Darf man als Azubi einen Nebenjob ausüben (über 18 Jahre)?

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9 Antworten

Nebenjob

Ein Nebenjob ist eine berufliche Tätigkeit, der Arbeitnehmer parallel zum Hauptberuf nachgehen. In der Regel handelt es sich dabei um eine geringfügige Beschäftigung, auch „450-Euro-Job“ oder „Minijob“ genannt. Auch Auszubildende in einer dualen Ausbildungoder schulischen Ausbildung können einen Nebenjob aufnehmen. Der Zusatzverdienst kann sich auf die Höhe der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) und des Kindergelds auswirken.

Wann ist ein Nebenjob in der Ausbildung erlaubt?

Grundsätzlich ist ein Nebenjob während der Ausbildung erlaubt, wenn der Ausbildungsvertrag nichts anderes besagt. Auf jeden Fall muss der Ausbildungsbetrieb vorab informiert werden. Der kann den Nebenjob in folgenden Fällen untersagen:

Der Ausbildungserfolg ist gefährdet, weil sich der Nebenjob negativ auf die Leistungsfähigkeit des Azubis auswirkt.Der Nebenjob findet bei der Konkurrenz statt: Es gilt das „Wettbewerbsverbot“, demzufolge volljährige Arbeitnehmer nebenberuflich nicht für konkurrierende Unternehmen tätig sein dürfen

.http://www.ausbildungspark.com/ausbildungs-abc/nebenjob-ausbildung/

Aus diesem Grund unbedingt mit dem Chef reden.

antuan123 07.07.2017, 19:36

Entgegen der weit verbreiteten Meinung können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern durch Standard-Formulierungen im Arbeitsvertrag (z.B. Nebentätigkeitsverbot) nicht generell die Aufnahme von Nebenjobs verbieten. Der Chef kann dem Mitarbeiter daher nicht einfach eine Nebentätigkeit verbieten, auch wenn das im Arbeitsvertrag steht. Auch die Formulierung "Eine Nebentätigkeit darf nur dann ausgeübt werden, wenn sie vom Arbeitgeber vorher genehmigt wurde" verstößt gegen das Grundrecht auf freie Berufswahl.

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 Wenn in meinem Vertrag davon nicht die Rede ist, dass ich meinen Vorgesetzten bescheid geben muss, muss ich dies trotzdem tun?

Ja, das solltest Du. Du musst nicht um Erlaubnis fragen aber Du musst ihn informieren. Verbieten kann Dein AG Dir die Nebentätigkeit nicht, wenn Du einiges beachtest:

Du darfst Deinen Nebenjob nicht bei einem Konkurrenzbetrieb ausüben, Deine Ausbildung darf unter der Nebentätigkeit nicht leiden und die Arbeitszeitgesetze müssen eingehalten werden.

Auf die Einhaltung der Arbeitszeitgesetze müssen auch Deine Arbeitgeber achten.

Du darfst max. 10 Stunden/Tag arbeiten, die Wochenarbeitszeit darf im Durchschnitt von 24 Wochen oder sechs Monaten 48 Wochenstunden nicht überschreiten und die Ruhezeit von mind. 11 Stunden muss eingehalten werden.

Hallo.

Ja du musst deinen Chef um Erlaubnis fragen, jedoch ich war auch im öffent. Dienst.
Es wurde dann gefragt   was ich denn da verdienen würde. Da hat man mir angeboten, davon Abstand zu nehmen ich würde bei der nächsten VA-Sitzung mit meiner Kollegin je eine Gehaltsstufe mehr bekommen.

Waren auch 360 DM damals. Das war noch    besser.

Viel Glück und Erfolg.

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Erlaubnis geben. Aber in der Ausbildung wirst du dazu kaum Zeit haben

Beginne erst einmal Deine Berufsausbildung da wirst Du merken,daß Du dort mehr gefordert wirst als in der Schule.Wenn Du nach einer gewissen Zeit den Eindruck hast,daß Du noch zusätzlich etwas leisten könntest dann informierst Du Deinen Arbeitgeber.Der muß aber nicht unbedingt zustimmen,Deine Leistungen in der Ausbildung könnten darunter leiden oder Du möchtest bei einer Konkurrenzfirma arbeiten.

Ja, wenn du ...

  • Deinem AG keine Konkurrenz machst.
  • Deine Arbeitsleistung bei deinem AG darunter nicht leidet.
  • Deine maximalen Arbeitsstunden nicht überschreitest

Du solltest deinen AG darüber informieren - genehmigen muss er dies nicht.

Du brauchst das Einverständnis deines Ausbildungsbetriebes. Wenn dieser glaubt, dass dadurch das Ausbildungsziel gefährdet ist, kann er das auch ablehnen.

Hoppser123 07.07.2017, 19:38

Wo steht dies, dass man das Einverständnis braucht?

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herzilein35 07.07.2017, 20:02

Das ist Tasache das man die Einverständnis brauch. Die Ausbildung geht vor.

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Als Arbeitnehmer musst Du den Haupt-Arbeitgeber in Kenntnis setzen und er muss es akzeptieren, Als Auszubildender musst Du die Einverständnis des Ausbildenden einholen, das "ok" des Ausbilders reicht nicht. Zudem musst Du die jeweiligen Arbeitszeiten dem jeweiligen anderen AG melden, damit Du nicht mehr Arbeitszeit bekommst, als das AZ-Gesetz zulässt.

antuan123 07.07.2017, 19:29

Entgegen der weit verbreiteten Meinung können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern durch Standard-Formulierungen im Arbeitsvertrag (z.B. Nebentätigkeitsverbot) nicht generell die Aufnahme von Nebenjobs verbieten. Der Chef kann dem Mitarbeiter daher nicht einfach eine Nebentätigkeit verbieten, auch wenn das im Arbeitsvertrag steht. Auch die Formulierung "Eine Nebentätigkeit darf nur dann ausgeübt werden, wenn sie vom Arbeitgeber vorher genehmigt wurde" verstößt gegen das Grundrecht auf freie Berufswahl.

Ich glaube gut informiert bist du nicht oder?

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Novos 07.07.2017, 19:36
@antuan123

@ antuan123, warum stellst Du deinen Kommentar bei meiner Antwort ein? Ich habe nichts von Formulierungen in Verträgen geschrieben.

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Ja klar musst Du Deinem Vorgesetzten Bescheid geben. Er muss Dir einen Nebenjob genehmigen. Du darfst zum Beispiel Deinem Ausbildungsbetrieb keine Konkurrenz machen. Bist Du zum Beispiel bei einer Versicherung beschäftigt, darfst Du für die Konkurrenz keine Versicherungsverträge verkaufen.

Hoppser123 07.07.2017, 19:37

Nein, er muss diesen eben nicht genehmigen.

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derhandkuss 07.07.2017, 19:42
@Hoppser123

Der Ausbilder kann dem Nebenjob widersprechen! Das kommt einer Genehmigung praktisch gleich.

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herzilein35 07.07.2017, 20:04

Doch er muss genehmigen

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