Darf man einen Mörder "töten" um das Opfer zu retten?

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7 Antworten

Organspende ist oft nur bei Hirntod möglich. Wenn andere lebensnotwendiges Organ wie Herz oder Lunge betroffen ist, ist Organspende unbrauchbar, da der Körper den Sauerstoffzufuhr fehlt und daher die Zellen absterben. Und Organspende kann man nur direkt am Operation bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Kreislaufsystems durchführen. Es muss also theoretisch hier ein Mordversuch stattgefunden haben.

Eine Todesstrafe ist das juristisch gesehen eher nicht, aber moralisch ist das auch nicht. Erlaubt ist das auch nicht und sowas wird höchstwahrscheinlich auch nie passieren und erlaubt sein.

PS: Und ich möchte sicher kein Organ von einem Mörder haben, auch wenn ich 100 prozentig sterben sollte. Da will ich lieber ins Jenseits befördert werden.


Wenn die Todesstrafe per gesetz als abgesetzt gilt, ist das so. Kein Mensch darf somit als Strafe getötet werden. Sonst müßte man diverse Ausnahmen hiervon machen.
Deine Frage ist eine ethische: Kann es Fälle geben, den Tod eines Menschen zu verlangen, um einen anderen Menschen retten? Wie bei deinem Beispeil angeführt. Oder dein Beispiel gibt es auch in anderer Form: Wenn durch den Tod eines einzelnen Menschen mehrere anderer Menshcen gerettet werden. Oder der sog. Tyrannenmord: Ist es in Ordnung, einen Tyrannen umzubringen, damit dieser nicht noch mehr Menschen umbringt? Wie z.B. bei Hitler geschehen. Die Antwort kann meist nicht mit nur ja oder nein geklärt werden und die Meinungen dazu gehen naturgemäß auseinander.

Ein Mörder, der [keine psychischen Probleme hat und von] niemanden
gezwungen wurde, versucht jemand anders zu töten, der überlebt sehr
knapp.

Er wäre kein Mörder. Wenn das Opfer überlebt,  wäre er erstmal des versuchten Todschlags verdächtig.

Dabei hat der Mörder (man hat ihn schnell und ganz sicher ermittelt)

... so schnell könnte er nicht wegen versuchten Mordes verurteilt werden

das Opfer würde mit dem Organ ganz sicher überleben

Wer könnte das garantieren?

Es gelten zwar die Argumente gegen die Todesstrafe, wie oben genannt, aber der Aspekt dafür (Opfer überlebt), überwiegt er?

Nein. Die Todesstrafe bliebe trotzdem (in D) verfassungswidrig und wäre nicht gerechtfertigt.

Es ist nur eine erfundene Situation, ich kann jetzt versuchen weitere unwahrscheinliche Hintergründe zu suchen, wie dass der Mörder vorher jemanden schon getötet hat.

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@tommygilbert

Ja ;) zum Glück ist das (sehr) hypotethisch... wenn ich das Opfer wäre, würde ich lieber sterben wollen, als mit dem gewaltsam entnommenen (lebenswichtigen) Organ meines "Mörders" weiterleben...

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Ich würde sagen "Nein", 

denn auch der Mörder hat ein Recht auf Rehabilitation. 

"Die Menschenwürde ist unantastbar." - so heißt es zurecht im Grundgesetz. 

Wenn nun der Mörder die Menschenwürde des Opfers verletzt hat, berechtigt das nicht, auch seine Menschenwürde zu verletzen. 

Gleiches mit gleichem vergelten ist leider nicht zielführend. 

Denn: unterm Strich stirbt "sowieso" einer, trotzdem kann sich niemand anmaßen, welches Leben nun mehr Wert ist, das des Opfers oder das des Mörders. Mensch bleibt Mensch. 

Nach dem jetzigen Stand kommt der voraussichtliche Mörder (noch ist ja niemand tot) nur in den Knast.

Guten Tag,

Solch eine Maßnahme wird niemals eintreffen in der heutigen Zeit. Wäre manchmal gerecht. Wenn man einen sogar bewusst vollstrecken möchte.

Aber es ist halt in der Natur so, der stärkere überlebt. So war es schon immer.

Diese Frage hakt man unter , so nicht , ab!

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