Darf man ein Spiel zu einem Verlag schicken mit Spielfiguren von anderen Spielen?

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2 Antworten

Ja, das erzeugt keine Probleme, solange es beim Prototypen bleibt. Du kannst Dich aber, wenn Du Dir unsicher bist, bei der SAZ, der Spieleautorenzunft, zur Absicherung erkundigen.

Heute halten es zwar viele Spieleeinreicherneulinge für gut, wenn sie sich möglichst von allem unterscheiden, was es auf dem Markt gibt und wollen Ihre Fähigkeiten präsentieren. Das ist in der Regel aber unnötig, weil etablierte Verlage Ihr eigenes Design und die Figurenaufmachung pflegen.

Schau Dir die Spiele gleicher Art bei verschiedenen Verlagen (z.B. Ravensburger, Zoch, Schmidt-Spiele, Adlung usw.) an, dann siehst Du direkt was ich meine.

Eine "junger" Spieleautor, und ich gehe davon aus, dass Du dich so verstehst, kann nicht damit rechnen, dass seine Gestaltungsvorschläge übernommen werden. Die "alten" erwarten es ohnehin nicht.

Es gibt nur ganz wenige Spiele, die so wie sie erfunden wurden, vom Verlag umgesetzt worden sind. Das bekannteste davon dürfte das Zahlenlegespiel Rummikub sein, was von allen Lizenznehmern weltweit in fast identischer Aufmachung herauskommt. Tri-ba-Lance und pusher sind ebensolche Spiele, an denen es nix zu verändern gibt, siehe für pusher die Verlage Peri + Theta. Bei Tri hat ein neuer Lizenznehmer das Design verändert und es an seine eigene Serie der Triominos angepasst. Diese Ausgabe hat sofort gefloppt. 

Allen drei vorgenannten Spielen ist gemeinsam, dass Design und Funktion eine Einheit sind. Wenn Du allerdings mit bereits auf dem Markt befindlichen Figuren einen spielfähigen Prototypen bastelst, gehe ich davon aus, das Aussehen, Spielfunktion und Regel wenig miteinander zu tun haben.

nur als prototypen. design besser neue figuren

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