Darf man bei kununu die Wahrheit über den Arbeitgeber sagen?

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4 Antworten

"straffrei" vielleicht, aber nicht ohne Konsequenzen (dass die Firma strafrechtliche Schritte angedroht hat )

Auch wenn es die Wahrheit ist? Also, ich habe geschrieben, dass ich eine Krankmeldung liegen habe die bis Datum XY geht und dass ich einen Tag vorher per E-Mail die Aufforderung bekam, an dem Tag XY trotzdem arbeiten zu gehen, weil man niemand anders hat. Ich habe auch den Nachweis, dass ich an diesem Tag tatsächlich arbeiten war.

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@Sommer7713

Wenn er dich verklagt und das Gericht der Meinung ist, dass alles Wahrheit ist, dann darfst du das straffrei behaupten.

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@Sommer7713

AGB lesen soll auch sehr nützlich sein.

unter 8. Schad- und Klagloshaltung

Für Ansprüche, die von dritter Seite auf Grund von Arbeitgeberbewertungen gegenüber kununu gestellt werden, hält der Nutzer kununu schad- und klaglos. Dies gilt auch für die Kosten der Rechtsvertretung von kununu.

https://www.kununu.com/info/agb

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@franzi111

Bloß darf man hier in Deutschland die Wahrheit sagen. Wir leben nämlich in der Demokratie und nicht in der Diktatur. In der Diktatur war es tatsächlich so, dass man die Wahrheit nicht sagen durfte.... Aber die Zeiten sind zum Glück in Deutschland längst vorbei. Ich habe auch nur geschrieben, dass ich eine Kopie einer Krankmeldung habe, eine Aufforderung der ZAF an diesem Tag arbeiten zu gehen und den Nachweis, dass ich arbeiten war..... Was ist daran rechtswidrig?

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@Sommer7713

daran ist nichts rechtswidrig, aber du handelst dir jede Menge Ärger ein.

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@franzi111

Ich bin der Meinung, dass das keine Lapalie ist, was die gemacht haben. Es war im Dezember. Da sind die Straßenverhältnisse sehr schlecht. Ich hatte ca.35 km zur Arbeit. Wenn mir ein Autounfall passiert wäre, hätte mir passieren können, dass ich den Schaden hätte selbst tragen müssen. Außerdem war ich wegen einer schweren Bronchitis zu Hause. 3 Tage davon war ich im Krankenhaus und es wäre beinahe eine Lungenentzündung geworden. Ich hatte da auch nicht im Büro gearbeitet, sondern im Altenheim. Dort ist die Infektionsgefahr sehr groß, sowohl für die Pfleger, als auch für die alten Leute. Das Heim, das mich gebucht hatte, hatte auch keine Ahnung, dass ich krankgeschrieben bin. Die waren entsetzt, als ich das denen erzählte, weil sie meinten, wenn mir jetzt ein Arbeitsunfall passiert, bekämen sie (das Heim) mächtig Ärger. Ich geb dir zwar vollkommend Recht und wenn nicht eine noch bessere Antwort reingeht, kriegst du auch den Stern, aber ich bin der Meinung, wenn jeder wegsieht, dann artet das noch mehr aus und vielleicht hat dann wirklich ein Mitarbeiter das wirtschaftliche AUS, weil er für diese Firma gearbeitet hat. Das hat nichts mit Petzen und Blossstellen zu tun, sondern mit WARNEN und Dagegenhalten. Man kann dies auch als "Fürsorgepflicht für die Mitmenschen" bezeichnen.

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Ich denke, dass sich Arbeitgeber/Firmen in einigen Fällen gegen öffentliche Kritik im Internet wehren können und man immer Aufpassen muss, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten.

Man sollte keine Führungspersonen/Personen namentlich nennen. Es dürfen keine Beleidigungen enthalten sein oder unrichtige Aussagen behauptet werden. Kritik in sehr kleinen Betrieben wären ebenfalls bedenklich, da für Außenstehende leicht nachvollziehbar ist, welche Person beschrieben wurde.

Da die Anonymität im Internet nicht wirklich gegeben ist, sollte man vielleicht ausschließlich in Internet-Kaffees Bewertungen durchführen - natürlich unter Einhaltung der oben beschriebenen Etikette - da immer damit gerechnet werden muss, dass eine Firma strafrechtliche Schritte unternimmt. Ob man straffrei bleibt, entscheiden am Ende immer die Gerichte, oder?

Für den einen ist die Aussage bzw. Bewertung harmlos und für den anderen unter der Gürtelinie. Es gibt keine gültige Regelung, wann die Grenze erreicht ist. Zumindest kann man ruhiger schlafen, wenn man sich an obige Tipps hält.

Jetzt bleibt die Frage, ob die Bewertungsportale wirklich die Anonymität der Nutzer schützen? Zumindest wird damit geworben. Was passiert aber bei einer richterlichen Verfügung?

Googel einfach mal nach: "Gestörtes Vertrauensverhältnis" Arbeitgeber

Ich bin kein Antwalt, daher möchte ich das Thema hier nicht (ggf. falsch) zusammenfassen.

Nun, ich habe ja nur geschrieben, welche Schriftstücke (Krankmeldung, E-Mails, Nachweis, dass ich arbeiten war), mir vorliegen....Das sind Tatsachen und hat nichts mit "gestörtem Vertrauensverhältnis" zu tun. Außerdem arbeite ich nicht mehr dort.

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@Sommer7713

Probleme über eine öffentliche Plattform anstelle direkt mit dem AG zu klären ist ein "gestörtem Vertrauensverhältnis". Das ist aber nur ein Kündigungsgrund und keine Straftat, das kann dir also egal sein wenn du nicht mehr da arbeitest.

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Du darfst jedenfalls den Arbeitgeber nicht verleumden. Ob du es veröffentlichen solltest steht auf nem anderen Blatt. Wenn etwas arbeitsrechtwidrig gelaufen sein sollte, und du dafür Beweise hast, steht es dir frei, den Arbeitgeber zu verklagen. Aber macht das unter euch aus. Petzen hat noch niemand gemocht. Und wenn du arbeiten gehst, obwohl du krankgeschrieben bist, dann machst du das freiwillig und du kannst dem Arbeitgeber nichts.

Das hat nichts mit Petzen zu tun, sondern es geht darum, dass sich die Arbeitgeber künftig an die Fürsorgepflicht halten. Jemanden Krankgeschriebenen in die Arbeit zu zwingen ist keine Kleinigkeit, weil man nämlich da als Arbeitnehmer nicht unfallversichert ist. Verleumden ist, wenn ich wider besseren Wissen was behaupte, was nicht stimmt. Das was ich behaupte, kann ich beweisen und ich habe ja nur ins kununu geschrieben, dass ich eben diese Beweise habe. Den Rest kann sich dann jeder denken oder auch nicht.

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@Sommer7713

Wie gesagt, wenn sich der Arbeitgeber unrechtmäßig verhalten hat, dann gehe juristisch gegen ihn vor. Oder formuliere den Sachverhalt auf kununu so, dass Arbeitnehmer möglicherweise diese und jene Arbeitsunart erleben könnten. Ich kann solche Pranger jedenfalls nicht leiden.

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@Wutklumpen

Nun, ich habe das so formuliert: "... ich habe eine Krankmeldung vorliegen, die geht zum Tag XY. Einen Tag vorher bekam ich eine Mail, dass ich am Tag XY arbeiten muss. Ich habe auch den Nachweis vorliegen, dass ich an dem Tag tatsächlich arbeiten war".

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@Sommer7713

Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Kununu gemacht, aber ich muss dem Vorredner recht geben: Du trägst eine Mitverantwortung, wenn Du trotz Krankschreibung auf Arbeit gehst.

Solltest Du Dich jedoch im Recht fühlen, stehen Dir noch andere Mittel als Kununu zur Verfügung, wie beispielsweise eine Gewerkschaft oder die Beratung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht.

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Freiwillig? Hallo, ich hab nichts von freiwillig gesagt und selbst wenn ich das freiwillig gemacht hätte, hätte der Arbeitgeber NEIN sagen müssen, da er eine Fürsorgepflicht hat wegen dem Versicherungsschutz. Ich habe einen 30-Stunden-Vertrag gehabt und habe in diesem Monat 200 Stunden gearbeitet. Meinst du allenernstes, dass ich wegen 6 Überstunden mehr freiwillig so ein Risiko eingegangen wäre?

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@Sommer7713

Der Arbeitgeber kann dich nicht aus der Arbeitsunfähig rausholen. Er kann dich darum bitten, diese vorzeitig zu beenden. Wenn du dem nachkommst, solltest du beim Arzt das Datum aktualisieren lassen, oder ggf. bei der KK durchklingeln. Wenn er dich trotz Krankschreibung nachweislich gezwungen haben soll, dann hast du was in der Hand und kannst gegen ihn vorgehen.

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@Wutklumpen

Doch, das haben die so gemacht. Er hat mich nicht darum gebeten, diese vorzeitig zu beenden. Da war nämlich gar keine Zeit mehr, dies zu tun. Das war zu kurzfristig. Ich habe definitiv keine Gesundmeldung. Die ZAF schrieb mir die Mail nämlich erst, als diese schon offiziell Dienstschluss hatte... Auch mein Hausarzt, der mich hätte Gesund schreiben können, war nicht mehr da. Die Dame der ZAF meinte, als ich ihr meine Bedenken wegen des Versicherungsschutzes äußerte ".... kommen Sie schon. Es wird schon nichts passieren".

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