Darf ich Soja essen, wenn ich Vegetarier und Mann bin?

9 Antworten

Nein, Soja enthält keine weiblichen Hormone. Das ist ein Gerücht auf das man nur reinfallen kann, wenn man sich mit Biochemie nicht besonders gut auskennt. Was Soja tatsächlich enthält, sind Phytoöstrogene. Die haben aber nichts mit dem Östrogen beim Menschen zu tun, und wirken auch nicht so. Tatsächlich sind es sogar wertvolle Antioxidantien die dem Körper helfen mit freien Radikalen fertig zu werden, uns somit das Krebsrisiko senken. In zu hohen Mengen können sie aber tatsächlich auch unerwünschte Effekte haben, wie z.B. die Behinderung der Bildung von Schilddrüsenhormonen. Dafür muss man aber schon ein bis zwei Kilo Soja am Tag essen. Bei bis zu 300g Soja am Tag ist die Menge so gering, dass eine Wirkung ausgeschlossen ist. Ich persönlich esse eigentlich nie mehr als 250g Tofu an einem Tag.

Soja hat hervorragende Nährwerte. Das Aminosäureprofil ist besser als das von Rindfleisch, nur das Soja nicht die ungesunden gesättigten Fettsäuren und das Häm-Eisen von Rindfleisch enthält. Außerdem ist es eine sehr gute Quelle für Calcium, Magnesium, Selen, Eisen, Vitamin K, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren. Bevölkerungsgruppen die traditionell viel Soja essen sind bei überdurchschnittlich guter Gesundheit. Nur bitte nicht zwei Kilo am Tag verzehren, aber wer macht das schon?!

Kannst du essen und nein es enthält KEINE weiblichen Hormone (woher sollen die denn auch bitte bei einer PFLANZE kommen?). Kannst du also auch als Mann problemlos essen. Sogar wenn du kein Vegetarier wärst ginge das ;) Kannst aber auch drauf verzichten wenn du willst. Man(n) muss ihn nämlich auch als Vegetarier nicht essen (kenne einige denen Soja nämlich gar nicht schmeckt und die darauf verzichten auch wenn sie sich vegetarisch oder sogar vegan ernähren)

Kurz und knapp ... auch wenn es viele Veganer nicht hören wollen:

Phytinsäure: bindet Mineralien wie Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium, sodass Dein Körper diese nur schwer aufnehmen und verwerten kann.

Lektine: können die Darmwände angreifen und somit in den Blutkreislauf gelangen und zu vielfältigen Entzündungen führen.

Lektine können zudem zu einer Resistenz gegenüber Leptin, einem Sättigungshormon, führen. Dies führt längerfristig zu Überessen und zu Übergewicht

Fette in Soja bestehen zu 95% aus Omega-6-Fetten. In einer Menge (>10g/100g Tofu), die nicht mehr als geringe Menge gelten kann. Auf diesem Wege ist Soja allein schon durch seine Fettsäure-Zusammensetzung direkt entzündungsfördernd. Dazu kommt, dass die meisten Soja-Produkte in irgendeiner Form hitzebehandelt wurden. Durch die große Hitze und den geringen Antioxidantien-Gehalt (z.B. Vitamin E) oxidieren diese Fette, es entstehen freie Radikale (ROS) sowie Transfette.

Soja enthält Phytoöstrogene („pflanzliche Östrogene“), die eine Störung des Gleichgewichts von Sexualhormonen bei Frauen und Männern hervorrufen können. Diese Stoffe heißen im Soja Isoflavone und imitieren im Körper dabei das Östrogen, binden also an die Östrogen-Rezeptoren und lösen Reaktionen aus, die sonst nur von diesem streng regulierten Hormon ausgelöst werden.

Zu Tode gefurchten ist auch gestorben ... also 1x pro Woche wird man es schon verkraften können ... öfter würde ich das Zeug nicht essen.

Ja, kannst du. Was in Soja enthalten ist, sind Phytoöstrogene, die erst bedenklich werden, wenn man sie extrahiert und extrem (!!) überdosiert. Ich würde mir eher Gedanken um die Östrogene in Milchprodukten machen.

Das ist Phytoöstrogen und dem wird nachgesagt nicht die Wirkung wie normales weibliches Östrogen zu haben, aber dessen Aufnahme zu blockieren.

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