Darf Leiharbeitsfirma Lohn einbehalten?

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4 Antworten

Schön, dass dein Freund einsieht, dass er sich klar der Arbeitsverweigerung schuldig gemacht hat. In den Verträgen steht zu 99%, dass er sich mit so einem verhalten schadensersatzpflichtig macht. Der AG ist berechtigt eine wirksam beanspruchte Summe von laufenden Zahlungen einzubehalten.

Wirksam bedeutet - sie müssen deinem Freund schriftlich den Schaden erklären und den Anspruch auch somit geltend machen - ohne dies ist eine einseitige Kürzung der Bezüge ein klarer Rechtesmissbrauch.

Also gilt - erst den Schaden geltend machen, dann erst abziehen und nicht umgekehrt

okay erstmal danke woher weiß ich aber das der Schaden der mir schriftlich erklärt wird auch richtig ist ? ich mein die können sich ja jetzt einfach ne Summe ausdenken und im Endeffekt dann mehr Geld einbehalten als ihnen zu steht ? Im Arbeitsvertrag steht dazu nämlich kein % Satz ??

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@jayxa

Ein Schadensersatz ist maximal auf ein Bruttogehalt beschränkt... bzw auf den Teil, der, der in fraglichen Zeitraum entstanden ist. Übel nur, dass der Zuhälter mehr pro Stunde vom Freier bekommt als du verdienst...

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Hallo!

Eines vorneweg - Leihfirmen sind die grössten Verbrecher!!!!! Jetzt zu deine Frage: Die abgearbeiten Stunden die dein Freund gemacht hat MUSS die Leihfirma in volle Höhe auszahlen! Das dein Freund zum einen anderen Einsatzort nicht erschienen ist, ist ein Kündigungsgrund aber kein Grund das der Lohn für abgearbeitete Stunden einbehalten wird!!!! Geht bitte zu einen Anwalt für Arbeitsrecht und verklagt die Leihfirma die noch fehlenden Arbeitsstunden zu bezahlen! Sollte dein Freund arbeitslos zur Zeit sein kann er ein Antrag für Prozeßkostenhilfe beantragen!!!!

MFG!

Okay Supiii Dankeschööön =)

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Ich war mal bei einem Anwalt für Arbeitsrecht und der sagte mir ganz klar, dass man selbst in dem Fall, wo der AG das Gehalt des Vormonats (o.ä.) noch nicht gezahlt hat, also seinen Teil des Vertrages nicht erfüllt hat, unbedingt weiterhin zur Arbeit erscheinen muss bis die eingereichte Kündigung wirksam ist (oder man vom AG eine Kündigung erhält), sonst kann man dafür haftbar gemacht werden! Dann ist das in deinem skizzierten Fall sicher erst recht so. Ich würde mich an eine Rechtsberatung wenden, ob sich da noch irgendetwas machen lässt.

Es kommt auch etwas darauf an, wann sich Dein Freund bei seinem Arbeitgeber gemeldet hat, um ihm mitzuteilen, dass er nicht zu diesem Einsatz fahren kann. Wenn festgestellt wird, dass die Firma durch sein Verhalten tatsächlich einen Kunden verloren hat und sie Deinem Freund vorsätzliche Schädigung nachweisen, können Sie ihn für den entstandenen Schaden tatsächlich bis zu einem gewissen Grad haftbar machen. Nicht nur der Arbeitnehmer hat Rechte, sondern auch der Arbeitgeber. Eventuell sind davon, dass die ZA-Firma den Kunden verloen hat, noch andere Arbeitsplätze betroffen. Eventuell mussten andere Mitarbeiter dieser Firma gekündigt werden, weil der Kunde absprang. Schon mal daran gedacht?

Ja du hast Recht. Ist ja auch alles verständlich und mein Freund sagt ja auch nix wenn die für ihren Schaden was abziehen was ich kommisch finde ist das der Typ von der Firma am Telefon zu mir meinte mein Freund sei so unzuverlässig deshalb habe er ihm extra den neuen Einsatzort per Post gesendet und als wir dann nochmals telefoniert hatten meinte er das mein Freund der erste Mitarbeiter war der in dieser Firma bei diesem NEUEN Kunden anfangen sollte und das der Kunde jetzt abgesprungen ist weil mein Freund nich aufgetaucht is ... Ich mein Hallo wenn er davon ausgeht mein Freund sei so unzuverlässig wieso schickt er ihn als ersten Mitarbeiter zu einem Neuen Kunden ? Also ausser meinem Freund als Mitarbeiter und dem Kunden haben die Niemanden verloren. Und selbst wenn da so eine Situation war sind die doch verpflichtet den Lohn zu bezahlen ? ich mein wir müssen auch unsere Sachen irgendwie bezahlen und haben uns da keine Gedanken gemacht das des Geld nicht pünktlich kommt !

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