Darf man heutzutage wenn man ein Kopftuch trägt studieren und auch einen anständigen Job haben?

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11 Antworten

Natürlich - Viele Menschen tun genau das.

Das Kopftuch stellt nur in wenigen Ausnahmen ein wirkliches Hindernis dar. Die Ausnahmen sind beispielsweise, in einigen Bundesländern der Lehrerberuf oder auch Berufe, in denen ein Kopftuch möglicherweise mit dem Arbeitsschutz kollidiert. Auch kirchliche Einrichtungen können das Kopftuch verbieten und das ist in der Vergangenheit auch schon geschehen - vor Gericht bekamen sie das Recht zugesprochen.

Nun ist das erst einmal die Theorie - die Praxis sieht stellenweise nochmals anders aus. Gerade im Bezug auf die Arbeit, gibt es viele Arbeitgeber, die Frauen mit Kopftuch nicht einstellen. Als Begründung geben sie dies natürlich nicht an, jedoch wird eine Bewerberin ohne Kopftuch oftmals bevorzugt. Dagegen angehen kann man, wenn das im Rahmen eines Bewerbungsverfahren geschieht, nur schwerlich. Der Arbeitgeber kann sich Gründe "Loch und Löcher aus den Fingern saugen", warum er eine Bewerberin nun abgelehnt hat respektive sich für eine andere Bewerberin entschied. 

Auch gibt es immer öfter Klagen vor Gericht, in denen Arbeitgebern eine Form der Diskriminierung vorgeworfen wird - mit mal mehr und mal weniger Erfolg, je nach Fall. 

Es lässt sich festhalten, dass ein Kopftuch gerade in der Praxis durchaus zu Schwierigkeiten führen kann, bei der Jobsuche.

Prinzipiell gibt es aber kein Gesetz, dass einer Frau mit Kopftuch verbietet zu studieren oder zu arbeiten. Es ist nicht existent und dementsprechend darf man auch mit einem Kopftuch studieren und "einen anständigen Job haben" - man muss ihn eben nur finden und die nötigen Qualifikationen mitbringen. 

Liebe Grüße.

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Solche Fragen verweisen auf ein anachronistisches und flaches Menschenbild, vereinfachen soziale Zusammenhänge - z.B. in der Reduktion des Kopftuches auf religiöse Verlaufqualitäten (blenden z.B. familiäre, persönliche oder kulturelle Faktoren aus) und sind leider auch Anzeiger einer spezifischen Simplifizierungen in subalternen Schichten des Gesellschaft in einfachste Gußformen von stereotypen und framehaften Einstellungen, die allerdings attrahierend in sowohl politische als auch ökonomische Ebenen hineinwirken können (siehe die Erläuterungen des Users @ EinNarr).

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Kommentar von HansH41
29.08.2016, 09:54

Rosenblad, kannst du deine Stellungnahme auch in einfacherem Deutsch schreiben?

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Wenn du einen Teppichladen aufmachst, dann hast du einen anständigen Job und kannst problemlos ein Kopftuch tragen.

Wenn du in einem Betrieb arbeiten willst, dann wirst du beim Einstellungsgespräch sehr schnell merken, wie man auf dein Kopftuch reagiert. Meistens ist das Einstellungsgespräch dann sehr schnell vorbei.

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Kommentar von suziesext10
28.08.2016, 19:52

sie enden mit dem Schlusssatz: Wir danken für das Vorstellungsgespräch. Rufen Sie uns nicht mehr zurück. Wir werden uns melden. Viel Glück auf ihrem weiteren Lebensweg.

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Natürlich darfst du studieren etc, aber es gibt einige Berufe, in denen man kein Kopftuch tragen darf.

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Kommentar von MxrinaFxshion33
28.08.2016, 15:00

Ich hatte schon überlegt einfach zu sagen, dass ich mein Kopftuch aus Schönheitsgründen trage und nicht wegen meiner Religion. Ansonsten trage ich nämlich ganz normale Kleidung, normal halt Oberteil und Jeans. Danke für deine Antwort..

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Dürfen darf man in Deutschland fast alles. Ob gezeigtes Verhalten dazu beiträgt mehr Akzeptanz zu erhalten ist jedoch zu bezweifeln. Was soll das tragen eines Kopftuches im 3. Jahrtausend eigentlich aussagen. Doch nur eines, ich gehöre nicht zu euch denn ich bin Muslima. Schaut nur hin. Auf Grund der verschiedenen Ereignisse in den vergangenen Jahren haben nunmal die Menschen dieses Jahrtausends ihre Zweifel am Vorhandensein des klaren Verstandes bei Trägerinnen von Burka oder Kopftüchern, verbunden mit der Angst es könnte sich auf um Terroristen handeln.

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Kommentar von Rosenblad
29.08.2016, 18:12

Schreibt jemand der sich im Aushang als Psychologe selbst-deklariert – bedenklich wie wenig Verständnis für die gerade psychischen Zusammenhänge der Trägerinnen vorhanden ist (von kulturellen und idiomativen Belangen will an dieser Stelle nicht referieren). Und die überzogene Phobie konnotiert nun auf Verstand? – vielleicht sollte letzter Begriff im kognitiven Kontext einmal genauer beschrieben werden.

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kommt drauf an, warum du Kopftuch trägst: haste ne Glatze? Oder willst du deinen Glauben demonstrieren, dich also als Sunnitin und ehrbare Frau abgrenzen von deiner nicht-sunnitischen, nicht-ehrbaren Umgebung?

Ich schätze, mit so ner inneren Bunker-Haltung wirst du dir ziemlich sicher ne Menge Schwierigkeiten machen, und zwar nicht wegen Kopftuch, sondern wegen deiner starren Religionsauffassung, die sich durch reine Äusserlichkeiten und Demonstrationen zeigt, und nicht durch ein besonders menschlich wertvolles Verhalten.

Studieren kannst du natürlich, wenn du den entsprechenden Notenschnitt hast. Ob du nen Job kriegst, hängt von deiner Flexibilität, Qualifikation und Einsetzbarkeit ein. Wenn dich deine Religionsauffassung an solchen Eigenschaften hindert, haste eben schlechtere Chancen. Liegt immer an dir, denn ein Arbeitgeber wird sich nicht nach dir richten, sondern verlangen, dass du dich in den Betrieb einfügst.

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Kommentar von Rosenblad
29.08.2016, 10:46

Eine extreme perspektivistische Verkürzung: ein Kopftuch (oder irgendein anderes zur Stigmatisierung frei gegebenes Kleidungsstück einer Muslima)  wird eben nicht allein aus einer sunnitischen Fehldoktrin heraus (und damit Hostilität der Trägerin) „nach Außen zur Schau“ gestellt, sondern z.B. können familiäre, eheliche (z.B. im Zwang des Ehemannes oder der Schwiegermutter, Mutter, Vater, eines Brüder) kulturelle, psychisch-selbstsichernde (wegen eigener Traumata kann ein Rückgriff auf die tradierte Religion mehr als brauchbar sein), persönlichkeitsbindende (Glaube als Identitätsformat) usw. tragende Faktorenbündel sein.

Die Welt ist nicht bloß weiß und schwarz - v.a. aber sollte die Welt nicht in ein dauernd und maximal vorurteilsbehaftetes Prokrustesbett eingeflochten werden - Bitte etwas mehr Karuna!


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Was du während deines Studiums trägst (oder ob du überhaupt etwas anhast) interessiert absolut niemanden. Was den Job später anbelangt, kommt es darauf an, was du machen willst, aber da werden sich immer Möglichkeiten finden.

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Ja man kann, aber man muss sich bewustsein dass einige Berufswege mit Kopftuch z.Z. ausgeschlossen sind.

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Kommentar von antwortbittejup
28.08.2016, 15:01

Es ist sogar eine gesamte Berufsgruppe ausgeschlossen, nähmlich der öffentliche Dienst.

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Kommentar von MxrinaFxshion33
28.08.2016, 15:01

Aber warum ist das so? Was ist, wenn ich ein Kopftuch trage aber das Potential habe.. Was ist wenn ich das Kopftuch nur aus Schönheitsgründen trage und nicht aus religiösen Gründen?

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Klar darfst Du

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Wer sein private Gesinnung zur Schau trägt wird immer Schwierigkeiten mit anderen bekommen. Wenn dir deine Religion wichtiger ist als der Beruf, dann gehe in ein Kloster

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Kommentar von MxrinaFxshion33
28.08.2016, 21:01

Ich bin moslem, warum in ein Kloster?

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Man darf.

Das weißt du auch.

Was also soll diese provokante Aufmischfrage?

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Kommentar von MxrinaFxshion33
02.09.2016, 08:40

Nein, weiß ich nicht und ich weiß auch nicht inwiefern ich provoziere.

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Kommentar von MxrinaFxshion33
14.09.2016, 16:27

Tut mir leid, wollte nicht provozieren

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