Darf man bei Rente wegen Erwerbsunfähigkeit einen Mini-Job ausüben?

5 Antworten

Ich wollte es ja nicht, Doch der Vorschlag kam vom Berufshelfer.                   Wegen Herz OP 2011, zusätzlich. Trotzdem  arbeitete ein J. später wieder Volltime 10 Std. / Tag +6, + So 6 Std. . Ziemlich anstrengend wegen Herz Op Narben.
Nun mdE 90 %.   450 Euro Steuerfrei darf ich verdienen  nach Vorgabe der RV  3Std. 59 Min. täglich.

Sch...

Im Prinzip darf sie, aber die Meinungen gehen deshalb auseinander, weil die Grenze für den erlaubten Zuverdienst von so vielen Faktoren abhängt, dass das individuell geprüft werden muss. Sie kann das am besten direkt mit ihrer Rentenkasse klären oder sich bei der VdK Sozialberatung beraten lassen. Auf jeden Fall lohnt es sich, das vorher gut abzusprechen, damit nicht hinterher die böse Überraschung folgt in Form von unerwarteten Kürzungen oder gar Streichung.

Hallo muttisbester33,

Sie schreiben:

Darf man bei Rente wegen Erwerbsunfähigkeit einen Mini-Job ausüben?<

Antwort:

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, der hat in der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Vertrauensschutz bei Berufsunfähigkeit und kann jederzeit auf leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden, auch wenn am allgemeinen Arbeitsmarkt überhaupt keine leichte Tätigkeit verfügbar ist!

Aus Ihrer Beschreibung geht nicht hervor, ob es sich bei der bewilligten Erwerbsminderungsrente um eine teilweise- oder um eine volle Erwerbsminderungsrente handelt!

Handelt es sich um eine teilweise Ewerbsminderungsrente, so muß nachgewiesen werden, daß selbst leichte Tätigkeiten wie Pförtner, Museumswärter, Nachtportier und viele weitere leichten Tätigkeiten nur noch 3 bis unter 6 Stunden pro Arbeitstag ausgeübt werden können!

Die Höhe des zulässigen Hinzuverdienstes ergibt sich in diesem Fall durch die individuellen Vorgaben im Rentenbewilligungsbescheid!

Handelt es sich um eine volle Ewerbsminderungsrente, so muß nachgewiesen werden, daß selbst leichte Tätigkeiten wie Pförtner, Museumswärter, Nachtportier und viele weitere leichten Tätigkeiten nur noch unter 3 Stunden pro Arbeitstag ausgeübt werden können!

Bei der vollen Erwerbsminderungsrente darf seit 1.1.2013 generell monatlich bis zu 450 Euro und zweimal pro Jahr bis zu 900 Euro dazuverdient werden!

In jedem Fall muß die DRV sofort benachrichtigt werden, wenn eine Tätigkeit aufgenommen wird!

Stellt sich dann heraus, daß selbst leichte Tätigkeiten ausgeführt werden, welche im Rentenantrag als nicht mehr ausübbar deklariert worden sind, muß mit Entzug der Erwerbsminderungsrente gerechnet werden!

Fazit:

In jedem Fall ist es dringendst geboten, bereits vor Aufnahme einer Tätigkeit bei der DRV grünes Licht (schriftliches Einverständnis) geben zu lassen, daß gegen die Tätigkeit keine Bedenken bestehen!

Es kann eben nicht hingenommen werden, daß einerseits behauptet wird, daß diverse Tätigkeiten nicht mehr ausgeübt werden können und andererseits darüber nachgedacht wird, trotzdem eine Tätigkeit auszuüben!

Da werden bei der DRV logischerweise die Alarmglocken läuten und schlafende Hunde geweckt!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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