Darf ich von der Nebenkostenabrechnung der Miete die Gutschrift behalten?

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4 Antworten

das kommt maßgeblich darauf an,

ob das eigentliche Insolvenzverfahren noch läuft oder nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens bereits die sogenannte Wohlverhaltensphase begonnen hat.

Im noch laufenden Insolvenzverfahren sind solche Geldzuflüsse als Vermögen massezugehörig und müssen an den Treuhänder abgeführt werden und zwar gänzlich. Es erfolgt auch keine Zusammenrechnung mit dem Arbeitseinkommen. Es handelt sich ja nicht um Arbeitseinkommen. Daher gibt es für solche Geldzufluss im laufenden Insolvenzverfahren auch keinen Pfändungsschutz.

Für die Zeit n a c h Aufhebung des Insolvenzverfahrens (in der Wohlverhaltensphase)sieht es hingegen ganz anders aus. (Neu)Vermögen verbleibt dann wieder beim Schuldner (Ausnahe 50 % einer Erbschaft), da solches und vergleichbares Vermögen (wie bspw. Steuererstattung, Nebenkostenerstattung, Versicherungsgelder usw.) eben kein Arbeitseinkommen ist somit auch nicht von der Lohnabtretung des Treuhänders in der Wohlverhaltensphase erfasst wird.

Man kann also nicht einfach hergehen und lapidar ein "Nein" oder "So ist das bei privatinsolvenz nun mal" in den Raum stellen.

Mein Tipp dazu: Erst denken, dann antworten.

nein! das ist ein zusatzeinkommen und wird dir gegengerechnet. du darfst ja nur den für dich festgesetzten satz behalten, das andere kommt den gläubigern zugute.

nein, auf keinen fall. das wird der gläubigermasse zugerechnet und dort verteilt. dir steht nur der dir zugestandene satz zu und sonst nichts. so ist das bei privatinsolvenz nun mal.

Ich nehme an, da gibt es klare Regeln, wie mit Einkünften jeder Art zu verfahren ist.

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