Darf man als Vermieter zur Wohnungsbesichtigung der vermieteten Wohnung einen Zeugen mitnehmen?

8 Antworten

Besichtigungen sollte der Vermieter stets nur mit Zeugen bzw. in Gegenwart Dritter durchführen, weil er andernfalls bei einem Rechtsstreit mit dem Mieter riskiert beweisfällig zu bleiben und zu verlieren.In Deutschen Zivilprozessen ist keine Prozesspartei Zeuge in eigener Sache, sofern nicht ausnahmsweise ausgerechnet ihr Gegner ihre Vernehmung besonders beantragt und sie auch danach nicht auf ein Aussageverweigerungsrecht beruft.

Um den bislang haarsräubend rechtsirrigen Meinungen etwas Substanttieertes entgegenzusetzen:

Bei einer Wohnungsbsichtigung darst du weder fotografieren noch beliebige Zeugen mitnehmen, wenn der M dem widerspräche. Und das dürfte er aus Rechtsgrund Hausrecht und Privatspähre.

Allerdings hat er zu gestatten, dass sich ein namentliche benannter Funktionsträger, den er nur deswegen ablehnen könnte, weil es mit der konkreten Person Spannungen geben könnte, also Architekt, Gutachter, Immobilenmakler oder Handwerker einen unmittelbaren Eindruck verschafft. Und den könnte man selbstverständlich als Zeugen benennen.

G imager761

ist sogar besser so, aber nur nach Voranmeldung und Terminabsprache mit dem Mieter, zur Überprüfung des Zustands der Wohnung maximal alle zwei Jahre, bei gemedeten Schäden und geplantem Verkauf auch öfter.

eben nicht einfach so zur Überprüfung des Zustandes. Das ist kein triftiger Grund. Dazu gibt es neues BGH Urteil.

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