Darf Leiharbeitsfirma Urlaub für Vorstellungsgespräch verweigern?

3 Antworten

Wenn Dein Sohn "normal" Urlaub nimmt, braucht er nicht mitzuteilen, zu welchem Zweck!

Für eine bezahlte Freistellung (ohne Anrechnung eines Urlaubstages) muss er den Grund für die Freistellung natürlich mitteilen.

Auf eine solche Freistellung hat er allerdings erst Anspruch, wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde.

Das Bürgerliche Gesetzbuch BGB § 629 "Freizeit zur Stellungssuche" sagt dazu:

Nach der Kündigung eines dauernden Dienstverhältnisses hat der Dienstberechtigte dem Verpflichteten auf Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses zu gewähren.

Freistellung für ein Probearbeitsverhältnis muss der gegenwärtige Arbeitgeber nicht gewähren, dafür muss Dein Sohn "normal" Urlaub nehmen - wenn er ihn denn gewährt bekommt. Allerdings muss man dazu sagen, dass das "eigentlich" dem Zweck des Urlaubes widerspricht und man hier nur nach dem Motto verfahren kann: "Wo kein Kläger, da kein Richter!".

Es gibt keinen Anspruch auf Frei wenn er sich eine neue Arbeit sucht denn er ist ja nicht gekündigt.

Was er in seinem Urlaub macht geht die ZAF aber herzlich wenig an. Er ist nicht verpflichtet, seine Pläne in der Firma darzulegen.

Hallo,

Da das Arbeitsverhältnis bereits länger besteht muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nach § 629 BGB diesem eine angemmessene Zeit auf Freistellung gewähren, wenn er vom potentiellen Arbeitgeber konkret zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde.

Dieses Recht auf Freistellung gilt aber nicht für ein Probe-Arbeitsverhältnis, welches ein künftiger Arbeitgeber im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens wünschen könnte. Siehe auch hier:

http://www.frag-einen-anwalt.de/Urlaub-fuer-Vorstellungsgespraech-__f162236.html

Wenn Dein Sohn also angibt, die bezahlte Freistellung für ein Vorstellungsgespräch zu benötigen, so muss der momentane Arbeitgeber dieses im angemessenen Rahmen auch gewähren. Ob er eine Freistellung für Probearbeit gewährt, ist fraglich. Eventuell mal unbezahlten Urlaub dafür beantragen.

Probearbeit in Verbindung mit ( bezahltem ) Urlaub wird als Wunsch kaum Erfolg haben, weil Urlaub der Erholung zu dienen hat.

mfg

Parhalia

Der § 629 spricht aber von einem gekündigten Arbeitsverhältnis. Dein Anwalt äußert sich zur Beendigung eines befristeten AV.

Der Sohn ist weder gekündigt noch befristet. Aus der Zeitdauer des AV kann ich keinen Anspruch herleiten.

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