Darf man im Islam Kaninchen / Katze als Haustiere haben?

16 Antworten

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Ja Kaninchen und Katzen darf man haben. Bedingung ist natürlich, sie gut zu behandeln, genug zu füttern etc., aber das ist ja selbstverständlich. ;)

"'Abdullah Ibn 'Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

"Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft*, weil sie sie solange einsperrte, bis sie verhungerte. Sie ging dafür ins Höllenfeuer. ... (Ihr wurde vorgehalten:)

»Du hast ihr weder Nahrung noch etwas zu trinken gegeben, als du sie einsperrtest, noch ließest du sie laufen, damit sie sich von den Tierchen der Erde hätte ernähren können.«"

Bukhary Hadith Nr. 2363 u. 3482

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ja man darf eine Katze oder auch ein Kaninchen als Haustier halten. Man darf nur keinen Hund im Haus halten, weil die Engel sonst das Haus nicht betreten. Man wird ja auch dafür belohnt wenn man einem Tier etwas zu Essen gibt und es gut behandelt.

Warum sollte gerade ein Hund nicht als Haustür gehalten werden dürfen und warum kommen dann "die Engel" nicht ins Haus? - Wie kann man diese Meinung einem intelligenten Menschen begreiflich machen?

Es ist unglaublich welcher "Gespensterglaube" hinter diesen Annahmen steckt. Ich kann deshalb Menschen, die daran glauben nicht als vollwertig respektieren.

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@derprediger

Hunde gelten als unrein deswegen.Wenn du dich an der Bibelstelle erinnern kannst ich glaube in der Offenbarung steht es geschrieben,dort heißt es das wir auf goldene Gassen laufen werden und im neuen Jerusalem wohnen werden.Dann heißt es das die Hunde draussen bleiben müssen.Ich meine es gibt noch eine Bibelstelle wo der Hund als unrein gilt.Vieleicht haben sie es von daher.

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@Sonnia22

Das ist nicht meine Aussage,sondewrn die Aussage der Bibel.Beschwere dich über die Bibel und desen Schreiber.

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@Gelehrter

@Gelehrter

Du berufst dich wahrscheinlich auf Off. 22, Vers 15. - Dort heißt es in verschiedenen Bibelausgaben .....draußen sind die Hunde, Zauberer, Unzüchtige, Mörder, .....

Es fällt mir allerdings schwer, dies in denselben Konsens mit den Vorbehalten des Islam gegenüber Hunden zu stellen. Leider fehlen mir zur weiteren Abklärung der Textbedeutung aber altsprachliche Texte.

Aus meiner menschlichen Logik heraus muß ich mich hierbei der Aussage der Bibel verweigern. Warum sollten gerade Hunde, als einzige Tierart im "neuen Jerusalem" keinen Platz finden. - Du wirst wahrscheinlich dafür auch keine Erklärung haben, oder doch?

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"Ibn 'Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:

"Ich hörte Abu Talha sagen, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes sagte:

»Die Engel betreten keine Wohnung, in der es einen Hund bzw. ein Bild und / oder eine Skulptur gibt. "

Bukhary Hadith Nr. 0172, 2237, 2363, 2365, 3321, 3323 f., 5480 u. 6009


"Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

"Während ein Mann unterwegs war, überkam ihn ein sehr starker Durst. Als er einen Brunnen sah, kletterte er in ihm hinab und trank von dem Wasser.

Sobald er aber aus dem Brunnen herausgeklettert war, fand er einen Hund, der aus Durst mit lechzender Zunge den Sand fraß. Der Mann sagte zu sich: »Dieser Hund befindet sich auf Grund des Durstes in der gleichen Lage, in der ich mich zuvor befand.«

Er kletterte dann wieder hinab, füllte seinen Lederstrumpf mit Wasser, hielt diesen mit seinen Zähnen fest (, kletterte hinauf) und ließ den Hund trinken.

Allah dankte* ihm dann (für diese Tat) und vergab ihm (seine Sünden).«

Die Leute sagten: »O Gesandter Allahs, werden wir auch für die Tiere belohnt?« Der Prophet sagte: »Für jedes Lebewesen werdet ihr belohnt.«"

(*Zu den 99 Namen Allahs gehört "Asch-Schakur (= Der Absolut Dankbare), d.h. dass Allah Seinem Diener für jede gute Tat dankt und ihm den Lohn - Seiner göttlichen Ermessung entsprechend - zukommen lässt:

Manche Muslime, die bewusst gemäß der Feinheiten des menschlichen Verhaltens nach Qur'an und Sunna handeln wollen, bringen ihre Dankbarkeit nicht in der üblichen Form "ich danke dir",

sondern in der aus dem Hadith hergeleiteten Idealform "Allah möge dir danken" (Arabisch: schakara-llahu lak),

welche dem Wohltäter den unermesslichen göttlichen Segen bringt.)

Bukhary Hadith Nr. 0172, 2237, 2363, 2365, 3225, 3321, 3323 f., 5480 u. 5516

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wenn es einen guten und allmächtigen gott gibt, der alle lebewesen nach einem evolutionären plan erschaffen hat und seine schöpfung liebt, dann wird er/sie/es sicher wollen dass wir alle gut zueinander sind und möglichst viel leid verhindern.

Somit wären fleischfressende Haustiere verboten, denn ihre Haltung bedeutet Tierleid, da wir es mit anderen Tieren füttern müssen. Somit wäre es erlaubt ein vegetarisches Kaninchen zu halten.

Der Gedanke ist nicht abwegend.Ja dann müsste man wahrlich alle fleischfressende Tiere aus dem Hause tun,auch schlangen,Fredchen etc.Aber leider leben wir nicht im Paradies.Denn da gab es damals keine fleischfressende Tiere,laut Bibel.

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@Gelehrter

Das ist sehr schade, denn ich für meinen teil mag alle lebewesen, auch die fleischfressenden. :) Ich bin mit dem katholischen glauben aufgewachsen, und obwohl ich nicht mehr gläubig bin, halte ich schlangen. Also quasi die unreinen tiere im auge der christen.

Aber wenn es nach vielen tierschützern und veganern geht, dann ist das im endeffekt genau das, was sie wollen.. nämlich alle haustiere, alle zoos, alle forschungen in dieser hinsicht verbieten. tiere nur mehr in freier wildbahn, damit unsere Fleischindustrie tatsächlich nicht mehr existiert.

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@Kriegspandemie

Wenn es tatsächlich einen "Gott" gibt, der alle Tiere geschaffen hat, wieso sollte dann etwas gegen fleischfressende Tiere sprechen? Schließlich heißt Tiere zu töten nicht, dass Tiere unermesslich leiden müssen. Nur der Mensch lässt für seine Nahrung Tiere wochen- und monatelang leiden...

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..... und viele, viele Menschen dürften das Haus auch nicht mehr betreten!

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@Sonnia22

Naja, man muss einen schritt weiter denken. Viele Religionen stellen das Tier unter den menschen und halten fest, dass das tier dem menschen zu dienen hat, ihn zu ernähren und zu kleiden hat. Demnach ist es eine heilige aufgabe die den tieren zukommt. Ein Tier zu töten um ein anderes zu ernähren ist mit sicherheit kein teil dieser religiösen aufgabe, da unsere nutztiere, die uns entweder kleiden oder ernähren, alle samt vegetarische sind. Erst Hund und Katze, die der mensch aufgrund des entstanden lebensmittelüberschusses richtig halten kann und die er sich angeeignet hat um gefährten zu erschaffen, fallen hier aus der reihe. Der haustier gedanke war früher stets mit einem nutzen verbunden, also katzen wurden geduldet aufgrund von mäuseplagen und hunde aufgrund vom schutz des menschen und der herde. Sie fraßen was sie fanden, der mensch hatte nicht die möglichkeit aufgrund von fleischmangel sie großartig zu ernähren und nur sehr reiche familien hielten wenn überhaupt diese tiere bei sich im haus. Die beziehung war also eine ganz andere. Fleisch war etwas sehr wertvolles, es wurde geschätzt und war nichts alltägliches.. geschlachtet wurde selten und nicht so wie heute wie am fließband wo es zu den eigentlichen qualen kommt durch die große masse. in unserer heutigen gesellschaft ist der konsum von fleisch nunmal mit schmerz und leid verbunden um den großen bedarf unter anderem an haustierprodukten zu decken.

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Katzen haben einen hohen Status im Islam und dürfen im Haus gehalten werden bzw. werden gerne im Haus gehalten siehe Perser Katze.Wahrscheinlich weil es immer schon sehr wichtig war dass ja keine Mäuse und Ratten ins Haus kommen und die meiden Häuser wo Katzen wohnen deshalb sind Katzen reine Wesen.Kaninchen sind Vegetarier und dürfen im Haus gehalten werden da man sie ja auch essen kann.Hunde leben draussen da sie als Wachhund aufpassen und auch Wölfe und andere Räuber vertreiben die die Menschen und das Nutzvieh von draussen angreifen könnten.Deshalb wäre es sinnlos einen Hund im Haus zu halten da er diese wichtige Aufgabe nicht übernehmen kann wenn er nicht draussen ist. Im Islam wird vieles noch nach dieser Mittelalterlichen Weltanschauung interpretiert und gilt deshalb so.Im Christentum wurde schon vieles reformiert und den modernen Anschauungen angepasst. Ich habe meine vierbeinige Alarmanlage auch lieber im Haus um dann gewarnt zu sein wenn was nicht stimmt und jemand aufs Gründstück kommt meldet sie das.Unsere Katzen sind auch im Haus weil es draussen zu gefährlich für sie ist( Jäger, freilaufende Hunde..) unsere Kaninchen haben ein sicheres 100qm Gehege mit Bäumen und Büschen da fühlen die sich zu viert richtig wohl im Haus würden sie sich nicht wohl fühlen.

Es ist halt so das der Koran ver. ausgelegt wird von den Imanen.Das habe ich als nicht-Muslim auch schon mitbekommen.Da ist es manchmal schwierig an was man sich da halten soll.Da jeder aber ein Gewissen hat,solle er nach besten Gewissen handeln.Was einem nicht schadet,kann auch nicht verkehrt sein.Es gibt wahrlich schlimme Dinge die der Mensch tun.Es gibt ja auch Menschen die pflegen kranke Tiere,warum soll es dann Sünde sein einen kranken Hund bei sich zu Hause haben,den man pflegt? Tut man damit dem Tiere nichts gutes? Denn es könnte ohne unsere Hilfe vielleicht sterben.Gutes tun ist immer gut.Nur im seltesten Fall kann auch was Gutes schlecht sein.

Handle einfach so,dass du niemanden schadest.Das ist meine Antwort

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