Darf man das Kind in die Ecke mit dem Gesicht zur Wand, zur Bestrafung stellen?

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9 Antworten

Generell gilt: Die "besten" Strafen, sind die, die dem Kind deutlich machen, was es falsch gemacht hat. Strafen sollten auch etwas mit dem Vergehen zu tun haben. Wenn ein Kind also etwas kaputt gemacht hat, wäre eine angemessene Strafe, das Kind dafür verantwortlich zu machen, den Schaden wieder gut zu machen (z.B. durch eine angemessene Strafarbeit), um deutlich zu machen, dass hinter dem Wert mancher Sachen harte Arbeit steckt.

Nun zur Frage: Ich würde diese Strafe nicht für jedes X-beliebige Vergehen anwenden. Was bewirkt sie? Das Kind muss für eine gewisse Zeit ruhig sein und darf am Geschehen um es herum nicht teilnehmen. Für welches Vergehen wäre das angemessen? Ich denke, beispielsweise um dem Kind klarzumachen:

  • ... dass es durch sein Verhalten andere Menschen ausgegrenzt/gemobbt hat - damit es lernt, wie es ist, ausgeschlossen zu sein
  • ... dass es durch sein Verhalten andere Menschen bei etwas sehr gestört hat - dann wäre die Strafe eher eine "Stille-Übung" und das Gesicht zur Wand nur dazu gut, um dem Kind keine visuellen Reize zu geben

In jedem Fall ist wichtig, dem Kind zu erklären, WARUM eine Strafe erfolgt.

"Ich brauche Ruhe für das, was ich hier mache. Du bist so laut, dass es mich wirklich sehr dabei stört. Damit du lernst, was ruhig sein bedeutet, wirst du jetzt..."

Und: Nicht immer ist Strafe die erzieherische Methode, die zu Erfolg führt. Manche Kinder lernen anders besser.

Hier meine Erfahrung.

Ich habe meine Tochter ein paar mal in die Ecke gestellt. Einmal weil sie zum dritten Mal den Badezimmerschrank ausgeräumt hat sich mit meiner Schminke geschminkt hat und den Nagellackentferner komplett auf den Boden geleert hat. Beim ersten und zweiten Mal fand ich es auch irgendwie süß und witzig, doch habe ich sie ermahnt dies nicht mehr zu machen, weil es meine Sachen gibt, die sie nicht anfassen darf. Beim dritten Mal nachdem die zweite Flasche Nagellackentferner auf dem Boden verteilt war, ist mir doch der Kragen geplatzt und ich habe sie zum ersten Mal in die Ecke gestellt. Sicher, das hat sie nicht verstanden und hat es auch nicht ernst genommen, ich habe sie immer wieder mit dem Gesicht zur Wand gedreht. Das fand sie dann aber gar nicht mehr toll und hat auch geweint, ich habe die Situation sofort entschärft und sie in den Arm genommen und getröstet und ihr noch mal erklärt dass es meine Sachen sind und es einen guten Grund gibt warum sie diese nicht anfassen darf. Hinzu muss ich sagen der Schrank hat schon ein Türschloß, bloß ist meine Tochter kräftiger geworden und hat den einfach runter gerissen, den zweiten dann auch. Da habe ich auch festgestellt nicht jedes Schrankschloß hält...

Weiterhin muss ich sagen, dass ich dennoch diese Methode für fragwürdig halte und ich fühle mich selbst nicht gut dabei.

Es war und ist immer noch eine Phase der Grenzüberschreitung seitens meiner Tochter, was ein ganz natürlicher und wichtiger Entwicklungsprozess ist.

Es war auch eine sehr lange Weile schwierig ihr die Zähne zu putzen, sie hat sich ein Spaß daraus gemacht und es dauerte meistens über eine halbe Stunde was ich in drei Minuten hätte erledigen können. Geduld ist wichtig, aber alles hat seine Grenzen. Dann kurz in die Ecke. Und dann vor die Wahl gestellt Zähne putzen oder zurück in die Ecke und ehrlich gesagt, seit dem ist das Zähne putzen überhaupt kein Problem und was meine Sachen sind die sie nicht anfassen darf ist auch sehr klar.

Mittlerweile, reicht nur der Vorschlag bzw. Androhung in die Ecke zu gehen aus um eine Grenze zu setzten bzw. schlechtem und trotzigen Benehmen etwas Einhalt zu gebieten. Dennoch auch dabei habe ich als Mutter kein gutes Gefühl.

Ich habe das nicht gemacht, weil ich sie beschämen wollte.

Außerdem, wurde das auch damals bei uns in der Schule praktiziert und nur paar Mal auch zu Hause. In der Schule hat das auch gute Wirkung gehabt, besser als vor die Tür setzten, da kann man ja noch tolle Sachen machen.

Meiner Erfahrung nach ist das eine wirksame Methode, die frei von körperlicher Gewalt (Schlagen) ist und besser funktioniert als Schimpfen, sofern dies sehr selten passiert. Dennoch ist es auch eine Form von körperlicher und psychischer Gewalt.

Bei älteren Kindern unter 10 funktioniert das auch, damit sie über ihr Fehlverhalten nachdenken. Die Zeit in der Ecke sollte auch möglichst kurz gehalten werden.

Aber grundsätzlich gilt für mich: Bestrafung vermeiden! Das tut (psychisch) weder dem Kind gut noch den Eltern.

Was soll das bringen, außer dass es sehr demütigend für das Kind ist.

Hast du keinen Mund, um zu sagen, was dir nicht gefällt und was du stattdessen gerne vom Kind hättest?

Ich finde es erbärmlich, dass so vielen Erwachsenen (gefühlt) nur Bestrafungen und Androhungen sowie Durchführungen von Konsequenzen in den Sinn kommt.

Auf der anderen Seite sind das die Eltern (Erwachsenen), die sich darüber beschweren, dass ihre Kinder ihnen nur noch das Allernötigste erzählen, wenn sie älter sind.

Mit solchen Bestrafungen (egal welcher Art) löst du das Problem nicht.
Also mal überlegt, weshalb das Kind so drauf war.
Könnte nämlich genauso gut am Erwachsenen gelegen haben, der auf respektlose Art und Weise über die Grenze des Kindes getrampelt ist.

Ich würde es nicht machen genauso wie ein Kind zu ignorieren ist das mit dem Kopf gegen eine Wand stellen für einen Jungen beziehungsweise einen jungen Menschen psychisch nicht gut denn dadurch wirst du die Situation die du damit abbrechen wolltest beim nächsten Mal vielleicht verstärken

Erkläre deinen Kind was es den falsch gemacht hat und auch warum du es jetzt beatrafst , Kinder brauche Erziehung die sollte auch konsequent sein sprich wenn etwas falsch gemacht wurde es erklären warum es jetzt beatrafst wird und nicht einfach ohne Erklärung bestrafen . Und konsequent bleiben

aber eine andere Bestrafung wäre sinnvoll , mir wäre da als Kind eingefallen ( 3/5jahr e wo ich in den Alter war ich hatte aus Wut die wand angemalt bei der Strafe , da mir langweilig gewurden wäre und vielleicht komnt dein Kind auch auf solche Dummheiten wie ich damals :-)

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Konsequent bleiben - wird gerne bei Erziehenden verwendet, die nicht merken, dass das ein komplett unrealistischer Trugschluss ist.
Außerdem brauchen Kinder keine Erziehung. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen auf respektvolle Weise Unterstützung beim Großwerden geben.

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Ebend trotzdem brauchen Kinder liebevolle Erziehung und wenn sie trotz des Wissens das sie etwas falsch gemacht haben , müssen Sie die konsquensen spüren wie gesagt sie müssen lernen wenn sie beispielsweise und man Muss halt die Strafe so machen das es versteht warum sie jetzt bestraft werden und wenn die verwahrnungen nichts geholfen haben Muss das Kind halt die Strafe bekommen und Eltern müssen dann konsequent sein , sonst kann es so enden wie es leidet sehr oft in der Gesellschaft ist das es solche Sendungen wie die Strengen Eltern der Welt nicht geben musste denn waren die Eltern liebevoll aber auch konsequent und auch mit regeln aufgewachsen wären solche Sendungen bräuchte man diese nicht . und wen Kinder keine gewisse Erziehung haben bekommen sie auch Ohr leben später nicht im Griff aber die Erziehung sollte liebvoll stattfinden da gebe ich dir recht .

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Nein, das gilt als >>Weiße Folter<< und verstärkt nur noch das unerwünschte Verhalten.

Ich finde das ist echt herzlos und respektlos gegenüber dem Kind, das ist echt etwas was selbst für Tiere ein NEIN sein sollte, schon die frage ist echt genau das selbe schon alleine daran zu denken statt normale Bestrafungen wie z.b ins Zimmer den ganzen Tag bis es sich wieder normal verhalten kann oder sonstige ... aber doch bitte nicht soetwas, sorry für den Text, die Rechtschreibung aber das hat echt sauer gemacht!!

falls man zu dumm dazu ist, dem Kind zu erklären warum dessen Verhalten falsch war, ja

wird aber langfristig mehr schaden als es kurzfristig bringt

Ja, ist in Deutschland nicht verboten... aber ob es dem Kind was bringt ist die andere Frage...

Mach lieber das Internet aus und nimm das Handy oder den Laptop weg ^^

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