Darf ich nun eine Pistole haben oder nicht?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

NEIN - NEIN -NEIN!

Du wirfst Da ja übelst!! einiges durcheinander.

Der erste Teil über den Waffenschein geht noch so- auch der teil über die Waffenbesitzkarte (WBK abgekürzt) passt eigentlich.

Aber dann wirfst du plötzllich alles durcheinenander, schreibst, ob du einen Waffenschein "machen" könntest? (da meinst du wohl die WBK "erwerben" - einen Waffenschein kann man nur beantragen, nicht "machen")

Also wenn du die Bedingungen für eine Waffenbesitzkarte erfüllst und alle Voraussetzungen hast und dein Verein dir das auch noch bestätigt, dann kannst du die z.b. so eine Glock 17 oder andere Waffe, wie sie Sportschützen haben kaufen. Diese MUSST!! (nicht kannst) du dann Zuhause aufbewahren, in einem vorgeschriebenen Behältnis. auch Munition dazu bewahrst du Zuhause auf.

Grundkontingesnt sind 2 Kurzwaffen (Pistole oder Revolver) und 3 halbautomatische Langwaffen  - diese zu erwerben sind auch kein Problem - andere Waffen (Meist Gewehre, Karabiner, Unterhebelgewehre, sprich "Winchester") kannst du auch auf eine "Gelbe" WBK erwerben,  - die Grenzen dafür sind immer 2 Waffen pro Halbjahr und nicht mehr..

Das bedeutet, wenn du diesen Monat noch anfängst, Mitglied in einem Schützenverein wirst und jeden Monat mindestens ein mal zum schießen gehst (mit geliehenen Vereinswaffen, die man dir dort aushändigt)., dazu die Sachkunde ablegst, dir einen Safe zulegst, der passt, dann kannst du nach 1 Jahr schon die ersten 2 Waffen beantragen und kaufen!

Für eine dieser Waffen, die dann in deine WBK eingetragen ist, kannst du dann einen "Waffenschein" beantragen - dieser gilt, wenn er bewilligt wird 3 Jahre, kostet nochmal rund 300 euro und das zuständige amt allein entscheidet, ob du Ihn bekommst.

99,99% Nein - aber so wäre der Weg - erst WBK, dann Waffenschein beantragen "versuchen".

Eine Waffe wie eine Glock 17  ´"so" zu besitzen ist immer eine Straftat, und nicht gerade ein kleine!

Selbst wenn du damit einen Amoklauf beenden würdest, dann würdest du wegen der illegal besitzten Waffe eine verpasst bekommen!

Ist übrigens auch bei legalen Waffenbesitzer so - also wenn Ich als Sportschütze meine Glock mit mir herumtragen würde (führen), und würde erwischt werden, würden alle!! meine WBKs widerrufen und Ich müsste alle Waffen, die Ich habe (obwohl legal erworben) wieder verkaufen verschenken oder abgeben - mir würden ALLE!! Waffen wieder abgenommen, wen Ich gegen Gesetz verstoße! - Das ist kein Pappenstiel!

Nebenbei  -auch der Besitz einer verbotenen anderen Waffe (Faustmesser, Butterfly) könnte bei legalen Waffenbesitzern wie Mir schon ein Grund sein, meine "Zuverlässigkeit" (eine der 5 zu erfüllenden Dinge) in Frage zu stellen und meine Waffen wieder einzukassieren, genau so wie besoffen Autofahren oder Steuerbetrug...

Warum ist das so streng geregelt? - woher willst du (oder die Masse) denn eine scharfe Waffe auftreiben? - die meisten können das gar nicht, und das ist gut so! - Deshalb ist der Erwerb "einfach so" unmöglich und setzt schon kriminelle, strafbare Energie voraus!


Und Ich möchte die im Bild angehängte Waffe noch recht lange haben  - die Ich selbstverständlich, wenn genug Zeit bleibt auch Zuhause zur Verteidigung nutzen dürfte.

Wenn es zu einer Notwehrsituation kommen würde und Ich mich gegen ein Messer oder einen Schraubendreher wehren müsste, mit der ein Einbrecher gegen mich vorgeht..

 - (Deutschland, Gesetz, Polizei)
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Danke für die ausführliche Antwort und danke für die Tipps. So hab ich das nicht gewusst. :)

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@Internetzugriff


Musst mal in meinen anderen Antworten suchen, da hab Ich das anderen auch noch ausführlicher erklärt.

Wenns dich wirklich interessiert ( die Glock 17 Gen3 hat gut 500 Euro gekostet, nagelneu, weil Ich da noch 2500 Schuss Muni dazu genommen hatte und insgesamt 1000 für alles zahlte..)

Schützenverein suchen (eine lockeren, keine strengen, wo man zum lachen in den Keller geht) - Dort (ab 18 kein Problem) als "Gastschütze" Waffen ausprobieren, also unter Aufsicht damit schießen (je öfter, desto weniger "Aufsicht")  - wenn Du dann dort Mitglied wirst, dann kannst du 12 Monate später schon deine eigene (meinetwegen Glock, ect..) beantragen.

Minimum kosten (abhängig von dem, was du machst und Verein)

Jahresbeitrag: 75 euro aufwärts (Geht auch günstiger  -VdRBw)

Leihkosten für Waffen/ Munition  jedes mal 5-20 euro. (~150 im Jahr)

B-Würfel für deine Kurzwaffe Zuhause 150 Euro

Sachkundelehrgang von 0 € bis 200 € (0, wen im eigenen Verein angeboten)

Kosten für WBK, Voreintrag,eintragen lassen, ect. 100-150 €


Für 500 bis 600 € also kannst Du nach einem Jahr soweit sein, dass du dir eine Waffe kaufen darfst!

Ab da musst du dann grob ausgedrückt nur jeden Monat einmal zum schiessen fahren und behältst deine Waffe, weil du ja immer das Bedürfnis eines Sportschützen hast..

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Dein Trefferbild läuft unten links aus. Nicht zu hektisch am Abzug reißen ;-)

Meine 17er Gen4 hat knapp 600 gekostet. ... Ein Vorteil wenn man sie legal kauft. Die Schwarzmarktpreise sind ja utopisch!

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@FloTheBrain

Waren die ersten 25 Schuss / die erste Scheibe mit meiner funkelnagelneuen G17 und die ersten Schüsse auf 25m überhaupt mit einer Glock.

Also ohne am Visier was zu drehen. Klassisch links unten, wie nicht anders zu erwarten, Glocktypisch. Aber wenigstens alles schon im Einsteckspiegel, da war Ich schon mächtig stolz damals...

Haltepunkt bei den letzten 5 oder 10 Schuss war dann der blaue Strich rechts oben, dann passte das langsam...

Was die Schwarzmarktpreise betrifft - allerdings, für das Geld und ein Jahr Zeitaufwand kann man sich die Besitzkarte und die Plempe auch legal holen...



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Gute, ausführliche Antwort, die ich nur in einem Punkt erweitern möchte: Die Kosten des Antrags auf einen Waffenschein sind nicht wirklich ein Problem (abgesehen davon, dass er beim Fragesteller abgelehnt würde). Das Problem dürfte die zwingend vorgeschriebene Haftpflichtversicherung sein (und die bei mir auch dazu geführt hat, dass ich das Vorhaben aufgab), die einen hohen 4-stelligen Eurobetrag jedes Jahr kostet.

Darüber hinaus kenne ich ehemalige Waffenscheinbesitzer, denen man den Status "mehr als üblich gefährdet" nach 3 Jahren aberkannt hat, weil sie in keine Situation geraten sind, in denen die Schusswaffe sie gerettet hätte. Die Wege der Genehmigungsbehörde sind da eher willkürlich.

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@wiki01

Boh, daran hatte ich gar nicht gedacht. Gute Ergänzung! Waffenschein für Private sind wirklich selten, in unserem Landkreis haben von rund 2500 WBK Besitzern genau 6 Stück einen..

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Salue

Selbst bei uns in der Schweiz mit den angeblich so liberalen Waffengesetzen ist das Tragen einer Schusswaffe oder einer Deko-Waffe, die mit einer richtigen Waffe verwechselt werden kann, streng verboten.

Du siehst es in meinen Profil, ich bin Waffensammler und habe einige vollautomatische Maschinenpistolen zu Hause. Falls ein Einbrecher so dumm ist, tatsächlich eine Konfrontation mit den Bewohnern zu riskieren, werde ich ihn mit einem Pfefferspray begegnen.

Stell Die folgendes Szenario vor:

Der Einbrecher, vollgepumpt mit Adrenalin und mit nervösem Zeigefinger steht von Deiner Schlafzimmertür mit einer Glock-Pistole im Anschlag.

Da öffnet sich die Schlafzimmertür und der schlafgetrunkene Hausbewohner erscheint mit einer Suomi-Maschinenpistole. Der Einbrecher hat nun keine Wahl mehr, er wird schiessen und er wird schneller schiessen !

Stell Dir vor, Du bist genau in dem Moment in einem Einkaufszentrum, als ein 18 jähriger Jugendlicher mit einer Pistole beliebige Leute erschiesst.

Du erschiesst ihn. Dann kommt das Einsatzkommando der Polizei und sieht einen Mann mit einer Pistole. Man erschiesst Dich, bevor man Fragen stellt.

Wenn Du , vermutlich nicht speziell ausgebildet an einer Schusswaffe, in Konfliktsituationen den Mut hast, Dich auf eine Ballerei einzulassen, dann könntest Du den Amokläufer auch ohne Schusswaffe bekämpfen. Der junge Mann hatte nach heutigen Erkenntnissen so viele Schuss abgeschossen, dass er mehre Male das Magazin wechseln musste.

Hätte ihn jemand mit sehr viel Entschlossenheit in diesem Moment mit Anlauf angerempelt, wäre sein Amoklauf gestoppt worden.

Der Amokläufer hatte keinerlei Combat-Erfahrung. Er hätte einen, in seinem Rücken heranrennenden und zickzack laufenden, Gegner nie getroffen.

Ich habe in meiner langen Militärausbildung tausende von Schuss unter den verschiedensten Voraussetzungen abgegeben. Ich weiss wie gut oder wie schlecht man ein sich bewegendes Ziel trifft.

Sorge dafür, dass wenn Du im Haus ungewöhnliche Geräusche hörst, dass der Einbrecher merkt, dass jemand aufgewacht ist. 95 % der Einbrecher sind Profis, sie setzen sich in einem solchen Moment blitzartig ab.

Viele Grüsse von einem Waffensammler

Tellensohn  

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Wer würde im Einkaufszentrum so dumm sein, sich dann mit der Waffe hinzustellen und auf die Polizei warten?

Waffe entladen, auf den Boden legen, 3 Schritte zurück und mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf den Boden legen - alles andere übernimmt und klärt dann das SEK oder die Polizei..

Und übrigens nimmt die Anzahl der "heissen" Einbrüche" immer mehr zu, also dass Einbrecher überrascht werden und sich wehren, statt abzuhauen. - Da gibts genug Fälle in den Zeitungen..

Zu deinen Ausführungen zum Täter - "Magazin wechseln" und "überwältigen" -da hätte man ja richtig 2-3 Sekunden Zeit gehabt zwischen drin. Das hat schon der Steinhäuser in Erfurt nicht zugelassen, und um den herum sind die Schüler nur so hin und her gelaufen, bzw. haben sogar mit dem geredet (auf der Treppe beispielsweise, weils so laut "geknallt" hat, was  er dann mit einen Hinweis auf seine Gehörstöpsel erwiderte). Der hat das immer weiter durchgezogen, ein grober Treffer Oberkörper zum stoppen, ein finaler zweiter Schuss. So auch in München, also da haben auch viele Opfer Kopftreffer bekommen, so ungeschickt war der Schütze wohl nicht, wie du mutmaßt von wegen "bewegliches Ziel".

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@Laestigter

Waffe entladen, auf den Boden legen, 3 Schritte zurück und mit ausgebreiteten Armen und Beinen auf den Boden legen - alles andere übernimmt und klärt dann das SEK oder die Polizei..

Absolut korrekt.

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Nein, normal Bürger bekommen in Deutschland keinen Waffenschein. Man kann unter den schon von dir genannten Voraussetzungen eine Waffenbesitzkarte bekommen, allerdings berechtigt diese den Inhaber nicht zum führen einer Waffe in der Öffentlichkeit. Wenn du trotzdem eine Waffe öffentlich führst, ist das nach dem Waffengesetz eine Straftat die auch mit Freiheitsstrafe geandet werden kann. Die Waffenbesitzkarte wird dir zudem wegen Unzuverlässigkeit wieder entzogen. 

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Du kannst Schreckschusswaffen mit PTB-Zeichen besitzen, wenn du den kl. Waffenschein hast. Sobald du sie führst, also außerhalb deiner Wohnung, Schießstätte usw führst du sie.

Wunder dich nicht, wenn Polizisten die Schusswaffe auf dich richten und dich runtersprechen.

Und für die Munition brauchst du separaten Schein.

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Munition für PTB-Waffen ist ab 18 frei verkäuflich.

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