Darf ich selbst aussuchen ob ich Tabletten nehmen werde oder nicht?

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8 Antworten

Hallo :)

also bis auf absolute Ausnahmefälle von denen eine akute Gefahr ausgeht  (und so hörst Du Dich jetzt mal nicht an, insbesondere da Du ja selbst zum Therapeuten willst) bestimmst schon nur Du ob und welche Medikamente du nimmst.

Und erstmal keine Sorgen, ein Therapeut oder Psychologe verschreibt ohnehin keine Medikamente, das macht nur ein Arzt. Und wenn Dir eine Therapeut Medikamente empfehlen (!!!) wird, dann wird das der Arzt auch nochmal prüfen und er würde sie nur verschreiben wenn er der Auffassung wäre es hilft dir und Du musst sie Dir eben nicht verschreiben lassen oder nehmen.

Geh ruhig zum Therapeuten, entscheiden über die, Hilfen die ihr zusammen erarbeitet wirst immer nur Du.

Ich möchte aber schonmal sagen, dass Du da glaube ich ein altmodisches und etwas von Vorurteilen geprägtes Bild von Medikamenten hast. Es geht da nicht darum eine Psyche mit einer Droge zu betäuben. Erstmal ist es bei Psychopharmaka (ich nehme mal an auf diese bezieht sich Deine Angst) ohnehin schwer zu verallgemeinern, das ist eine riesige Gruppe von Medikamenten für ganz verschiedene Anwendungen.  Es mag zwar auch betäubende oder stark beeinflussende geben, es gibt aber auch welche die absolut nicht betäuben und wenig und nur positiv beeinflussen und das ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich will jetzt Psychopharmaka nicht schön reden und Werbung für die Pharmaindustrie machen und klar ist auch, dass man kein Medikament nehmen sollte, wenn man ohne gesund und glücklich ist, aber nicht alle Psychopharmaka sind schlimm oder eine Katstrophe und viele sind auch eine Chance für die Patienten. Wie gesagt sind Verallgemeinerungen schwer, aber mein Antidepressivum, das ich nehme betäubt null, hat mich nicht in der Persönlichkeit verändert (zumindest hat es keiner festgestellt und ich empfinde es so) und hat weniger (nämlich null) Nebenwirkungen als meine Mittelchen gegen Heuschnupfen (das macht nämlich müde), es hilft einfach nur still und unaufällig etwas stabiler zu sein.

Du kannst es selbst entscheiden.

In Ausnahmefällen kann es allerdings sein, dass der Therapeut die Therapie ab oder unterbricht. Das ist der Fall, wenn ein Patient nicht stabil genug ist.

Davon ganz abgesehen wird dir ein Psychotherapeut keine Medikamente verschrieben. Das darf nur ein Arzt.

normalerweise gibts medikamente erstmal zur überbrückung der wartezeit bis eine therapie beginnt, und der therapeut klärt dann mit einem zusammen ab, ob sie weiterhin sinnvoll sind.

ich finde man sollte sie, wenn der facharzt welche verschreibt, zu mindest ausprobieren. wenn man sie nicht verträgt oder die wirkung einem nicht passt, kann man sie ja wieder absetzen.

ich war jedenfalls zufrieden mit meinen antidepressiva damals.

Natürlich kannst du selbst entscheiden, ob du Medikamente nimmst oder nicht. Aber mit den gängigen Antidepressiva stehst du nicht neben der Spur. Wenn du zu einem "normalen" Psychotherapeuten gehst, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, Medikamente verordnet zu bekommen, denn die meisten dürfen keine Medikamente verschreiben. Allenfalls werden sie sie dir empfehlen. Wenn du zu einem Psychiater gehst, ist es daher wahrscheinlicher, dass du welche bekommst. Je nach Leidensdruck können sie aber auch sehr hilfreich sein.

Ja du kannst das selber aussuchen, denn niemand darf gegen deinen Willen (ausser im Krankenhaus oder wenn du nicht mehr fähig bist darüber nach zu entscheiden) medikamente geben.

In der Klinik damals haben sie mich immer gefragt ob ich dagegen oder dagegen medikamente nehmen möchte. Also keine sorge, wenm du sagst du willst nicht ist das gut. Oftmals sind therapeuten auch ziemlich stolz, denn das zeigt ja, dass man es ohne diese medikamente schaffen möchte und einen starken willen :) es ist aber auch nicht schwach wenn du dich eines tages trotzdem für ein medikament entscheidest.

Ich habe anfangs pflanzlicje genommen haben bei meinen schweren erkrankungen aber nichts gebracht. Vielleicht wenns dir hilft entscheidest du dich dafür.

Du kannst generell selbst entscheiden, was du tust. Niemand kann dich dazu zwingen. Wenn du merkst es hilft dir, dann mach es, wenn du es jedoch nicht willst, dann frag nach, ob es eine andere Lösung geben könnte und hol dir Tipps. 

Paejexa 22.01.2017, 01:18

Leider helfen Pillen und Tabletten nicht wirklich. Sie sollen lediglich unterdrücken..

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thisgirl0 22.01.2017, 01:19

Ich finde das Medikamente für die Psyche, Drogen sind. Vielleicht sogar schlimmer als die illegalen Drogen. Deshalb bin ich komplett dagegen.

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implying 22.01.2017, 01:25
@thisgirl0

und was ist so schlimm an dem wort "drogen" ? koffein ist auch eine droge. solche stoffe mit aufputschender wirkung gab es schon immer. selbst in grauer vorzeit. sogar delfine nehmen drogen (die kauen auf irgendwelchen algen rum hab ich mal gelesen, bis sie high sind). man nennt sowas auch nicht umsonst "bewusstseinserweiternde drogen". natürlich wird vieles missbraucht und kriminalisiert, aber prinzipiell ist sowas meiner meinung nach nicht verwerflich. und medikamente sind eben einfach genauer abgestimmt auf die bedürfnisse und die gewünschte wirkung.

und wenn man von negativen gefühlen gelähmt ist, was ist so schlimm daran, diese solange zu unterdrücken, bis man gelernt hat mit ihnen zu leben? mir hat das sehr geholfen...

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wastedlive 22.01.2017, 01:22

Wenn du schon denkst das sie wie drogen sind, hast du noch keinerlei erfahrung. Da hat es nichts drin, was drogenähnlich sein könnte. Sie helfen lediglich, aber zu drogen haben sie einen weiten unterschhied.

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steka77 22.01.2017, 01:37
@wastedlive

Es gibt bei den Psychopharmaka große Unterschiede. Man kann Antidepressiva nicht mit Tranquillanzien oder Halluzinogenen vergleichen!

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wastedlive 22.01.2017, 01:40

Ja mir hat es auch geholfen. Beispielsweise war ich ständig am zwänge machen jnd kam unmöglich zur ruhe. Ich war beinahe am durchdrehen. Und mein alltag war einfach beeinträchtigt. Seid den medikamenten kann ich etwas aufatmen, da ich weniger zwänge mache UND MICH BESSER AUF DIE THERAPIE KONZENTRIEREN. Ich bin daher sehr froh, dass ich sie nehme, auch wenm das schon 2 1/2 Jahre sind und es noch weitere Jahren sein werden. Auch das ich nachts besser schlafen kann mit schlafmedikamenten hilft mir sehr das ich etwas besser gelaunter in den tag starten kann.

Ich weiss auch, dass ich sie jeder Zeit einfach absetzten kann, sobald ich weiss, jetzt habe ich mir strategien entwickelt und ich setze sie mg für mg ab und dann versuche ich mit den zwängen die wieder kommen damit umzugehen.

Also ist es keine droge, denn eine droge kann dich gar umbringen und du wirst so abhängig sein das du nach jahrelangen drogen hässlich aussiehst was die medikamente nicht machen. Und sie schädigen deine psyche nicht sie geben dir keine halluzinationen usw, sie sind nicht welche die dich 4 stunden glücklich machen und danah hast du einen tag einfach nur depressionen. Diese medikamente sind nicht wie drogen, wo du kein bewusstsein mehr über dich hast.

Also du inteprigierst dir da irgendwo schhon etwas falsches. Ausserdem wenn du sowas nicht zu dir nehmen willst dann dürftest du einige viele nahrungsmitteln nichtmal mehr essen. 😂

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Das kannst du natürlich selbst entscheiden.

Klar kannst du das selbst entscheiden.

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