Darf man einen Minijob haben...?

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4 Antworten

In vielen Arbeitsverträgen steht dass der Arbeitgeber erlauben muss, dass der Arbeitnehmer einen Nebenjob ausüben darf. Diese Klausel ist nichtig.

Wenn Du einen Nebenjob gefunden hast solltest Du Deinen Arbeitgeber darüber informieren. 

Wenn Du nicht bei der Konkurrenz arbeitest und die Arbeitszeitgesetze (Höchstarbeitszeit 10 Std./Tag, Wochenarbeitszeit im Schnitt von 24 Wochen oder sechs Monaten max. 48 Stunden, Ruhezeit von mind. 11 Std.) eingehalten werden, wird Dein AG Dir den Job nicht verbieten können.

grisu2101 09.07.2017, 08:31

Wenn alle Regeln eingehalten werden, dann würde ich meinen AG NICHT informieren. Kollegen und AG legen einem das oft als nachteilig aus, z.B.: "Nun isser heute wieder müde, klar, war gestern wieder nebenbei arbeiten..." So sind die Neider leider allzuoft.
Auch mit den Arbeitszeiten ist das so eine Sache.... 10h / Tag - klar, muss man sich dran halten.
"Brennt" es aber mal beim Hauptarbeitgeber, dann kümmert es ihn ganz sicher nicht....

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Hexle2 09.07.2017, 10:57
@grisu2101

Auch mit den Arbeitszeiten ist das so eine Sache.... 10h / Tag - klar, muss man sich dran halten.

Hier sind die Arbeitgeber auch gefordert, das zu beachten. 

Bezüglich der Information des Arbeitgebers kommt es (wie meistens) auch auf den Arbeitgeber an.

Wir haben auch Mitarbeiter mit Nebenjob. Mal ganz davon abgesehen, dass früher oder später sowieso "rauskommt" wenn ein Kollege noch einen anderen Job hat, ist das i.d.R. nicht nachteilig.

Wir haben z.B. einen AN der vor seinem Job im Lager noch beim nahegelegenen Briefzentrum zwei Stunden arbeitet.

Der Vorgesetzte ist informiert dass dieser MA nicht vor 7.00 Uhr kommen und auch keine Überstunden machen kann. Die Kollegen wissen das und da viele gerne ein paar Stunden mehr arbeiten wollen, teilen sie die Arbeit unter sich auch entsprechend auf (früher kommen - später gehen oder Samstagsarbeit).

Das funktioniert, alle haben einen Vorteil. Wäre der Nebenjob nicht bekannt, gäbe es bestimmt manchmal dumme Bemerkungen und man würde vermuten, der Kollege hat "keinen Bock" mehr zu arbeiten.

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Familiengerd 09.07.2017, 12:55
@grisu2101

Wenn alle Regeln eingehalten werden, dann würde ich meinen AG NICHT informieren.

Das könnte Dir unter Umständen aber schlecht bekommen.

Zwar ist die Ausübung eines Nebenjobs nicht von der Genehmigung durch den Arbeitgeber abhängig, und es ist auch nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass er informiert werden muss.

Die Pflicht des Arbeitnehmers zur Information ergibt sich aber zwangsläufig aus des Recht des Arbeitgebers, die Nebentätigkeit bei vorliegen konkreter stichhaltiger Gründe zu verbieten.

Das ändert sich auch nicht dadurch, dass DU meinst, entscheiden/beurteilen zu können, ob/dass "alle Regeln eingehalten werden", denn diese Beurteilung liegt im Recht des Arbeitgebers. 

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Du darfst neben der Vollzeittätigkeit einen Minijob machen, aber nicht beim gleichen Arbeitgeber.

Außerdem solltest Du in Deinen Arbeitsvertrag schauen. Nebentätigkeiten sind meist genehmigungspflichtig.

Familiengerd 09.07.2017, 13:02

Nebentätigkeiten sind meist genehmigungspflichtig.

Das ist falsch (möglich allenfalls im öffentlichen Dienst).

Die Ausübung einer Nebentätigkeit darf nicht von der Genehmigung durch den Arbeitgeber abhängig gemacht werden, da eine Nebentätigkeit immer erlaubt ist, wenn der Arbeitgeber sie nicht aus bestimmten konkreten Gründen verbieten darf.

Ansonsten wäre das nicht vereinbar mit der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Berufswahl und Berufsausübung nach GG Art 12 (auch wenn das Grundgesetz zunächst nur die Beziehungen zwischen "dem Staat" und seinen Organen und den Bürgern regelt).

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Wenn es in Deinem Arbeitsvertrag nicht steht, musst Du deinen Arbeitgeber NICHT fragen, wenn Du nicht im gleichen Gewerbe (Konkurrenz etc...) was machst.
Ansonsten darf jeder einen Minijob ausüben.

Wenn man es im Arbeitsvertrag stehen hat, müsste der Arbeitgeber ein "NEIN" sogar begründen. Grundsätzlich muss man ihn aber in diesem Fall um sein OK fragen.

Familiengerd 09.07.2017, 13:08

Grundsätzlich muss man ihn aber in diesem Fall um sein OK fragen.

Nein, muss man nicht.

Da eine Nebentätigkeit grundsätzlich erlaubt ist, ist eine Klausel, nach der die Genehmigung des Arbeitgebers eingeholt werden muss, unwirksam.

Die Abhängigkeit von einer Genehmigung wäre nicht vereinbar mit der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Berufswahl und Berufsausübung nach GG Art 12 (auch wenn das Grundgesetz zunächst nur die Beziehungen zwischen "dem Staat" und seinen Organen und den Bürgern regelt).

Der Arbeitgeber muss allerdings (lediglich) informiert werden, auch wenn das nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ergibt sich zwangsläufig aus dem Recht des Arbeitgebers, die Nebentätigkeit bei vorliegen konkreter stichhaltiger Gründe verbieten zu können.

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Einerseits muss Dein Arbeitgeber einem Minijob zustimmen. Andererseits darfst Du Deinem Arbeitgeber keine Konkurrenz machen, also in einem Hotel der Konkurrenz arbeiten.

grisu2101 08.07.2017, 19:35

Das stimmt so pauschal nicht, sondern nur wenn es im Arbeitsvertrag steht. Ansonsten darf sie einen Nebenjob machen, jedoch wie Du richtigerweise schriebst, nicht beim Konkurrenten.

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Familiengerd 09.07.2017, 13:13
@grisu2101

sondern nur wenn es im Arbeitsvertrag steht.

Das ist auch falsch!

Da eine Nebentätigkeit grundsätzlich erlaubt ist und nicht der Zustimmung des Arbeitgebers bedarf, ist eine Klausel, die die Einholung einer solchen Zustimmung vorschreibt, unwirksam.

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Familiengerd 09.07.2017, 13:11

Einerseits muss Dein Arbeitgeber einem Minijob zustimmen.

Das ist falsch (möglich allenfalls im öffentlichen Dienst).

Die Ausübung einer Nebentätigkeit darf nicht von der Genehmigung durch den Arbeitgeber abhängig gemacht werden, da eine Nebentätigkeit immer erlaubt ist, wenn der Arbeitgeber sie nicht aus bestimmten konkreten Gründen verbieten darf.

Ansonsten wäre das nicht vereinbar mit der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Berufswahl und Berufsausübung nach GG Art 12 (auch wenn das Grundgesetz zunächst nur die Beziehungen zwischen "dem Staat" und seinen Organen und den Bürgern regelt).

Der Arbeitgeber muss lediglich informiert werden.

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derhandkuss 09.07.2017, 21:33
@Familiengerd

Wie ich sehe, ist hier mal wieder ein allseits bekannter Troll unterwegs. Statt Fragen selbst zu beantworten werden Beiträge anderer Nutzer stets kommentiert, kritisiert und nach eigenem Ermessen "verbessert".

Wenn einzelne Nutzer im Glauben sind, eine Antwort besser zu wissen, sollten sie diese auch geben - und nicht nur stets die Antworten anderer Nutzer kritisieren und kommentieren!

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Familiengerd 09.07.2017, 22:35
@derhandkuss

Ein "Troll" ist wohl eher ein User, der keine Ahnung hat, aber trotzdem meint, im Brustton der Überzeugung eine - wie bei Dir - falsche Antwort geben zu müssen.

Aber egal, denn:

Erstens hat Hexle2 bereits die richtige Antwort gegeben.

Zweitens steht auch das Richtige in meinen Kommentaren; und es spielt dann keine Rolle, ob das als Kommentar oder als Antwort rüberkommt.

Drittens kannst Du - bei aller Bescheidenheit 😂 - aus meinem Kommentar zu Deiner Antwort noch etwas lernen. Ach ja, übrigens: Auch Dein "Andererseits darfst Du Deinem Arbeitgeber keine Konkurrenz machen, also in einem Hotel der Konkurrenz arbeiten." ist so nicht richtig! Alleine schon die Arbeit in einem Konkurrenzhotel ist nicht verboten, wohl aber eine Konkurrenztätigkeit!

Viertens habe ich ganz sachlich kommentiert. Es ist also schon bemerkenswert, dass Du nicht in der Lage bist, sachlich zu erwidern, weil Du keine Argumente hast und Dein "Heil" vergeblich in einer völlig unnötigen und unberechtigten Beleidigung suchst - ziemlich schwach!

Fünftens brauche ich mich in Anbetracht meine eigenen qualifizierten Antworten ganz bestimmt nicht gegenüber irgend jemandem zu rechtfertigen- besonders nicht vor Dir!

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