Darf ich mir einen Monitor kaufen?

8 Antworten

Dazu sagt sogar der Gesetzgeber etwas

Es gibt den sogenannten "Taschengeldparagraphen"

§ 110 BGB [Vertragsschluss durch Bewirken der vertragsmäßigen Leistung, Taschengeldparagraf] Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zwecke oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Da du mit Zustimmung deiner Eltern Zeitung austrägst und damit das Geld zusammengespart hast kannst Du dir den Monitor kaufen. Allerdings solltest Du trotzdem deine Eltern fragen.

Wenn es dir deine Eltern nicht erlauben und dir auch nicht gestattet haben, mit dem selbstverdienten Geld zu machen, was du willst, dann kannst du ihn nicht kaufen. Zumindest wär der Kaufvertrag dann nicht wirksam. Bei kleineren Beträgen interessiert das den Händler meist nicht (habe in dem Alter auch fleißig Dinge gekauft) aber bei 400 Euro wird er wohl auf die Zustimmung deiner Eltern bestehen. Außerdem würde es deinen Eltern vermutlich auffallen, wenn bei dir plötzlich ein neuer Monitor steht.

Geschäftsfähigkeit: Ab wann dürfen Kinder etwas kaufen?

Kinder unter sieben Jahren sind laut Paragraf 104 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) nicht geschäftsfähig und dürfen ohne Erlaubnis oder das Beisein ihrer Eltern nichts kaufen – auch dann nicht, wenn sie schon eigenes Taschengeld bekommen. Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 17 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie sich rein rechtlich fast alles kaufen dürfen, was sie möchten, wenn die Eltern dem Kauf nicht widersprechen.

Bis man 14 ist darf man eigtl alleine nur unter 5€ einkaufen aba kopf hoch

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Das bedeutet, dass sie sich rein rechtlich fast alles kaufen dürfen, was sie möchten, wenn die Eltern dem Kauf nicht widersprechen.

Ich weiss nicht, von welcher Seite du das kopiert hast, aber das ist grottenfalsch.

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@Ronox

Ahja, dann bitte ich dich darum es zu korrigieren und nicht nur zu sagen das es falsch ist!

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@Nightythehawk

Ein beschränkt Geschäftsfähiger benötigt für Willenserklärungen, die ihm nicht nur einen rechtlichen Vorteil bringen oder rechtlich neutral sind (sogut wie alle Vertragsschlüsse) die Zustimmung (Einwilligung oder Genehmigung) des gesetzlichen Vertreters (§ 107 BGB). Eine Ausnahme stellt der sogenannte Taschengeldparagraf (§ 110 BGB) dar, der eigentlich gar keine Ausnahme ist, da es sich dabei im Prinzip auch nur um eine Generaleinwilligung handelt.

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