Darf Krankenkasse Anschrift an Dritte (Eltern, etc.) weitergeben?

5 Antworten

Grundsätzlich gibt eine Krankenkasse keine Daten an Dritte ohne deren berechtigtes Interesse. Bei Volljährigen ist immer nachzufragen, ob das o.k. ist.

Natürlich ist man nicht dagegen gefeit, wenn etwas gefälschtes vorgelegt wird, dann kann auch eine Behörde mal eine Auskunft erteilen.

Telefonisch sowieso nicht.

Mit welcher Begründung sollte DEINE Krankenkasse überhaupt irgendwelche Auskünfte an deine Eltern geben, wenn du volljährig bist?

Wenn du nicht volljährig bist, haben deine Eltern das Aufenthaltsbetsimmungsrecht und sollten eigentlich wissen, wo du wohnst

Mein Vater hat mit gefälschter Vollmacht bereits Daten erfragen wollen- allerdings erfolglos.

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Dafür muss er nicht zur Krankenkasse. Dafür geht er einfach zum Einwohnermeldeamt und verlangt gegen Gebühr deine Adresse.

So einfach ist das.

bekommt er aber auch nur, wenn für die Adresse kein Sperrvermerk hinterlegt ist.

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@eulig

Das gilt nur für JVA's, Asyleinrichtungen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Frauenhäusern und Suchtkliniken.

Einfach so wird keiner Adresse ein bedingter Sperrvermerk zugeordnet.

Aber selbst wenn ein Sperrvermerk eingetragen ist, kann eine Auskunft erteilt werden. Im Vorfeld muss der Betroffene nur dazu angehört werden, dass jemand von ihm eine Auskunft will. Entscheidet die Behörde danach, dass mit Erteilung der Auskunft keine Gefahr für den Betroffenen ausgeht, wird die Auskunft erteilt.

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