Darf man das Kentern üben?

4 Antworten

bin ich mir meiner Annahme richtig, hier ohne Schein segeln zu können/ dürfen?

Ja. Segeln ist GRUNDSÄTZLICH Führerschein-frei, solange dein Boot keinen Motor mit mehr als 15 PS hat.

Muss ich dabei [Anm: beim Üben des Kenterns] irgendetwas beachten

Ja, beim Üben solltest du Gefahren und Gefährdungen ausschließen. Also nicht im Badebereich, nicht auf Fahrwassern, etc. Und SCHWIMMWESTE TRAGEN.

... darf ich das überhaupt so einfach machen?

Natürlich. Halte dich nur an den oben genannten Rat. Wenn du behinderst oder (dich oder andere) gefährdest und es stellt sich nur als "Übung" raus, kann es teuer werden.

Will ja nicht, dass da jemand sieht, dass mein Boot gekentert ist und dann Polizei oder ähnliches ruft oder das Wasserschutzpolizei zur Hilfe eilt

In knapp vier Jahrzehnten des Segelns habe ich das noch nie erlebt. Eher stellen sich die Leute ans Ufer und schauen dir interessiert zu.

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Denke unbedingt an die Unfall-Sicherung

Falls Leute mitfahren, zwinge sie Westen zu tragen. Übe mit ihnen auch, was ihr machen werdet, wenn ihr den Kahn nicht mehr aufgerichtet bekommt. 

Schaue dir auch noch mal die Notsignale an, die du absetzen kannst, wenn du feststellst, dass aus Spaß plötzlich Ernst geworden ist. Erst darauf wird man im Zweifelsfall reagieren.

Und ganz wichtig: Niemals, nie nimmer nicht unter keinen Umständen absolut nie vom Boot entfernen! Einzige Ausnahme: Es verabschiedet sich senkrecht nach unten. Dann solltest du nicht mittauchen.

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es ist ja ein fließendes Gewässer

Sicherlich ist das Segeln mit Strömungen schwieriger. Und es braucht Übung, damit klarzukommen. Ganz besonders, wenn der Wind parallel zur Strömung läuft. Mit oder dagegen. Aber das kannst du alles ziemlich gefahrlos üben, wenn du es einigermaßen vorsichtig angehst. 

Tipp: Fahre am Anfang IMMER ZUERST ein gutes Stück gegen den Strom hoch. Dann kannst du im Zweifel leichter nach Hause kommen. Und du entwickelst schneller ein Gefühl für die Strömung. (Die ist an der Peene aber nicht so reißend, wie du jetzt vielleicht noch glaubst. Nur für Segler ein bisschen "nervig".)

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Außerdem ist es ein gutes Training für den SKS (= Sportküstenschifferschein), bei dem du dich mit genau solchen Bedingungen auseinandersetzen musst. Da kannst du deine erlebte Praxis in die Theorie überführen.

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Also: Bewerte es nicht über. Aber unterschätze es auch nicht. Mit den "Standard-Sicherheitsregeln" bist du schon auf einem guten Weg...

Ja ich habe mich bezüglich des Segelscheins hier auch gerade durchgeschlagen. Garnicht so einfach, an infos zu kommen, ob man denn nun einen SS braucht oder nicht, wie zb in Berlin. Aber das ist auch geschafft. Naja Segelerfahrung habe ich ja genug, habe auf dem Steinhuder Meer viel Segelerfahrung sammeln können, habe da bei meinem Opa in Großenheidorn gewohnt und bin von da sogar mit Hund damals kreuz und quer über den ganzen See gesegelt.

Zum Kentern.. In der Übung zum Segelgrundschein damals habe ich das Kentern theoretisch gelernt, aber nicht praktisch.

In meinen 25 Jahren, die ich am STH Meer gesegelt bin, bin ich x mal auf dem Wasser gewesen und bisher einmal gekentert:

Da hat ein P-Boot geankert, allerdings keinen Ankerball gezeigt, man kann ja auf dem Wasser ziemlich schwer abschätzen, ob das Boot sich bewegt, wenn auch langsam, so habe ich erst im letzten Moment gesehen, dass die Leine vorne ins Wasser ragte und hab mir den Rest mit dem Anker schon zusammengereimt.

Naja dann notgedrungen ne Halse gemacht und da hatte sich dann meine Großschot verfangen und das Segel konnte nicht komplett auf die andere Seite schlagen, also platsch, gekentert :D 
Hab das Boot dann zwar langsam aufrichten können, (mein hund war da gottseidank nicht dabei) aber seit dem Augenblick hatte ich immer vor gehabt, das mal einige male zu üben.. Also absichtlich kentern, wieder aufstellen, trockensegeln und das ganze dann einige mal, bis ich vielleich sogar den Dreh raushabe, zu kentern, ohne selbst ins Wasser zu fallen und sofort aufs Schwert steigen zu können.

Dazu habe ich nun doch allerdings noch eine frage. Das Boot, welches ich mir hier gekauft habe, hat anstatt einem zwei Schwerter, jeweils an der Seite. Muss ich da noch was beachten?

Meine alte Vaurien hatte ja nur ein Steckschwert in der Mitte.

Lieben Gruß aus Wolgast =)

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@hardwarefix

Garnicht so einfach, an infos zu kommen

Ich will ja nix sagen, aber: www.wassersport-akademie.org ;)

Zum Kentern.. In der Übung zum Segelgrundschein damals habe ich das Kentern theoretisch gelernt, aber nicht praktisch. In meinen 25 Jahren, die ich am STH Meer gesegelt bin, bin ich x mal auf dem Wasser gewesen und bisher einmal gekentert:

Das ist schlecht. Übe es! Häufiger! Mit der Jolle regelmäßig. Dann musst du im Ernstfall nicht nachdenken. Und der Ernstfall kann schon "sche*ße kaltes Wasser" sein...

Naja dann notgedrungen ne Halse gemacht und da hatte sich dann meine Großschot verfangen und das Segel konnte nicht komplett auf die andere Seite schlagen, also platsch, gekentert :D

Ein Klassiker. :D

aber seit dem Augenblick hatte ich immer vor gehabt, das mal einige male zu üben..

Wie gesagt: Üben, üben, üben! Jedes Jahr einige Male! Ganz besonders, wenn du aufs "große Wasser" rausfahren willst...

Also absichtlich kentern, wieder aufstellen, trockensegeln und das ganze dann einige mal, bis ich vielleich sogar den Dreh raushabe, zu kentern, ohne selbst ins Wasser zu fallen und sofort aufs Schwert steigen zu können.

Das schaffst du fast nie. Also "trocken bleiben".

Außerdem brauchst du für den Schritt aufs Schwert das richtige Timing. Wenn du es zu früh machst, gehst du "unnötig" baden; und wenn du es zu spät machst, nutzt es nix mehr...

Das Boot, welches ich mir hier gekauft habe, hat anstatt einem zwei Schwerter, jeweils an der Seite. Muss ich da noch was beachten?

Im Regelfall NUR Lee-Schwert fahren. Nur platt vor dem Wind beide Schwerter EIN BISSCHEN stecken, wenn du an der Pinne unsicher wirst.

Damit erledigt sich auch das "auf dem Schwert Abreiten", denn das Leeschwert erreichst du NIE trocken oder auch nur rechtzeitig.

Trotzdem - oder gerade deswegen: Wenn du Kentern übst, stecke vorher BEIDE SCHWERTER VOLL REIN! Nur zur Sicherheit. Denn das obere Schwert macht's Aufrichten leichter. An dem unteren hängst du meist nur wie ein Schluck Wasser in der Kurve...

Und falls es dir passiert, während du nicht vorbereitet warst: Rumschwimmen; nachstecken! BEVOR du aufrichtest. Sonst kann es dir passieren, dass du dich beim Aufrichten so verausgabst, dass du nicht mehr in den Kahn kommst...

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Wenn du wirklich dein Boot nehmen willst Bau alles ab was geht oder nicht nötig ist.
Am besten gehst du dann in Gewässer wo es ca. 2-3M tief ist und du nicht durchkenterst. Dann einfach Großschot bis zum anschlag zuziehende und kentern

Ja, kentertraining ist prinzipiell möglich (kann auch spass machen ;)) aber es sollte mit einem möglichst kleinem, spärlich ausgestattetem und wenig beladenem Boot gemacht werden um Schäden zu vermeiden

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