Darf man ein Abwehr/schlagstock in der Wohnung benutzen wen man angegriffen wird?

10 Antworten

Wenn Du angegriffen wirst darfst Du Dich mit dem verteidigen, was Dir zur Verfügung steht und was den gegenwärtigen Angriff abwehrt - Notwehr. Wenn der Einsatz des Schlagstocks also einen gegenwärtigen Angriff abwehrt darf er eingesetzt werden - übrigens auch außerhalb der Wohnung, allerdings legalisiert eine Notwehrsituation nicht das Führen als Verstoß gegen das Waffengesetz.

Es ist hier immer die Frage nach der Notwendigkeit. Grundsätzlich darfst Du zur Notwehr das verwenden, was Du in der Nähe findest. Ein Schlagstock ist da jedoch unwahrscheinlich, da zu erwarten ist, dass er irgendwo verstaut ist. In der Notwehr wirst Du aber nicht die Zeit haben, den erst z.B. aus einem anderen Raum zu holen. Vorallem dann nicht, wenn er dich z.B. "abstechen" will.

Wenn er nur deine Sachen durchwühlt oder grad mit dem teuren Fernseher abhauen will, ist auch die Frage ob eine Körperverletzung überhaupt nötig war, oder ob es einen Notwehrexzess darstellt. Bei bloßen Einbrüchen reicht in der Regel die Anwesenheit des Eigentümers um die Straftat zu unterbinden.

Notwehr darf nur soweit gehen, dass der Täter seine Tat unterlässt. Alles was darüber hinausführt, ist Verboten und kann dir als wenigstens als Körperverletzung ausgelegt werden. Sobald der Täter ablässt, ist die Notwehr einzustellen.

Nehmen wir mal an, der Schlägt sich mir dir und aus purer Angst versuchst Du dich in Lebensnot noch irgendwie zu deinem Schlagstock zu schleppen... dann siehst die Sache schon anders aus. Aber das wird wohl selten der Fall sein und dann sollte man schon in der Wohnung und vermutlich auch an Dir die entsprechenden Spuren finden. Ein Raubüberfall wäre wohl hier ein Beispiel, wo Du dich durch Flucht in das Zimmer mit dem Schlagstock versuchst zu retten.

Aber ich gehe davon aus, dass diese Umstände fast immer auszuschließen sind.

Bei einer Notwehr wird immer geprüft ob diese gerechtfertig war, oder intensiv oder extensiv war. Bei intensivem Notwehrexzess gehst Du nur dann straffrei aus, wenn Du aufgrund von Verwirrung, Furch oder Schrecken gehandelt hast. Mit einem Schlagstock kommt es leider schnell zum extensiven Notwehrexzess. Du überschreitest das "qualitative" Maß in der härte der Notwehr oder der Wahl der "Verteidigungswaffe".

Mit einem Schlagstock kommt es leider schnell zum extensiven Notwehrexzess. Du überschreitest das "qualitative" Maß in der härte der Notwehr oder der Wahl der "Verteidigungswaffe".>

Das ist leider Unsinn. Die Notwehr muss nicht verhältnismäßig sein, nur erforderlich.

Notwehrexzess bezieht sich darauf, dass man die Abwehrhandlungen noch fortführt, obwohl der rechtswidrige Angriff nicht mehr gegenwärtig ist.

Also als Beispiel: Dieb liegt bereits bewusstlos am Boden (Angriff nicht mehr gegenwärtig), und man zieht ihm nochmal eine drüber, woran er stirbt.

Dann wäre das ggf. ein Notwehrexzess.

Wenn ich ihm direkt eine drüberzieht, und er stirbt, dann ist das eine absolut gerechtfertige Notwehrhandlung.

Der Angriff war gegenwärtig und rechtswidrig.

Die Handlung die erforderlich war um diesen Angriff zu beenden, war der Hieb mit dem Schlagstock

=> Rechtlich so korrekt.

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Du kannst in deiner wohnung oder auf deinem grundstück mit dür führen was du willst (schusswaffen nur mit schein) .und wenn einer auf dein grundstück kommt und dinge klaut darfst du ih nauch mit dem schlagstock verkloppen. was du nicht darfst ist unnötig oft auf ihn einschlagen oder übertrieben hart,das heißt ihn bewustlos schlagen darfst du aber ihn umbringen nur im äüßersten notfall wenn er dich auch mit waffen oder anderen gegenständen angreift,bedroht oder verletzt.

Ziemlich viel Unsinn

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@Reservist

Das ist kein Unsinn Reservist. Erst informieren, dann kommentieren. Schreckschusswaffen auf dem eigenen Grundstück sind uneingeschränkt erlaubt (auch ohne kleinen Waffenschein). "Echte" Schusswaffen aber nur mit Schein. Ein Schlagstock ist auf dem eigenen Grundstück ebenfalls erlaubt, und dass man auf den Angreifer nur solange einschlagen darf bis die Gefahr abgewandt ist (Eindringling liegt am Boden und stellt keine Gefahr dar) ist ebenfalls nicht verboten. Allerdings muss man später beweisen können, dass die Person einen tatsächlich angegriffen hat und sich nicht einfach nur in der Hausnummer irrte. Das kann dieser nämlich behaupten.

Naja, dass mit dem bewustlos schlagen oder zu töten war von oliberlin sicher übertrieben. Da gebe ich dir Recht Reservist. Im Übrigen gelten aber die Vorgaben der Notwehr und Nothilfe lt. StGB.

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@GoetheDresden

Da mit den SSW hast du Recht, das habe ich auch nicht bestritten. Der Rest ist aber Unsinn.

Man darf einen Angreifer auch lethal verletzen, auch wenn er keine Waffen dabei hatte.

Eine Notwehrhandlung muss erforderlich sein, nicht verhältnismäßig. Das ist ein Unterschied.

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@GoetheDresden

Auch echte Schusswaffen darf man auf dem eigenen Grundstück ohne Waffenschein führen, wenn man legal im Besitz der Waffe ist. Lediglich für das Führen einer Waffe außerhalb des eigenen, befriedeten Besitztums benötigt man einen Waffenschein oder zum Zwecke der Jagd eben einen Jagdschein.

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@oliberlin

Auf eigenem Grundstück führen , Begriff haben eine definierte Aussagekraft , ist erlernbar !

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und wenn einer auf dein grundstück kommt und dinge klaut darfst du ih nauch mit dem schlagstock verkloppen.

Falsch. Ich darf einen Einbrecher davon abhalten Dinge zu klauen, ich darf ihn aber nicht ohne weiteres verkloppen - wenn es ausreichend ist ihn festzuhakten muss das ausreichen.

was du nicht darfst ist unnötig oft auf ihn einschlagen oder übertrieben hart,das heißt ihn bewustlos schlagen darfst du aber ihn umbringen nur im äüßersten notfall wenn er dich auch mit waffen oder anderen gegenständen angreift,bedroht oder verletzt.

Was für ein Satz, ohne Grammatik und mit einer Groß- und Kleinschreibung die zum auswandern ist. Wie dem auch sei:

was du nicht darfst ist unnötig oft auf ihn einschlagen oder übertrieben hart […]

Richtig.

[…] das heißt ihn bewustlos schlagen darfst du […]

Nein, darf er nicht ohne weiteres....

[…] aber ihn umbringen nur im äüßersten notfall wenn er dich auch mit waffen oder anderen gegenständen angreift,bedroht oder verletzt.

...und das darf er auf gar keinen Fall. Allein die Tatsache dass der Angreifer bewaffnet ist berechtigt noch nicht diesen zu töten - zumindest nicht wenn es auch möglich gewesen wäre, den Agriff abzuwehren ohne dem Angreifer das Leben zu nehmen.

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@oliberlin

.und das darf er auf gar keinen Fall. Allein die Tatsache dass der Angreifer bewaffnet ist berechtigt noch nicht diesen zu töten - zumindest nicht wenn es auch möglich gewesen wäre, den Agriff abzuwehren ohne dem Angreifer das Leben zu nehmen.

Da hast du Recht. Aber man muss sich auf keine Risiken bei der Verteidigung einlassen.

Wenn man nur die Wahl zwischen seinen Fäusten und einer Pistole hat, ist eine tödliche Abwehrhandlung durchaus korrekt, da man hier für sich weniger Risiko eingeht, selber verletzt zu werden.

Es gibt zwei Grundsätze: a) Recht muss dem Unrecht nicht weichen und b) man muss sich auf keine RIsiken einlassen.

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@Reservist

Wenn man nur die Wahl zwischen seinen Fäusten und einer Pistole hat, […]

Stopp: Ich gehe einfach mal davon aus, dass der Überfallene diese Pistole und die Munition dazu legal besitzt, d.H. er ist Sportschütze oder Jäger und weiß was er da tut. Daher sollte er durchaus in der Lage sein, den Angreifer so anzuschießen, dass er kampfunfähig ist, streckt er den Einbrecher direkt tödlich nieder würde ich von einer Anklage wegen eines Tötungsdeliktes und dem Entzug der waffenrechtlichen Lizenzen ausgehen.

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@oliberlin

Daher sollte er durchaus in der Lage sein, den Angreifer so anzuschießen, dass er kampfunfähig ist, streckt er den Einbrecher direkt tödlich nieder würde ich von einer Anklage wegen eines Tötungsdeliktes und dem Entzug der waffenrechtlichen Lizenzen ausgehen.

Ich bin selber Sportschütze und besitze Waffen, dennoch würde ich IMMER auf den Torso schießen, aus zwei Gründen:

a) Größte Chance dass der Angreifer danach kampfunfähig ist

b) geringste Chance zu verfehlen.

Dieses ganze Gequassel "gezielt auf den Unterschenkel schießen" ist nämlich totaler Humbug, in den Sekundenbruchteilen kann man nicht gezielt sich eine Körperregion aussuchen, die dazu noch klein & beweglich ist.

Da wird auf das erfolgversprechende geschossen, und das ist der Torso.

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@Reservist

Das hat Reservist vollkommen richtig dargestellt. Es ist meistens ein erfolgloses Unterfangen auf die Extremitäten zu schießen. Wer so etwas behauptet, hat vom Schießen aber wirklich gar keine Ahnung. Außerdem ist das sowieso reine Hypothese. Denn ein beim Bruch gestörter Einbrecher wird dem Hausherrn keine Gelegenheit zum Kampf bieten.

Denn ein berufsmäßiger Einbrecher wird, sobald er sich von irgendjemandem ertappt fühlt, immer das Weite suchen und sofort fliehen. Selbst wenn ihm nur ein allein gelassenes Kind begegnet. Weil solche Profis nicht den geringsten Wert darauf legen, potentiell für irgend etwas anderes als für Einbruchsdiebstahl verurteilt zu werden. Da sind die Strafen recht moderat. Einbrecher sind normalerweise auch immer unbewaffnet und tragen eben nur ihr Werkzeug ( welches sie üblicherweise auch nicht zur Gewaltandrohung oder -ausübung verwenden*) mit sich (damit eben auch bei einer möglichen Verhaftung die Strafe gering ausfällt). Daher stellt sich auch für einen legalen Schusswaffenbesitzer die Frage des Gebrauchs der Waffe praktisch nie. Noch ehe die Waffe ins Ziel gebracht ist, hat sich der Einbrecher schon umgedreht und läuft davon. Verlasst euch drauf. Und dann darf man sowieso nicht mehr abdrücken, sonst ist man reif wegen Totschlag. Das ist es nicht wert, da muss man den Finger lang lassen! Ein Schuss in den Rücken ist keine Notwehr! Das büßt man mit mindestens zwei bis fünf Jahren Freiheitsentzug.

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