Darf man bei "Gefahr im Verzug" den Notarzt rufen?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Den Rettungsdienst ruft man, sobald man sich in einer Lage befindet, in der man selber nicht mehr Hausarzt gehen kann. Zum Beispiel wenn man sich verletzt hat (und zwar so schwer, dass du es selber nicht mehr sinnvoll behandeln kannst), wenn man Herz/Kreislaufbeschwerden hat etc. .

Ich habe in meinem Leben schon 2x den Notarzt gerufen. Es handelete sich nicht um lebensbedrohliche Ereignisse. Beim ersten Mal hat sich eine Bekannte den Arm gebrochen, da sie das Bewusstsein verlor und starke Schmerzen hatte, habe ich mich dagegen entschieden sie selber in die Notaufnahme zu fahren. Der Rettungsdienst war schnell da und konnte sie mit Schmerzmitteln versorgen. Laut Notarzt wäre es von mir fahrlässig gewesen, sie selber zu fahren.

Beim 2. Mal handelete es sich um einen Hundebiss bei einer über 80 Jährigen. Ihr Kreislauf sackte ab, deshalb habe ich wieder den Rettungsdienst verständig.

Mir wurde in beiden Fällen bestätigt, dass ich richtig gehandelt habe. Der Rettungsdienst steht einem in Notsituationen immer zur Seite.

Selbstverständlich darf man das. Auch ein abgeschnittener Finger ist ein medizinischer Notfall.

Grundsätzlich darfst Du den Notarzt immer rufen, wenn eine sofortige medizinische Behandlung dringend notwendig ist. Dafür ist er ja da.

Doch, wenn Behinderungen drohen, darf man den Notarzt rufen. Im Fall des abgeschnittenen Fingers ist es halt die Frage, ob man nicht jemanden da hat, der einen selbst und den Finger schnell in die Notaufnahme fährt. Je nach Wohnort kann das evtl. sogar schneller sein.

Was möchtest Du wissen?