12 Antworten

Der Beschuldigte darf auch lügen. Nicht nur vor der Polizei, sondern auch vor Gericht. (Da heißt's dann aber Angeklagter.)

Dieser Grundsatz ist nur in Havarieverfahren und in manchen militärischen Verfahren durchbrochen.

Nervt das einen Juristen eigentlich nicht ungemein, wenn hier Laien juristische Fragen mit einer vermeintlichen Sicherheit beantworten?

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Im Prinzip könnte man lügen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass man sich mit einer Falschaussage strafbar macht. Also sollte man im eigenen Interesse statt zu lügen, die Aussage verweigern

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@dock69

Ein Beschuldigter KANN sich nicht wegen Falschaussage in eigener Sache strafbar machen! Der Beschuldigte hat das RECHT zu lügen. Das ist ein Grundsatz unseres Rechtsstaates.

(Liebe Oleandra: Das ist ein Beispiel, das nervt.)

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@WolfRichter

Das war mir nicht bekannt. Meine Antwort auf die ursprüngliche Frage wird demnach korrekt, wenn sie folgendermaßen geändert wird?

Sicher ist, dass, wenn du in einer Verhandlung als Zeuge lügst (egal ob ohne oder mit Eid), du bestraft werden kannst.

Ob du bestraft werden kannst, wenn du als Beschuldigter oder in einer polizeilichen Vernehmung lügst, weiß ich nicht. Allerdings könnte das Verfahren in die Länge gezogen werden oder deine Falschaussagen stoßen (u.U. kostenintensive) Ermittlungen in eine neue Richtung an; beides erhöht die Verfahrenskosten, die du zahlen musst, sobald du den Prozess verloren hast; nicht "falls", sondern tatsächlich "sobald", denn meistens kommt es früher oder später raus.

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@WolfRichter

Lieber WolfRichter: Ja, das war die Art der Antworten, die ich auch meinte ;-).

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@WolfRichter

Ich denke, dass der Fragesteller weniger an der Theorie, als an der Praxis Interesse haben könnte. Einem Beschuldigten zu raten, im eigenen Interesse bei der Polizei zu lügen, wäre ein schlechter Rat. Zwar ist das Lügen selbst nicht strafbar, jedoch berührt die falsche Aussage mit höchster Wahrscheinlichkeit andere Straftatsbestände (siehe meine direkt Antwort zu dieser Frage) aufgrund derer man dann zur Verantwortung gezogen und somit dann doch indirekt bestraft werden kann. Auch durch die Falschaussage provozierte Folgekosten, z.B. Gutachten, könnten bei einer späteren Verurteilung eine sehr schmerzhafte Strafe bedeuten.

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@dock69

Erstens: Ich rate grundsätzlich nicht zu lügen; ich stelle die Rechtslage dar.

Zweitens: Deine direkte Antwort auf die Frage ist so juristisch nicht haltbar. Es reicht nicht, Gesetze zu lesen; man muß sie auch verstehen.

Ich habe nichts dagegen, wenn ein Laie sich irrt; ich finde es aber impertinent, wenn ein Laie auch noch auf seinem Irrtum beharrt.

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Sicher ist, dass, wenn du in einer Verhandlung lügst (egal ob ohne oder mit Eid), du bestraft werden kannst.

Ob du bestraft werden kannst, wenn du in einer polizeilichen Vernehmung lügst, weiß ich nicht. Allerdings könnte das Verfahren in die Länge gezogen werden oder deine Falschaussagen stoßen (u.U. kostenintensive) Ermittlungen in eine neue Richtung an; beides erhöht die Verfahrenskosten, die du zahlen musst, sobald du den Prozess verloren hast; nicht "falls", sondern tatsächlich "sobald", denn meistens kommt es früher oder später raus.

Nein, darf man nicht, weder bei der Polizei oder vor Gericht, weil dabei zwangsläufig das Risiko besteht, dass dadurch eine Straftat vorgetäuscht oder begünstigt wird oder ggf. eine falsche Verdächtigung geäußert wird. Laut Strafgesetzbuch ist das jeweils strafbar, siehe §§ 257, 145d und 164. Man darf allerdings als Beschuldigter die Aussage verweigern, wenn man sich sonst belasten würde.

Du musst bei der Polizei gar nichts sagen. Kann aber sicher auch negative Auswirkungen für dich haben.

Nein. du darfst die Aussage verweigern um dich nicht selbst zu belasten.

Doch. Der Beschuldigte darf auch lügen.

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Natürlich nicht! Lügen darfst du nie.... egal vor wem, vor der Polizei, vorm Richter, vor Mutti oder vorm Spiegel! Wer lügt hat immer etwas zu verheimlichen! Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann mußt du dazu stehen und nun die Strafe auf Dich nehmen! Lerne daraus, Ehrlichkeit zahlt sich aus.... vielleicht wirds ja gar nicht so schlimm. Du reitest dich sonst nur noch mehr in den Mist rein!

Moralisch gesehen darfst du nicht lügen. Aus rechtlicher Sicht musst du nicht sagen wie es war. Am sinnigsten ist den Mund zu halten. Wenn es was schwereres ist, dann nimm dir einen Anwalt. Bist du allerdings zur Zeuge, dann MUSST du bei der Wahrheit bleiben, da du sonst bestraft wirst. Und das ist nicht gerade unerheblich.

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Natürlich doch. Jedenfalls im Rechtstaat.

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Lügen tut man auch sonst nicht.. Bleib immer bei der Wahrheit. Es sei denn du müsstest dich selber belasten, dann darfst du auch schweigen.

Du kannst eine Aussage verweigern, wenn du dich selbst belasten würdest.

Laß es lieber, Du machst Dich nur unglaubwürdig.

alles was sie jetzt sagen, kann vor Gericht....

Ja, Du stehst ja nicht unter Eid.

Wenn du Zeuge bist: nein. Sonst immer

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