Darf ich im Ernstfall einen Einberufungsbefehl verweigern, wenn dadurch nur Interessen von Verbündeten aus Drittstaaten befriedigt werden?

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8 Antworten

In Deutschland kann man an sich nur im Verteidigungsfall eingezogen werden und dann geht die Kommandogewalt an den Kanzler bzw an die Kanzlerin. Wie die Gesetze dann geändert werden können etc. steht alles im Grundgesetz ab Artikel 115 beginnend. Ansonsten steht weiter vorne im Grundgesetz das niemand zum Dienst an der Waffe gezwungen werden kann wenn Ethische und Moralische Gründe dagegen sprechen etc. 

Das gilt für Deutschland. Könnte für den ein oder anderen ja was völlig neues sein....

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Wenn das was in deiner Fragestellung steht auch deine Begründung seien würde, nein. Gutes Beispiel dafür war Muhammad Ali. ^^

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Selbst wenn du einen Einberufungsbefehl ohne Ernstfall verweigerst,  bist du ganz schön in der Bredoullie.

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Du kannst doch den Dienst an der Waffe verweigern! Ein Drittel deiner Landsmänner, welche eingezogen werden sollen, machen das auch...

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Kommentar von Kollektivgeist
16.12.2015, 01:26

Den Präsenzdienst hab ich schon abgeleistet, ich spreche hier von der Einberufung in einem möglichen Ernstfall. Hoffe natürlich nicht, dass es soweit kommen wird, eine Garantie gibt es jedoch nicht dafür. 

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Für Deutschland kann ich Dir sagen, dass wir hier sogenannte Notstandsgesetze haben. Die Notstandsgesetze können jegliche Form von Recht und demokratischen Ansprüchen außer Kraft setzen.

Für Österreich wird das ähnlich sein.

Notstandsgesetze sind eigentlich in allen Ländern mit demokratischen Grundzügen gegeben. Die Notstandsgesetze sollen gewährleisten, dass man im Fall eines Notstandes direkt reagiert, und nicht wie gewohnt demokratisch diskutiert.

Für den von Dir angesprochenen Fall hast Du einer Einberufung Folge zu leisten. Tust Du dies nicht, hast Du den Status eines Fahnenflüchtigen, und kannst nach Militärrecht sofort standrechtlich erschossen werden.

Erkundige Dich also nach den Notstandgesetzen Deines Landes.

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Können ja, dürfen nein.

Du musst dann halt die Konsequenzen tragen. In Deutschland steht darauf bis zu 5 Jahre Gefängnis. In Österreich wird es nicht viel anders sein.

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Kommentar von LemyDanger57
17.12.2015, 00:17

In Deutschland steht darauf bis zu 5 Jahre Gefängnis.

Echt? Wir haben doch gar keine Wehrpflicht (mehr) in Deutschland.

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Das "Nur" in deine Frage ist ein echte Knüller.

Wenn dein Land Dich einzieht, geht es primär um die Interesse deinen Land. Auch wenn es nicht so nobel aussieht wie im Fernsehen, kein Land der Welt unterstützt ein andere ohne sich dabei Vorteile zu versprechen.

Da heut´zu Tage Niemand mehr erschossen wird der nicht will, ist es deine Sache ob Du mit oder gegen macht.

Mit Strafe musst Du rechnen. Nicht kostet weniger als gegen.

Zivilschutz ist auch sehr OK. Und unterstützt indirekt auch die Interessen eine verbündete Drittstaat, der sich so nicht darum kümmern musst die Zivilisten ein befreundete Staat zu schützen.

Kann machen was Du willst. In moderne Zeiten kommt Krieg zu Dir, Du musst nicht mehr hin.

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Kommentar von Weinberg
17.12.2015, 12:39

ja, mein Grossvater musste seinerzeit auch die Interessen seines Landes verteidigen. In Stalingrad....

Und heute werden die deutschen Interessen in Afghanistan verteidigt...

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In Amerika wird nun ein Mann lebenslänglich ins Gefängnis kommen, weil er ein Deserteur ist/war. Im Afganistan -Einsatz (wenn ich es jetzt nicht verwechsel).

Ich kann deine Gedanken zu 100% verstehen & finde diese auch supi. Aber informier dich bitte vorher genügend was das für dich für Konsequenzen hat/hätte.

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