Darf ich reale Namen von Grabsteinen in einer Geschichte verwenden?

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7 Antworten

Also mit einer Abänderung wärst du auf der sicheren Seite, lies dir mal folgende Info dazu durch: http://www.bartsch-rechtsanwaelte.de/media/docs/TC/Postmortaler%20Datenschutz.pdf

Also für mich geht daraus hervor, dass personenbezogene Daten ohne Einwilligung des Toten bzw. eines Verwandten, der sich um das Grab kümmert, nicht einfach so verwendet / publiziert werden dürfen.

Die Behauptung, dass es Namen ja mehrfach gibt und man sich diese nicht schützen lassen kann, ist ab dem Moment, wo man diese einem Geburts- und Todesdatum zuordnet, meines Erachtens hinfällig.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 11:06

Dann werde ich mir heute eine Schaufel mitnehmen und einfach mal nachfragen.

Danke für die Antwort ;-)

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DocRough 21.10.2016, 11:15
@PaInTeNaNcE

Viel Spaß und frag dann bitte gleich mal nach, wie es meinem Opa geht :)

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Natürlich sind Details bei einer solchen Geschichte wichtig, aber sind die Namen auf den Grabsteinen denn überhaupt für sie relevant? Viele der Grabsteine werden in einigen Jahrzehnten ohnehin nicht mehr dort sein, wenn die Gräber eingeebnet werden. Wenn du einen Bezug zu deiner Heimat in dein Buch einbauen willst, solltest du konkretere und beständigere Bilder verwenden, die dann auch nicht die Persönlichkeitsrechte bereits Verstorbener berühren. Das könnten nämlich viele deiner zukünftigen Leser als makaber und pietätlos empfinden.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 11:48

Die Namen sind im eigentlichen Sinne nicht relevant, nein. Wie schon beschrieben, sollte deren Erwähnung allein der Atmosphäre und der Entwicklung der Gedankengänge des Protagonisten dienen. Es geht ebensowenig darum, einen Bezug zur Heimat herzustellen; in dem Fall hätte ich wohl eindeutig klargemacht, an welchem Ort die Geschichte spielt.

Es sind schlicht und einfach Impressionen, die ich so wirklich bei einem Spaziergang wahrgenommen habe, und die ich gerne unverfälscht verwenden würde.

Außerdem habe ich, wie schon an anderer Stelle erwähnt, inzwischen ein vom Bezug zu dieser speziellen Geschichte losgesagtes Interesse an der Antwort auf die Frage.

Dennoch, danke für die Antwort.

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Ich finde es respektlos, den Toten gegenüber. Schon moralisch würde ich es nicht machen. Wie würdest du das finden, wenn du tot bist und plötzlich in einen Buch stehst und irgendwie ganz falsche Sachen über dich erzählt würden? Hört sich jetzt blöd an. Oder ein Angehöriger des Verstorbenen liest das Buch und all' die Trauer kommt wieder in ihm hoch? Nimm einfach ausgedachte Namen, mit ausgedachten Geburts- und Todesdaten. Geht doch auch.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 14:21

Ich verstehe. Nun, der Plan ist gar nicht, mir irgendetwas über die Toten allein an Hand ihrer Namen auszudenken. Das wäre in der Tat unangebracht. Die Toten sollen nicht weiter eine Rolle spielen, außer dass ihre Namen Überlegungen über ganz andere Dinge auslösen. Ist aber auch egal, ich habe mich inzwischen dagegen entschieden, die Namen, wenigstens unverändert, zu benutzen.

Dennoch, die rechtliche Grundlage ist interessant.

Ich glaube, bei (ehemaligen) Personen des öffentlichen Lebens wäre die ganze Sache unproblematisch. Niemanden würde es stören, wenn ein Protagonist am Grab von beispielsweise Lessing oder Kant vorbeiginge. Ich nehme aber mal an, bei Privatpersonen sieht die Sachlage etwas anders aus.

Nebenbei; wäre ich tot, würde ich überhaupt nichts finden, vermute ich.

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Dürfen - wahrscheinlich ,- aber, willst Du wirklich jemanden, den Du nicht kennst (bzw. kanntest) mit Deiner Geschichte in Verbindung bringen? Klar es gibt tolle Namen,- aber, wenn Du einen Roman o.ä. schreibst, sollte Dein Verstand bzw. Deine Phantasie ausreichen, Änderungen vorzunehmen. Warum;??Nun, die Vorstellung, den Namen eines Menschen, der einem sehr nahe war, in einer Geschichte zu lesen, die seinem Wesen absolut nicht entspricht, wäre für mich als Hinterbliebene schrecklich. Also, warum willst Du unbedingt einen Menschen, den es einmal gegeben hat, zu einer anderen Person machen. Bedenke bitte, daß man viele Menschen auch Jahre nach ihrem Sterben vermißt, diesen Namen auf dem Friedhof zu sehen , ist schon hart genug. Jetzt aber in einer fiktiven Geschichte? Bitte nicht - unabhängig von der Rechtslage.!!  Ein bißchen Feingefühl und Nachvollziehvermögen wäre hilfreich - und in meinen Augen auch notwendig und sinnvoll.

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Ich denke nicht, dass "normale" Namen in irgendeiner Form urheberrechtlich geschützt sind. Könnte ja jeder sein, der den Namen trägt.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 10:55

So habe ich mir das auch schon überlegt. Möchte aber lieber sicher sein.

Danke für die Antwort.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 11:00
@PaInTeNaNcE

Darüber hinaus sind die Namen, die ich im Auge habe, eher ungewöhnlich, was gerade der Grund für mein Interesse an speziell diesen Namen ist. Übrigens sind es sehr schöne Namen, wie ich finde.

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Ich sehe da kein problem, wenn kein unmittelbarer Zusammenhang zu einem realen Friedhof gegeben ist.

Schließlich könnte auch ein gefakter name mit gefakten Daten real sich auf einem grabstein wiederfinden lassen. Das alleine stellt aber noch keinerlei Rechtsbruch dar.

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Würde ich aber trotzdem machen, um allen eventuellen Querelen aus dem Weg zu gehen. Es braucht ja immer nur ein Buchstabe oder eine Ziffer zu sein.

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PaInTeNaNcE 21.10.2016, 10:54

Mein Verstand sagt mir das auch, einfach, leicht, sicher. Rein emotional jedoch fände ich die Verbindung meiner tatsächlichen Inspiration zum letztendlichen Werk... "verunreinigt". ^^

Klingt blöd, sogar für mich.

Darüber hinaus würde mich die Antwort auf die Frage aber ohnehin interessieren.

Danke übrigens für die schnelle Antwort.

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