Darf ich in der Ausbildung ein Gewerbe eröffnen?

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6 Antworten

Kann mein Arbeitgeber das verbieten?

Kommt drauf an.

Wenn du mit der Tätigkeit zu diesem in Konkurrenz trittst, könnte er, oder wenn du durch die Nebentätigkeit deine Ausbildungsziele gefährdest, Ruhezeiten nicht einhälst, etc.

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Kommentar von XxAventadorxX
26.08.2016, 18:23

Das mit den Ruhezeiten kann man aber nicht genau sagen, da ich ja beim Internet Marketing selbstständig bin und so viel/wenig und wann/wo ich arbeiten kann, wie ich möchte. Ich habe keine geregelten Arbeitszeiten....

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Ein Nebengewerbe ist genehmigungspflichtig, jedoch zulässig wenn es nicht die Gleiche Tätigkeit ist wie der Arbeitgeber ausführt ,also keine Konkurrenz. 

In der Ausbildung, darf der Erfolg der Ausbildung nicht darunter leiden ,ok ist so eine Auslegungsache.

Ggf mit dem Betriebsrat mal reden wie man des am besten genehmigen lässt.

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Das Problem ist, dass der Arbeitgeber alles verbieten kann, was die Tätigkeit bei ihm beeinträchtigen könnte. Sprich, wenn Sie selbst ein Gewerbe anmelden, ist aus Sicht des Arbeitgebers davon auszugehen, dass Sie da mehrere Stunden wöchentlich investieren. Wenn Ihr Ausbildungsverhältnis aber schon auf 40 Wochenstunden festgelegt ist, wann wollen Sie das machen? Es wird also Ihre Freizeit/Erholungszeit darunter leiden und dann dementsprechend die Leistung, die Sie auf Arbeit/in der Berufsschule bringen. Das ist zumindest der Gedankengan eines Arbeitgebers. Und das hätte so vor Gericht auch Bestand, wenn es hart auf hart kommt.

Meine Empfehlung daher: Mit dem Verantwortlichen auf Ihrer Arbeit ein Gespräch suchen und ihm unter diesen Gesichtspunkten einen Handel vorschlagen. Zum Beispiel, dass Sie unter Beweis stellen, dass Sie über einen festgelegten Testzeitraum Ihre Leistung auf Arbeit aufrechterhalten können. Aber darauf muss der AG auch nicht eingehen. Das können Sie nur versuchen.

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Kommentar von XxAventadorxX
26.08.2016, 18:25

Das mit den Ruhezeiten kann man aber nicht genau sagen, da ich ja beim
Internet Marketing selbstständig bin und so viel/wenig und wann/wo ich
arbeiten kann, wie ich möchte. Ich habe keine geregelten
Arbeitszeiten....

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Ich verweise auf den zutreffenden Kommentar von "kevin 1905"

Was die max. wöchentliche Arbeitszeit betrifft ---> diese gilt nur für Arbeitsverhältnisse - eine selbständige (freiberufliche)/gewerblicheTätigkeit kann unbegrenzt, auch bei paralleler Beschäftigung als Arbeitnehmer, ausgeübt werden (die Zeiten werden NICHT zusammengezählt).

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Kommentar von XxAventadorxX
28.08.2016, 01:13

Kann mein Arbeitgeber das dann ablehnen?
Ich arbeite bei einer Krankenkasse, also stellt Internet Marketing keine Konkurrenz dar. Und da ich meine Zeit selbst einteilen kann, sollte das doch kein Problem sein, oder?

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Du darfst 13522 Jobs neben der Ausbildung haben und 5 Millionen nebeneinkommen pro Jahr ohne das sich dein Ausbilder beschweren kann.
Vorraussetzung: deine Nebentätigkeit(en) dürfen die Ausbildung nicht behindern und müssen natürlich angemeldet sein.

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In der Regel kann der Arbeitgeber seine Zustimmung verweigern. Eine Begründung benötigt er dafür, meines Wissens, nicht. 

Eine Begründung könnte jedoch sein, dass eine zusätzliche Tätigkeit Deine Arbeitsleistung bei Deinem Arbeitgeber beeinflussen / einschränken kann.

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Kommentar von kevin1905
26.08.2016, 17:49

In der Regel kann der Arbeitgeber seine Zustimmung verweigern.

Genau falsch herum.

Grundsätzlich sind Arbeitgeber zustimmungspflichtig, wenn nicht dessen Interessen höher zu bewerten sind.

Pauschale Verbote zum Nebenerwerb in Arbeitsverträgen sind nichtig, da mit dem Grundgesetz unvereinbar.

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