Darf man bei der Arbeit kürzer treten und ist man verpflichtet Vollzeit zu arbeiten?

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14 Antworten

Den Vogel zeigen wird noch eine harmlose Reaktion sein. Nebenjobs bei der Konkurrenz sind ein "no go". Um das zu vermeiden steht ja in vielen Arbeitsverträgen dass Nebenjobs genehmigungspflichtig sind. Die AG möchten wissen wo ihre MA noch Geld verdienen.

Wenn Du dann auch noch Deine Arbeitszeit reduzieren möchtest würde ich als Chef Dich fragen ob Du nicht lieber ganz zum anderen AG gehen willst

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Kommentar von Julia13572
23.03.2012, 22:18

würde ich als Chef Dich fragen ob Du nicht lieber ganz zum anderen AG gehen willst

jojo, das habe ich vor. Aber noch ist da leider für Vollzeit nicht genug Arbeit. Aber das kann ja kommen. Aber wenn ich da nun ablehne, dann kann ichs natürlich ganz vergessen.

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Grundsätzlich musst du deinem Hauptarbeitgeber die Aufnahme einer Nebentätigkeit mitteilen,und der wird dir bestimmt nicht die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung bei einem anderen Rechtsanwalt erlauben.Dass mit "dem Vogel zeigen" hast du schon richtig gesehen.

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Hallo Julia 13572!

Grundsätzlich hat jeder Arbeitgeber die Pflicht, den Wunsch einer/eines Beschäftigten nach Reduzierung der individuellen Arbeitszeit gem. §§ 6 und 8 TzBfG zu berücksichtigen bzw. zu ermöglichen.

In diesem besonderen Fall würde ich jedoch bezüglich der Art des Zweitjobs noch einmal präzise im Arbeitsvertrag nachlesen, ob es da nicht ein Konkurrenzverbot gibt. Dies würde die ganze Sache dann unmöglich machen.

Und bitte nichts verheimlichen, da sonst eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt sein könnte!

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Tja, das ist in diesem Fall ein größeres Problem. Er würde ja nicht branchenfremd arbeiten, sondern bei einem Kollegen. Ein gewöhnlicher Chef würde das nicht haben wollen, weil er fürchten muss, dass seine Arbeitskraft evtl. Betriebsgeheimnisse ausplaudert. Mein Tipp: mit der Frage würde er sich definitiv in die Nesseln setzen.

Anders ist es natürlich, wenn die beiden Anwälte gute Kollegen sind, die gerne auch mal im Team arbeiten. Was allerdings eher seltener der Fall sein dürfte. Auf alle Fälle würde ich das nicht ganz ohne weiteres machen, das kann nach hinten losgehen.

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Wer soll dann deine Arbeit machen? Das würde ja mehr Arbeit oder sogar noch eine Aushilfe für deinen Chef bedeuten. In deinem Vertrag steht wie lange du arbeiten musst. Du kannst es nicht so einfach ändern und dein Chef muss es mit dieser Begründung auch nicht tun.

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Der Chef, bei dem man Vollzeit arbeitet, hat Anspruch auf die volle Kraft seines Arbeitnehmers. Außerdem wäre der andere Anwalt eventuell ein Konkurrent, da sollte ein Chef aufhorchen, man könnte sich ja mal beim jeweils anderen verplappern!! Und das ist strafbar!

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  1. ist dies nicht machbar, für zwei Anwälte gleichzeitig zu arbeiten, schon alleine wegen Interessenskonflikt

  2. kann der "Hauptchef" von dir erwarten, dass du trotz Zweitjob voll und ganz weiter deine Leistung in deinem Job bringst.

  3. ist das alles kein Wunschkonzert. Du hast einen Arbeitsvertrag unterzeichnet, den du zu erfüllen hast und zwar in dem Umfang, wie es dort festgehalten ist.

Du wirst keinen Chef finden, der dem zustimmt, schon gar nicht, wenn es sich beim Zweitjob um die Konkurrenz handelt!

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  1. kann ein Arbeitnehmer prinzipiell immer fragen, ob eine Verkürzung der Arbeitszeit geht. Je nach Arbeitsvertrag geht das (bei entspr. Kürzung des Gehalts) vertragsrechtlich also schon, aber ob er dich "entbehren kann und will"...

  2. wenn man einen Anwalt fragt, ob man "hier kürzer treten kann/darf" um bei einem anderen Anwalt zu arbeiten, fragt er sicherlich nach dem Warum - denn die Arbeit würde sich ja quasi gleichen und als Arbeitgebern würde ich da auch eher misstrauisch bzw. ablehnend reagieren.

  3. darüber hinaus kann der Anwalt mit Fug und Recht behaupten, dass er da einen Gewissenskonflikt sieht, wenn du für 2 Anwälte arbeitest, die evtl. vor Gericht mal die gleiche Mandantschaft (gegeneinander) vertreten müssen.

Wahrscheinlich wird er ablehnen - überlege dir also gut, ob du das wirklich machen / fragen willst :)

Und noch aus Neugier (wegen Punkt 2) Was würde es dir denn (finanziell) bringen? Nix, oder?^^

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Die Grundfrage ist, ob Du überhaupt bei einem Konkurrenzunternehmen arbeiten darfst. Denke mir eher nicht - also lese lieber Deinen Vertrag genauestens durch.

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na ich weiß nicht... beim anderen rechtsanwalt ist quasi bei der konkurenz

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In deinem Fall würde dein Chef dir sehr wohl den Vogel zeigen!

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Mir nen Vogel zeigen oder ist die Frage gar nicht so schlimm?

Genau,weil es zu einem Interessenkonflikt kommen könnte.

Er wird es bestimmt nicht erlauben.

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Der Haupt-AG dürfte dieses Ansinnen schlicht ablehnen - und das kann er - weil "jemand" nicht gleichzeitig für die Konkurrenz tätig sein sollte.

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Vogel zeigen trifft es gut. Würde ich auch machen.

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