Darf ich mit einen Hund alleine gehen?

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11 Antworten

Hallo,

vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen Hund, der in den sogenannten Listen geführt wird, also ganz spezielle Anforderungen stellt, dann gibt es eigentlich nur die Straßenverkehrsordnung zu beachten, die besagt, dass der Hundeführer die geistige Reife und körperliche Befähigung haben muss, den Hund sicher zu führen.

Wenn der Hund also gut erzogen ist, dir der Umgang mit dem Hund vertraut ist, dir beigebracht wurde, dich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und du das alles auch brav beachten kannst - dann steht einem Hundespaziergang sicher nichts im Wege.

Gutes Gelingen

Daniela

HamsterKnowHow 09.08.2017, 14:24

Hey,

super, danke für deine Antwort :)

Also ich denke mal nicht, Paul (so heißt der Hund, habe eine Patenschaft mit dem im Tierheim) würde doch keinen was antun...^^


Listenhund heißt genau was? Die Hunde, die gefährlich sein können werden sind? :D

Es ist ein Mischling, Straßenhund aus Rumänien, was genau enthalten ist kann man nicht sagen.. erinnert mich an bisschen wie Husky & Schäferhund, er ist aber eher ruhig und nicht hyperaktiv, hat spitze Ohren, kurzes Fell... ehm also ja :D

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dsupper 09.08.2017, 14:29
@HamsterKnowHow

Ah - und das Tierheim erlaubt das? Das wage ich zu bezweifeln, weil hier die Problematik der Versicherung hinzukommt.

Aus Kostengründen haben Tierheime und Tierschutzvereine immer ganz besondere "Massen-Versicherungen", die dann aber über etliche Einschränkungen verfügen.

So dürfen diese Hunde z.B. nicht ohne Leine laufengelassen werden und fast immer nicht mit Jugendlichen alleine spazierengehen. Meist muss man volljährig sein oder sich in Begleitung eines Erwachsenen befinden ...

Mit 13 Jahren kann ich mir das nicht wirklich vorstellen ....

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HamsterKnowHow 09.08.2017, 14:31
@dsupper

Ich habe eine Patenschaft, darf vorbei kommen und mit ihm gehen, streicheln, whatever.

Allerdings muss da zB meine Mutter bei sein, da hast du schon Recht :)

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dsupper 09.08.2017, 14:56
@HamsterKnowHow

na, dann wird das doch kein Problem sein - ich wünsche euch viel Spaß

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Solange es kein Listenhund ist und du körperlich in der Lage bist, den Hund in Ausnahmesituationen zu bewältigen spielt die Größe des Tieres und dein Alter  keine Rolle.

Listenhunde dürfen allerdings nur vom Halter ausgeführt werden.

Also ich sehe immer wieder  so 12-13 Jährige Kinder, die mit den Hunden gehen , und im Endeffekt der Kräfte von etwas größeren Hunde  gar  nicht nachkommen können.   Ich mach dann wirklich einen  Bogen  , wenn Kinder mit allter Kraft versuchen , den Hund zu halten. 

Und wenn ich mir vorstelle , ein Hund  könnte ein Kind  über die Straße ziehen , weil wenn ein Hund wirklich zieht , legt er ganz andere Kräfte auf,  als wie wenn dieser zeitweise  locker entspannt geht. 

lieben Gruß 

Ich würde es Dir nicht erlauben, mit einem Elternteil ja  , aber ganz alleine , nein . 

Eine grundsätzliche Überlegung sollte sein, was wohl ist, wenn so ein Hund entgegen aller Erwartungen doch einmal plötzlich Vollgas gibt.

Ansonsten hat dsupper die Sache gut erklärt.

Er muss auf dich hören und du musst auch im Notfall in der Lage sein, ihn körperlich zu beherrschen.

HamsterKnowHow 09.08.2017, 14:19

Denke schon das ich da in der Lage bin. Der Hund wäre schon etwas älter und ziemlich anhänglich mit einer guten Leine und der Vermittlung, wer da der Boss ist... :^)

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Hallo.

Erkundigt euch ob der Hund für Euch das richtige ist.
Im Tierheim wird man euch aufklären.

Ein Hund mit einer Schulterhöhe von 55 cm wäre ein "Listenhund" mit dem dürfte ein 13-jähriges Kind NICHT alleine spazieren gehen.

HamsterKnowHow 09.08.2017, 14:26

Listenhunde sind Hunde, die per Gesetz als gefährliche oder potentiell gefährliche Hunde angesehen werden. Diese Kategorie enthält Hunderassen, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz und/oder Liechtenstein auf mindestens einer Rasseliste stehen.

Möchtest du jetzt damit behaupten das jeder gutmütige Hund der größer als 55cm ist ein Listenhund ist? 

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DerHans 09.08.2017, 14:28
@HamsterKnowHow

Wer soll einem Hund denn ansehen, ob er "gutmütig" ist? Was ist, wenn ihm eine Katze über den Weg läuft.

Im Übrigen hat auch ein Dackel die gleichen Zähne, wie ein Dobermann

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HamsterKnowHow 09.08.2017, 14:29
@DerHans

Ja, aber wie definiert man gefährlich? 

Einen großen Hund, der die Zähne fletscht, anderen hinterher springt, anbellt nach ihnen schnappt oder ein etwas älterer Straßenhund, der ruhig neben einen hertrottet und außer schnuppern, was jeder Hund macht nichts anderes tut?

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dsupper 09.08.2017, 14:26

Aber nicht in jedem Bundesland ....

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PatrickLassan 09.08.2017, 14:28

Meines Wissens erfolgt die Einstufung als Listenhund nach der Rasse und nicht nach der Größe des Hundes.

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DerHans 09.08.2017, 14:30
@PatrickLassan

Es gibt die 40/40 Regel. 40 Zentimeter Schulterhöhe oder 40 kg.

Dafür braucht man eine Befähigungsnachweis. (Hundeführerschein)

RASSE ist überhaupt kein Merkmal. Welcher Rasse gehört denn ein südländischer Straßenhund an?

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dsupper 09.08.2017, 14:32
@HamsterKnowHow

In NRW gibt es z.B. auch die "großen" Hunde, für die bestimmte Vorschriften und Auflagen gelten. Das sind alle Hunde über 20 kg und/oder einer Größe von 40 cm. Aber auch da ist mir nicht bekannt, dass es eine Altersbeschränkung gibt - ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren ...

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dsupper 09.08.2017, 14:34
@DerHans

lol - wenn schon, dann gibt es, z.B. in NRW, die 20/40 Regel = 20 kg und/oder 40 cm Schulterhöhe. Aber auch da ist mir keine Altersbeschränkung bekannt. Und diese Regelung ist kein allgemein gültiges Bundesgesetz - wie es ohnehin nur Landeshundegesetze (alle völlig verschieden) gibt.

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dsupper 09.08.2017, 14:36
@DerHans


RASSE ist überhaupt kein Merkmal. Welcher Rasse gehört denn ein südländischer Straßenhund an?


Richtig und deshalb gibt es für südländische und auch andere Mischlinge (sofern es keine Mixe bestimmter RASSEN) sind, auch eigentlich keine altersgemäßen Auflagen zum Ausführen.

Und natürlich ist die RASSE ein Merkmal, wozu sonst gibt es die ominösen Rassenlisten. Und nur in DENEN ist ein Mindestalter (18 Jahre) und noch weitere entsprechende Auflagen vorgeschrieben.



Dafür braucht man eine Befähigungsnachweis. (Hundeführerschein)


Und auch das stimmt nicht, denn in NRW braucht man nur zur HALTUNG eines solchen Hundes einen Sachkundenachweis - der hat aber mit einem Hundeführerschein (wie z.B. in Niedersachsen, wo der selbst für einen Chihuahua notwendig ist) nichts zu tun.

Und für die Führung eines Hundes ohne Liste gibt es in NRW gar keine Altersbeschränkung oder Auflagen.

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DerHans 09.08.2017, 14:39
@dsupper

Ich habe einen Tibet-Terrier mit 10 kg. 

Wenn dem unverhofft eine Katze über den Weg springt, hat man den Eindruck, er könnte einem den Arm ausreißen.

Der sieht richtig "lieb" aus

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dsupper 09.08.2017, 14:44
@DerHans

Na, wenn du deinen Hund nicht erziehen kannst und ihn nicht im Griff hast, dann kann das aber nicht Grundlage für rechtliche Fragen sein ....

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Die Straßenverkehrsordnung sieht eigentlich vor, dass Kinder unter 14 Jahren i.d.R. ungeeignet sind, um größere Hunde spazieren zu führen.

dsupper 09.08.2017, 14:26

Wo steht denn bitte ein genaues Alter? Und wo steht etwas über "größere" Hunde und wie bitte will man dies definieren?

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Nalaaa001 09.08.2017, 14:29
@dsupper

Das steht genauso in der Straßenverkehrsordnung wie oben geschrieben.

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DerHans 09.08.2017, 14:34
@dsupper

Das Alter ist durch das Wort Kind definiert.

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dsupper 09.08.2017, 14:41
@Nalaaa001

Dann bitte den Paragraphen - ich kenne nämlich in dieser Beziehung nur den § 28 der auch nur besagt "Sie (in diesem Fall Hunde) sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können.

Da steht nix von Kind und auch nix von einem bestimmten Alter!

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dsupper 09.08.2017, 14:42
@DerHans

Dieses Wort taucht aber in der Straßenverkehrsordnung bzgl. Hund und Führen gar nicht auf!

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dsupper 09.08.2017, 14:59
@dsupper

Und in der Hundehalterverordnung, die gleichlautend zur Straßenverkehrsordnung die Angelegenheit noch genauer "aufdröselt", gibt es auch weder das Wort "Kind" noch ein festgeschriebenes Alter.

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Nalaaa001 09.08.2017, 15:09
@dsupper

Kinder unter 14 Jahren sind i.d.R. als ungeeignet zum Führen großer Hunde anzusehen – hier kann unter Umständen eine Beanstandung in Form einer Verwarnung durch die Polizei erfolgen.  Diese Regelungen sind in der Straßenverkehrsordnung (§ 28 StVO) zu finden.

diese Regelung kann je nach Bundesland anders sein. 

Ich habe genau das hier mal gelesen:) falls es wo anders anders steht kann ich dazu auch nichts sagen!

http://www.polizei.bayern.de/news/recht/index.html/11994

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dsupper 09.08.2017, 15:18
@Nalaaa001

lol - ja, aber das ist NICHT die Straßenverkehrsordnung, sondern eben nur Erklärungen dazu.

Und da steht eben auch: "in der Regel" und "große" Hunde (was bitte sind große Hunde - welche, die 30 cm groß sind, oder 50 cm oder 70 cm)

Und da steht auch; "kann unter Umständen"

ja, natürlich kann das alles, das hat auch keiner bestritten:

Fakt ist aber, dass jeder, der im Straßenverkehr und außerhalb eines befriedeten Grundstücks einen Hund führt, in der Lage sein muss - körperlich und geistig - auf diesen Hund einzuwirken und ihn zu kontrollieren. (das besagen die Straßenverkehrsordnung und auch die Hundehalterverordnung unisono).

Dabei kann es aber sein, dass ein 13jähriger, der mit seinem 50 cm großen Hund bereits 1 oder 2 Jahre gemeinsam die Hundeschule besucht hat, besser auf den Hund einwirken und ihn sicher führen kann, als eine 70jährige auf ihren nicht erzogenen Minihund oder ein 30jähriger auf den noch weniger erzogenen Kangal.


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Nalaaa001 09.08.2017, 15:32
@dsupper

Natürlich kann es gut sein, das ein 13-jährigem Mädchen gut mit seinem Hund zu recht kommt. Da gehe ich sogar von aus. Aber trotzdem kann es immer sein, dass der Hund plötzlich etwas sieht, da kann man noch so gut auf den Hund einwirken und über die Straße rennt. Da kann eine 13- jährige einen großen Hund auch nicht mehr halten. Und Fakt ist ein 13-jähriges Mädchen ist körperlich mit Sicherheit NICHT in der Lage in schwierigen Situationen mit einem Hund klar zu kommen. Auch wenn es dann nicht mit genauen Alter in der Straßenverkehrsordnung steht, ist ein 13-jähriges Kind körperlich nicht in der Lage dazu. Da hilft dann auch keine Hundeschule. Vom geistlichen her, wären hingegen die meisten wohl schon in der Lage. Aber es kommt halt nicht nur darauf drauf an...

Aber da gibt es wohl verschiedene Ansichten zu.

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dsupper 09.08.2017, 18:44
@Nalaaa001

Nein, da gibt es keine unterschiedlichen Ansichten: es kommt immer darauf an, wie ein Hundeführer mit dem Hund umgehen und ihn führen kann.

Ich kenne etliche junge Menschen, die auch Hunde wie Labrador oder Retriever so im Griff haben, dass es keine problematischen Lagen gibt. Ansonsten kann selbst bei Erwachsenen immer auch eine Situation passieren, die sie nicht beherrschen.

Und wenn ich in der letzten Zeit immer mehr Menschen mit großen Kangals herumlaufen sehe, bzw. große Kangals mit ihren Menschen - dann steckt da mit Sicherheit ein großes Gefahrenpotential hinter.

Es kommt immer nur auf die Einzelkonstellation an - und genau das besagen beide Gesetze/Verordnungen. Man kann das sicher am allerwenigsten am Alter des Hundeführers festmachen.

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Tiere sind unberechenbar. Egal wie lieb sie scheinen, du kannst dich nicht darauf verlassen.

Das darfst Du solange er nicht spazieren geht.

Mario

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