Darf ich mein Erbteil einfordern?

7 Antworten

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  1. Sie sind offenbar "Vermächtnisnehmer" und können daher die Ihnen zuzewendete Summe vom Erben sofort verlangen

2.Sie sind außerdem als Sohn des Erblassers Pflichtteilsberechtigter. Wenn die Ihnen zugewendete Vermächtnissumme die Höhe Ihres Pflichtteils (die Hälfte des Wertes Ihres gesetzlichen Erbteils) nicht erreicht, können Sie auch die Differenz vom Erben verlangen.

3.Ist denn geprüft worden, ob Ihr Vater nicht an sein gemeinsam mit Ihrer Mutter errichtetes Testament (Gegenseitige Erbeinsetzung der Eltern und die Kinder als Erben des zuletzt versterbenden Elternteils) gebunden war und daher gar nicht mehr abweichend davon testieren durfte ? Wenn diese Frage noch nicht angesprochen wurde, wäre es höchste Zeit, das zu tun. Legen Sie das Testament der Eltern einem Anwalt vor, der von Erbrecht etwas versteht.oder stellen Sie den Wortlaut hier ins Netz, damit es darauf geprüft werden kann.

du bist pflichtteilsberechtigt und kannst daher deinen Erbteil sofort einfordern. Du musst keine Rücksicht darauf nehmen, dass das Haus erst verkauft werden muss. Pflichtteilsberechtige haben unwahrscheinlich viele Rechte und daher solltest du auf jeden Fall zu einem Anwalt gehen. Du kannst nämlich überdies noch deine Pflichtteilsergänzungsansprüche einfordern und solltest dafür sorgen, dass ein Gutachten für das Haus erstellt wird, damit es nicht unterm Wert verkauft wird. Wieso Formulierungsfehler? Wenn dieser nachgewiesen wurde, hätte das Testament doch seine Gültigkeit verloren oder?

Bekomme Ich dann nur den Pichtteil

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@Chinakracher87

So wie ich das verstehe, hat dein Vater den Wert des Hauses als Grundlage für die Verteilung seines Vermögens angesetzt. Kann es denn sein, dass das Haus nur 70.000 Euro einbringen wird? Ärzte ohne Grenzen sind lediglich Vermächtnisnehmer, Onkel und Tante mit deiner Schwester und dir die eigentlichen Erben. Als Pflichtteil stünde dir 25% vom Ganzen zu. Berücksichtigt werden müssen auch die Pflichtteilergänzungsansprüche. Ich kenne die Formulierung des Testamentes nicht und würde daher noch einmal raten, einen Anwalt zu befragen.

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Bevor du den Dummfug von gepucpu für bare Münze nimmst, empfehle ich dir dringend, von einem Fachmann folgende Einschätzung überprüfen zu lassen:

  1. Gem §§ 1922, 1924 BGB sind Erben Personen, und zwar ausschließlich Abkömmlinge des Erblassers.

  2. Alle anderen durch Testament Begünstigte sind Vermächtnisnehmer. Diese haben gegen die Erben einen Herausgabeanspruch des Vermächtnisses, ohne Erben zu sein.

  3. Lt. Testament besteht also eine Erbengemeinschaft aus deiner Schwester, Tanten, Onkel und dir. Einen Begriff "Haupterbe" kennt das Gesetz nicht, alle sind gleichberechtigt, auch wenn sie eine höhere Erbquote als die Miterben haben.

  4. Alle Miterben dieser Gemeinschaft haben sich gemeinsam über die Auseinandersetzung des Erbes zu verständigen, können nur gemeinsam die erworbene Immobilie veräußern, Vermögensgegenstände wertmäßig nach Erbquote zuteilen - natürlich nur von dem nach Auszahlung des - gerichtlich wirksam festgestellten Anspruchs - an Ärzte ohne Grenzen

  5. Fordern kann man, einigen muss man sich selbst.

  6. Gibt es keine Einigung, kann nur der lange, kostspielige Weg der Erbauseinandersetzung gewählt werden.

Also, zahlt das Vermächtnis aus, entscheidet über Verkauf, wählt einen Gruppensprecher der Verkauf organisiert, Verteilungsvorschläge zu den anderen Werte macht und um Zustimmung aller Miterben feilschen kann.

Oder zerfleischt euch solange, bis nichts mehr da ist.

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