Darf man als Paar zusammen in die selbe Psychiatrie?

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7 Antworten

Also wie schon oben angedeutet haben wir es mit nacheinander in die Klinik gehen versucht, aber unser eigentlich guter Plan wurde von den dortigen Ärzten zunichte gemacht. :(

Als ich in der Klinik war habe ich mit den Ärzten gesprochen um abzuklären ob ein "fliegender Wechsel" (Wenn ich entlassen werde geht er kurz darauf rein, damit erst gar keine Wartezeiten von 3-5 Wochen auszuharren sind) möglich ist. Die Überweisung hat er sogar schon den Ärzten ausgehändigt.

Kurz vor meiner Entlassung meinten die Ärzte das mein Freund nicht rein dürfte. Zuerst fragte ich Ärztin "A" warum das so ist: Sie meinte das die Klinik meinen Freund nicht annehmen könnte, den wenn ich einen Rückfall habe und er gerade drin ist müssten die mich ablehnen. Klingt zuerst ganz logisch, ist aber nicht so den mein Freund war vor nicht mal 1,5 Jahren dort fast ein halbes Jahr Patient und ich habe ihn regelmäßig besucht. (Wir haben uns an die Regeln und haben auch keinen "mist" gemacht) Also hätte man mich ablehnen müssen und nicht ihn. Dazu kommt ich bin Borderliner und habe chronische Depressionen, mein Freund ist Borderliner und Bipolar. Diese Klinik ist auf Bipolare in unserer Stadt spezialisiert. Also habe ich mit Ärztin "B" gesprochen und ihr den Kompromiss vorgeschlagen das mein Freund angenommen wird und ich abgelehnt werde, da es in unserer Stadt eine Klinik gibt die auf Borderliner spezialisiert ist und ich zukünftig dort hingehe.

 Ärztin "B" meinte aber zu mir dass das gar nicht so schlimm wäre sondern sie den Eindruck habe das ich meinen Freund in die Klinik schieben will, weil ich seit mehreren Wochen das Thema immer wieder anspreche (klar, wenn man einfach nur mal höflich nachfragt, aber nach Wochen immer noch keine Antwort bekommt, fragt man dann immer wieder und wieder nach, ein einfaches nein, wir haben keinen Einfluss darauf und können daher keinen "fliegenden Wechsel" machen hätte voll und ganz gereicht).

Ich erklärte ihr das wir das schon länger geplant hätten, aber eigentlich mein Freund zuerst rein sollte, da ich aber so am Ende mit den Nerven war und er sich sorgen machte ließ er mir quasi den Vortritt, weswegen ich mich etwas schuldig fühlte und daher versuchte direkt von dort aus seine Wartezeit zu verkürzen. Ärztin "B" meinte ich könnte ja nochmal versuchen mit Arzt "C" zu sprechen. 

Was ich auch gleich versuchte, ich klopfte an die Tür und fragte höflich ob ich mit ihm nochmal über das Thema sprechen könnte und ob er gerade Zeit hat. Arzt "C" wollte gar nicht mit mir reden und meinte nur es wäre mit Ärztin "A" und "B" abgesprochen. 

Ich ging kaputter aus der Klinik als ich rein kam.....

 Mit starken Schuldgefühlen darf ich nun mit ansehen wie es meinem Freund von Woche zu Woche schlechter geht.....

Wegen diesen schrecklichen Erfahrung möchte ich eine Klinik die es wenigsten erlaubt das ein Paar in der selben Klinik sein darf, wie schon erwähnt es macht mir nicht aus wenn wir nicht auf der selben Station sind.

Nur so etwas wie vor 8 Monaten nochmal durchzumachen schaffe ich kein 2. Mal. Seit dem haben wir uns nicht mehr in eine Klinik getraut...

Es wär sinnvoll, wenn Du uns erst mal aufklärst darüber was die Diagnose war, weshalb Du in eine psychiatrische Klinik gekommen bist.

So kann man den Fall auch wesentlich besser einschätzen.

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Tag mal für 1-3 Raucherpausen zusammen setzen kann um zu reden, sich mental zu unterstützen und aufzubauen

Was durchaus kontraproduktiv sein kann, die Behandlung schwieriger oder unmöglich macht.

Einer der Gründe für eine stationäre Behandlung ist, den Alltag auszublenden. Dein Ansinnen würde dem entgegenstehen, da hilft dann nur ein Gespräch mit den Ärzten über den Sinn eines solchen stationären Aufenthalts ...

In der Regel wird das nicht gestattet und das ist auch gut so.

Ein solcher Klinikaufenthalt soll auch immer helfen, dass Menschen aus dem Alltag zu entfliehen und Bezieheungen ruhen zu lassen, um sich mal auf sich selbst konzentrieren zu können.

Nein, das ist nicht angebracht, schon rein aus therapeutischen Gründen nicht.

Bei vielen psychiatrischen Krankheitsbildern ist es zwingend nötig, dass für den Zeitraum der Therapie keine Kontakte - außer gelegentliche Besuche - bestehen zu nahestehenden Personen oder zur Familie.

In einigen Kliniken wird lediglich ein Telefonkontakt zugelassen aber kein persönlicher. Das hängt aber natürlich immer ab vom jeweiligen Krankheitsbild.

Der Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik dient dazuneben der Behandlung auch abzuklären warum die Probleme überhaupt bestehen.

Sobald Personen aus dem persönlichen Umfeld mit anwesend sind, ist eine vernünftige Abklärung nicht mehr möglich.

Wenn Partnerschaften gegeben sind und beide Partner ein psychisches oder psychiatrisches Problem haben ist es auch nicht angezeigt, wenn der/die Partner/in  in die gleiche Klinik geht im Anschluß an die Behandlung des
Partners.

In so einem Fall sollten prinzipiell zwei unterschiedliche Kliniken gewählt werden, weil nur so die Neutralität gegenüber des jeweiligen Falles gewahrt werden kann.

Diese Frage können Dir nur die behandelnden Ärzte oder die Klinikleitung beantworten. Das hängt auch davon ab wer welche Erkrankung hat. Der Klinikaufenthalt dient in erster Linie dazu, dass der Betroffene aus der Situation heraus genommen wird in der die Störungen entstanden sind. Der Betroffene soll sich herunter fahren können ohne täglich wieder eine Belastung zu erfahren. Erst wenn Ruhe eingekehrt ist, kann eine erfolgreiche Therapie beginnen. 

Das weis ich und das ist auch vollkommen logisch.

Allerdings war mein erster Aufenthalt in einer Psychiatrie sehr anstrengend und hatte andere Belastungen mit sich gebracht.

Viele vergessen das es nicht nur erhohlung und therapie ist sondern auch stark von den mitpatienten abhängt. 

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@DrawnToBlack13

Das Problem haben alle andere Patienten auch. Dein Partner ist nicht Dein Therapeut. Nimm es so wie es ist und akzeptiere es.

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Ich danke euch für eure schnellen und ehrlichen Antworten.  :)

Offenbar müssen wir wohl in den sauren Apfel beißen und getrennte Kliniken nehmen.

Es hätte uns viel Arbeit und Belastung abgenommen (und vor allem die Klinikangst, die durch schlechte Klinikerfahrungen entstand), aber andere schaffen es ja auch irgendwie.

Gut gemacht... Und JA, es gibt in Deutschland die HEILIGENFELD KLIENIKEN (schreibt man das so?) Die ist einfach nur toll... Die unterstuezen sogar eine Paartherapie, keine Trennung, kein SEXVERBOT und so weiter. Schau mal im Internet. Dein / Euer Hausarzt kann euch da sicher helfen. Aber google mal im Net. Das wird euch sicher gefallen.

Danke, schau ich mir gleich mal an.

Aber um den Sex geht es eigentlich gar nicht.

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@DrawnToBlack13

Ja, ich glaub Dir. Ich war schon drei Mal dort. Sie sind einfach nur toll. DieTherapien sind anstrengend, aber dass Personal und Therapeuten sind fantastisch. Man fuehlt sich sofort ZU HAUSE dort. Hoffentlich klapt das. VIEL ERFOLG FUER EUCH BEIDE

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@evviva:

Bei einer Paartherapie handelt es sich um eine ganz spezielle Behandlungsform, die normalerweise nur angesagt ist, wenn es sich
um partnerschaftliche Probleme handelt. So etwas findet auch nicht in Kliniken statt.

Ich nehme an, dass Du die Mitbehandlung von Angehörigen meinst bei ganz speziellen psychiatrischen Krankheiten, wie zum Beispiel bei Suchterkrankungen oder den verschiedenen Depressionserkrankungen.

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@Adlerblick

Nein, es geht ihnen dort um Paar/als auch Familientherapie. Allerdings gibt es nur eine Klinik der HEILIGENFELDSTIFTUNG die Paare oder Familien aufnehmen und soweit ich weiss in Waldbrunn. Bin mir aber nicht ganz sicher ob der Ort so heisst. Im Net werden die Kliniken alle vorgestellt. Als Suchtperson kommt man allerdings gar nicht rein. 

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@Adlerblick

@Evviva: Bei den Heiligenfeld-Kliniken handelt es sich um reine Psychosomatische Kliniken, das hat nichts mit einer Psychiatrischen Klinik zu tun.

So können bestimmte Krankheitsbilder in einer Psychosomatischen Klinik gar nicht behandelt werden, wie beispielsweise Suchterkrankungen, Depressionen, Eßstörungen, AD(H)S.

In Psychosomatischen Kliniken werden organische Krankheiten behandelt, hinter denen unter anderem Psychische Ursachen stehen.

In einer Psychiatrischen Klinik werden die psychiatrischen Krankheiten behandelt. Evtl. damit verbundene Folgeerkrankungen werden dabei mit earbeitet, doch primär geht es immer um die Ersterkrankung, die einen psychiatrischen Hintergrund hat.

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