durch Faulheit oder auch Unvermögen verliert.

Bitte hinterher nicht beschweren, dass das Kind ja nur etwas macht, wenn es eine Gegenleistung dafür bekommt.

Ich vermisse da die Zuwendung, die vom Herzen und nicht vom Portemonnaie kommt.

Hallo,

es ist besser sein Kind mit emotionalen Mitteln zu belohnen, also es in den Arm nehmen und sagen, ich bin sehr stolz auf dich. Bei besonders großen Leistungen kann man auch mal mit ihm ins Kino gehen oder Eis essen gehen, o.ä.

Wenn das Kind bei jedem kleinen Handgriff Geld bekommt, verlangt es weiterhin auch Geld, von jedem und allem, es hat ja nichts anderes gelernt.

Ich finds okay. Mein Bruder und ich bekamen am dem Gym für Schularbeiten 3 Euro für 1er, nix für 3er, für 5er mussten wir 3 Euro in eine Sparkasse zahlen, der Betrag wurde am Ende des Schuljahrs behoben und dann gingen wir essen. Ging sich nur im ersten Jahr aus, dass Mama und Papa nix draufzahlen mussten ;-)

Es basiert alles immer darauf, dass man Geld bekommt, und umso mehr, je besser die Leistung ist - ich finds nicht falsch, wenn auch Kinder das schon lernen.

So ist es ;o)

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Ja und Nein. Zu einem gewissen Rahmen ist das durchaus in Ordnung, dass das Kind eine kleine (oder größere) Belohnung erhält, allerdings ist es auch wichtig, dem Kind zu vermitteln, dass es auch andere Werte gibt als Geld. Und Geld zahlen lassen, wenn mal was nicht so toll war, ist nicht gut (und dürftest du vom Gesetz her auch überhaupt nicht), sondern eher positive Dinge belohnen. Die Sache ist, auch wenn das Kind mal was "schlechtes" tut, sollte man daran denken, dass es ja nie um Leben oder Tod geht und das Kind muss ja dann lernen, wie es besser ist. Aber nicht denken, schlechtes Kind oder so, es hat halt nur noch nicht die entsprechende Lebenserfahrung.

Vorab Nein es ist nicht schlimm. Mich hat das immer angespornt gute Leistungen zu erbringen. Aber natürlich nur für Klassenarbeiten oder Zeugnis versteht sich. Aber erziehen im Allgemeinen macht aus dem Kind nen Materialistischen Menschen wenn du die komplette erziehung auf Geld beruhen lässt. Hausarbeiten,benehmen oder einfacherer Gehorsam sollte auf Disziplin und Respekt basieren. Aber denke das versteht sich von selbst

Solange es nicht die einzige Erziehung ist, spricht nix dagegen. Schließlich leben wir in einer kapitalistischen (Leistungs-)Gesellschaft. Gute Leitungen werden da auch monetär vergütet.

Es sollte aber definitiv nur eine begleitende Maßnahme sein und nicht die Basis der Werteerziehung darstellen.

Es gibt auch Leute, die gutes Geld für schlechte Leistungen bekommen.

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ich finde es in ordnung,gute noten mit geld zu belohnen. aber geld sollte nicht das einzige erziehungsmittel sein. ich würde meinen kindern zb kein geld dafür geben das sie ihre zimmer aufräumen,auch wenn sie es dann freiwillig tun würden ;) denn dann würden sie es nur fürs geld tun,nicht für sich selbst oder um mich zu entlasten. kinder sollen auch lernen,das man etwas aus hilfsbereitschaft tut. und es sollte auch nicht immer geld geben,sondern man kann auch etwas anderes vereinbaren,wenn ein bestimmtes ziel erreicht wird. gemeinsam in den freizeitpark,ins kino,irgendein teurerer wunsch den das kind hat wird erfüllt.

Ich finde das bedingt gut. Wenn es z.B.: Geld für gute Zensuren gibt und Max mit links 1en schreibt und Moritz sich tierisch anstrengen muss um eine 3 zu bekommen, ist das ungerecht, in meinen Augen, wenn das gleiche Geld gegeben wird. Ich würde Taschengeld geben, weil das Kind ja auch planen will, wie es sein Geld ausgibt. Aber wenn es für besondere Leistungen mal was extra gibt, finde ich das in Ordnung. Könnte aber auch der gewünschte Stift, dass Puppenkleid,........ oder so sein. ::-)

so ist das leben nunmal auch, dass man nur für gute leistungen bezahlt wird... also ich finde, dass das gar keine schlechte idee ist, man aber natürlich die relation finden muss, denn die kinder sind noch klein, aber dass man sie vorsichtig heranführt, ist in meinen augen gut :D

Solange nicht für alles Geld gegeben wird ist das in Ordnung. Wir machen das auch bei Schulnoten und gelegentlich gibt es auch was für Hilfe beim Rasenmähen. Aber nicht immer.

Wenn die Kinder sich unterschiedlich anstrengen müssen für gute Schulnoten dann sollte man dies unterschiedlich bewerten. Einer meiner Söhne hat nur was bekommen wenn er in Mathe eine 2 hatte. Der andere Sohn hat schon was bekommen wenn er in Mathe eine 3 geschrieben hat, weil er sich dafür genauso sehr anstrengen musste wie der Andere für seine 2.

Ich find es reicht wenn man sie lobt und ihnen ab und an das Fell gerbt, man sollte die kleinen Biester nicht allzu sehr verwöhnen, sonst werde sie es im Leben nie zu etwas bringen.

Gute Frage,

das BeLOHNungssystem fängt doch schon viel viel früher an.

Ich habe früher sehr oft den Satz, "Ordnung ist das halbe Leben" gehört. Dann muss ja die andere Hälfte die Unordnung sein und so soll es auch sein.

Ob es in diesen Zeiten so sinnvoll ist, sein Kind auf GELD zu trimmen, ist wieder eine andere Frage.

Eine sehr ernstgemeinte Leseempfehlung:

Von John Taylor Gatto, Titel: Verdummt nochmal

Ja denn es ist im Leben auch so, wenn sie sonst genug Aufmerksamkeit und Liebe bekommen (und Zeit).

ist heute allgemein üblich,wenn allerdings der enkel zur konfirmation nen einbezahlten sparvertrag über mehr als 10000€ vom opa bekommt,wirds fragwürdig.

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