Darf man als Detektiv von seiner Waffe gebrauch machen?

8 Antworten

Detektiv SYSTEM Detektei ® antwortet

Interessante Frage norrie!

Zunächst sollte angemerkt werden, dass Detektive in Deutschland in Tätigkeitskategorien zu unterscheiden sind. Sicherheitsmitarbeiter mit §34a und Sachkundeprüfung kommen beispielsweise im Tätigkeitsbereich "bewaffnete Geldtransporte durch Boten" zum Einsatz. Grundvoraussetzung zum Führen der Waffe im öffentlichen Raum ist in Deutschland immer die nachgewiesene Waffensachkunde. Des Weiteren haben sich privatgewerbliche Waffenträger einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Außerdem ist ein Bedürfnis zum Führen der Waffe nachzuweisen - hier also die Gefährdung, die sich aus dem Transport großer Geldbeträge ergibt. Die gleichen Anforderungen werden an bewaffnete Personenschützer im Dienst privatgewerblicher Sicherheitsunternehmen gestellt. Der klassische Privatdetektiv, dessen Tätigkeit das Beobachten und Ermitteln ist, hat in Deutschland kein Bedürfnis zum Führen einer Schusswaffe während der Ausübung dieser Tätigkeit. Grundsätzlich ist die Anwendung der Schusswaffe nur bei gegenwärtigen, nicht mit anderen Mitteln abzuwendenden Gefahren für das eigene Leib und Leben bzw. das einer nahestehenden Person und nach Verhältnismäßigkeit zulässig (Notwehr und Notstand). Die Hintergrundgefährdung ist hierbei besonders zu beachten. Das Tragen der Schusswaffe innerhalb großer Menschenansammlungen (Volksfeste zum Beispiel) erfordert die gesonderte Erlaubnis der zuständigen Behörde.

Ein Detektiv darf von seiner Waffe gebrauch machen wie jeder andere Normal-Bürger auch. Also z. B. in Notwehr. Das darf meine Oma aber auch (würde ich ihr aber nicht empfehlen). Detektiv zu sein bedeutet nicht, irgendwelche Sonderrechte zu haben. Für Messer o. ä. braucht man keine Waffenschein.

Richtige Antwort! Er darf sie verwenden zur Notwehr (um sich zu 'verteidigen') oder zur Nothilfe (um andere zu 'verteidigen').

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