Darf ich selbst entscheiden ob ich in die Psychiatrie komme?

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11 Antworten

Wenn du mindestens 14 bist, kannst du ohne Zustimmung deiner Eltern in eine Klinik. Doch der Weg dahin ist (ob du jetzt 14 bist oder nicht) lang.

Der erste Schritt wäre auf jeden Fall, zum Hausarzt zu gehen. Der überweist dich dann an einen Psychiater, der dann erst entscheidet, ob es notwendig ist, dass du in eine Klinik kommst. Man versucht immer bei Möglichkeit die Therapie ambulant zu machen. Also ist das mit der Klinik nicht ganz so einfach, wie du dir das vorstellst. 

Und danach sieht man weiter. Solltest du nicht akut fremd- oder eigengefährdet sein, landest du auf einer ziemlich langen Warteliste (6+ Wochen). 

Das Handy sollte auf jeden Fall kein Grund sein, sich keine Hilfe zu holen. Ich finde es stark von dir, dass du wirklich Hilfe willst. In den meisten Kliniken sind Handys verboten oder die Handyzeit ist beschränkt (man darf es nur zu einer bestimmten Zeit benutzen). 

Wie es mit schlafen und essen ist, ist immer unterschiedlich. Bei mir war es eigentlich wie Feriencamp, nur dass halt immer Ärzte rumgerannt sind. Manche empfinden so eine Klinik als Gefängnis, manche nicht. Wenn du freiwillig da bist und alt genug, darfst du übrigens jederzeit gehen. 

Ich persönlich empfand die Zeit dort nicht als schlimm (war freiwillig da und konnte jederzeit gehen). Bei mir hat sie auf jeden Fall was gebracht. Solltest du noch Fragen haben, helf ich dir gerne so gut ich kann. 

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Um eine Überweisung / Einweisung in eine KJP zu bekommen ist erst einmal eine eindeutige Diagnosestellung notwendig. Wenn Du bisher nicht in therapeutischer Behandlung bist, wendest Du Dich entweder an Euren Hausarzt oder an Deinen Kinderarzt. Dieser wird Dir dann eine Überweisung zu einem Jugengpsychiater oder Therapeuten ausstellen. Leider ist dies i.d.R. überall mit erheblichen Wartezeiten verbunden.

Sollte es in Deiner Nähe eine Ambulanz einer Kinder und Jugendpsychiatrie geben, dann solltest Du Dich bzw. Deine Eltern dorthin wenden und einen Termin vereinbaren.

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Also, erst einmal musst Du zu Deinem Hausarzt und der gibt Dir eine Überweisung zu einem Psychiater. Böses Wort, ist aber wirklich nicht schlimm.

Dem erzählst Du dann Deine Sorgen, Ängste und Probleme und dass Du nicht mehr klar kommst – auch, dass Du gerne in eine Psychiatrie überwiesen werden möchtest. Wenn der auch der Meinung ist, dass Deine Situation so schlimm ist, dann wird er Dich unterstützen.

Handy sollte erst mal tabu sein, denn in der Psychiatrie geht es erst einmal darum, dass Du zur Ruhe kommst und das Du abschalten kannst. Das Handy hält Dich nur in der Außenwelt gefangen und Du kommst dann einfach nicht runter. Wenn etwas Wichtiges ist, kannst Du auch jeder Zeit vom Schwestern-Zimmer oder der Lobby aus telefonieren.

In der Psychiatrie kannst Du Dich frei bewegen. Außer in der sog. geschlossenen Abteilung. Die ist aber nur für schwere Fälle, bei denen eine Fremd- oder Eigen-Gefährdung besteht und dorthin wird man eingewiesen.

Es gibt regelmäßige Essenszeiten und Schlafzeiten. Gegessen wird im Gemeinschafts-Saal, da es erforderlich ist, dass die Patienten sich nicht isolieren. Der Kontakt mit den Mitpatienten ist auch teil der Therapie. Du bist dort mit Menschen zusammen, die einen sehr viel offeneren Draht zu Deinen Problemen haben, als die "normale" Welt. Da musst Du gar nicht großartig um Verständnis kämpfen, denn jeder dort hat in der Hinsicht das Gleiche Problem, wie Du.

Psychiater und vor allem Psychiatrie sind in unserer Gesellschaft sehr negative und angstbehaftete Begriffe. Die Meisten haben immer noch Bilder im Kopf, wie aus dem Film "Einer flog über's Kuckucksnest". Das war mal so, vor sehr, sehr langer Zeit.

Heute ist Psychiatrie ein Ort zum Entspannen und Zu-sich-kommen. Es gibt Aufenthalts-Räume, wo man sich zusammen setzt, ein bisschen quatscht, Kaffee trinkt oder einfach eine Zeitschrift liest oder Fernsehen schaut. Aber glaube mir, zum Fernsehen wirst Du kaum zeit haben. Dafür sind die Gespräche untereinander viel zu interessant.

Die Patienten tauschen sich viel über ihre Krankheiten, Probleme und Erfahrungen aus. Das wird Dir auch schon ein größeres Verständnis für Psychiatrie im Allgemeinen und Deine Probleme im Speziellen geben.

Du hast ein bequemes Bett – meistens im Doppelzimmer – mit angeschlossenem Bad und allem Komfort, den es einfach braucht. Doppelzimmer sind gar nicht so schlecht. Da hast Du auch wieder jemandem mit dem Du reden kannst.

Einsamkeit ist in der Psychiatrie nicht so wirklich prickelnd, weil man dann seinen eigenen Gedanken überlassen ist und die ziehen einen immer runter. Mit anderen Stimmen kannst Du dem entgegen wirken. Deine Mitpatienten werden Dich aufbauen und Du wirst – wenn Du soweit bist – auch Deinen Teil zum Chor mit beitragen.

Du brauchst keine Sorge haben, dass es unangenehm wird. Es ist immer gemütlich, ruhig und komfortabel damit Du Dich entspannen kannst und wieder zu Dir selbst finden kannst.

Noch Fragen? Gerne! Wenn Du willst auch PN. Ich helfe Dir gerne und ich kenne mich mit Deinem speziellen Problem sehr gut aus.

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Das kann man nicht selbst entscheiden. So eine statiönäre psychiatrische Behandlung kostet sehr viel Geld.

Der Leistungsträger hierfür ist entweder die Krankenkasse oder die Rentenversicherung. Das muss ausreichend vom Hausarzt bzw. Facharzt/Psychiater befürwortet und dann schriftlich beantragt werden.

Das geht nur über den Hausarzt mit Überweisung bzw. im Regelfall ist erstmal eine ambulanten Behandlung durch einen Psychiater mit Einzelgesprächen in Erwägung zu ziehen, wo Dich ebenfalls der Hausarzt hin überweisen muss. 

Manche Psychiater können auch ggfs. ausreichend begründet ohne viel Schreibkram in gewisse Akut-Fachkliniken direkt einweisen.

Suche also am besten erstmal den Weg zum Hausarzt und rede mit ihm ganz vertraulich und völlig offen. Nur so kann Dir weiter gezielt geholfen werden.



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Entscheiden kannst nicht du das, sondern der einweisende Arzt. Du solltest dir also eine Überweisung vom Hausarzt zum Facharzt holen. Psychiater.

Aber so wie du das schilderst, kann sehr wohl eine Indikation vorhanden sein.

Und was hat das mit Handy zu tun?

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Du kannst zum arzt gehen und sagen welche probleme du hast .. sag am besten gleich du möchtest eine Therapie.. meistens kommt man nur in eine klinik wenn man sich umbringen wollte und sich oder andere schwer verletzt.. und es eben zugibt. Ich spreche aus selbsterfahrung (war zu dem zeitpunkt 13) in den meisten psychatrien ist handyverbot. Du darfst auch nur zu bestimmten menschen per telefon kontakt aufnehmen.. essen gibt es zu bestimmten zeiten wie in einem schullandheim. Du hast begrenzte ausgangszeiten (mit begleitung) und ja. Man macht ausflüge.. mittagsschaf wird auch meistens gemacht und unter 18 ist ab 21 uhr meistens bettruhe. Ich habe es damals so wie knast empfunden.. aber mir hat es geholfen.. weil man dort eben oft sehr persönliche Therapien hat..

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Hi also ich war selber mal ein halbes Jahr stadionär in einer Kinder und Jugendpsychiatrie und zwei Monate in einer tagesklinik. Ich bin dort hin gekommen , da ich den regelmäßigen Besuch bei der Schule nicht mehr gepackt habe. Damals hat meine Psychologin gefragt ob ich es nicht mit Medikamenten versuchen will aber das war alles der horror. Daraufhin brauchte ich eine überweisung vom haus arzt zur psyshatrie  und ich wurde zu einem Gespräch mit einer Frau von der psychatrie geladen wo ich Angaben machen musste wie was ist und was mir schwer fällt . Darauf hin hat sie entschieden ob ich in die stadionäre behandlung oder in die Tagesklinik soll . Ich hatte also schon in gewisser weise die Wahl aber hat halt davor schon viele unzählige Therapie Stunden mit meiner psychogin hinter mir . Ich denke wenn du noch nie bei einem Psychologen in der ambulanten Behandlung warst wird das schwer mit der Klinik .

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Nein so einfach ist das nicht. In die Psychatrie kommen normalerweise nur Leute die eine ernsthafte Gefahr für andere Menschen darstellen.

Wenn du denkst, dass du psychologische Hilfe brauchst musst du zuerst zu deinem Hausarzt gehen und deine Symptome beschreiben. Häufig wird da dann auch erstmal ein Bluttest gemacht um festzustellen ob die depressiven Verstimmungen nicht durch ein Problem der Schilddrüse oder einer Mangelerscheinung kommen. Dann bekommst du eine Überweisung zum Psychologen. Der wird dann Probegespräche mit dir machen. Irgendwann bekommst du dann einen Therapieplatz (das kann Jahre dauern, dieser Bereich ist komplett überrannt!) wenn dein Psychologe der Meinung hat, dass du ihn nötig hast.

Also einfach aussuchen kann sich das niemand, sonst wären ja alle Psychatrien zum Erbrechen voll mit Jugendlichen die mal mit ihren Pubertätshormonen nicht klarkommen. LG Elilein.

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Kommentar von LittleMistery
09.11.2016, 06:29

Der erste Abschnitt ist falsch.

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Das es wie die meisten hier schreiben ein langer Weg on die Klinik ist ist Schwachsinn 

Wenn du auch nur die kleinsten Suizit Gedanken hast oder dich stark verletzt dauert es vom Anruf bei deinem Hausarzt bis du in der Klinik bist 2 Stunden 

Ruf deinen Hausarzt an sag du hast Suizit Gedanken und du möchtest in die Klinik, der schreibt dir eine Überweisung und du kommst sofort in eine Akutklinik 

Du solltest dir allerdings genau überlegen ob du dort hinmöchtest, denn es gibt auf diesem Planeten kaum einen schreklicheren Ort

Handy musst du abgeben/ um auf die Toilette zu dürfen musst du fragen dich aif eine liste eintragen und am Anfang begleitet werden, essen gibt es eben Krankenhaus essen, du bist denn ganzen Tag eingesperrt und kannst außer lesen/malen und manchmal gesellschaftsspielen gibt es keine beschäftigungsmöglichkeiten und du musst denn ganzen Tag das machen was die Betreuer gerade von dir wollen 

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Gehe einfach in die Psychiatrie ist besser so denn selbstverletung ist unnötig und wenn du sagst du bist ein Kind höre einfach auf dich zu ritzen!!

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Als Kind solltest du zum Jugendamt gehen, vor allem, wenn deine Eltern den Eindruck erwecken, sie packen das nicht mehr mit dir.

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