Darf ich einen todkranken Freund fallenlassen?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Ehrlich gesagt verstehe ich dich sehr gut. Manchmal ist man ziemlich gestresst schon allein wegen den Problemen anderer, die auf einen gelastet werden.
Ich finde es sehr gut, dass du die Leute, die wirklich nur am nörgeln, kritisieren und fertig machen sind, aus deinem Leben ausgeschieden hast. Manchmal geht das nicht anders und muss so sein, um vorwärts zu kommen und gelöster zu sein.

Was die Freunde angeht, die psychische Probleme haben: ehrlich gesagt, würde ich sie nicht gleich fallen lassen, denn du bist eine gewisse Vertrauensperson und auch wenn es dir jetzt gegen den Strich geht, sie brauchen dich als eine Freundin.
Schließlich möchte man auch Freunde haben, wenn es einen mal selber mies geht (Krankheit, Todesfälle usw)...

Du selbst kannst aber einen gesunden Abstand nehmen, ohne dass du die Freundschaft gleich "kündigen" musst und ohne dass es andere gleich merken. Treffe dich einfach nicht so oft mit diesen Personen und mach stattdessen Dinge, die dir gefallen und die dich aufbauen. Natürlich muss niemand deine wahren Beweggründe kennen, aber geh einfach mal von allen ein Schritt rückwärts. Vielleicht brauchst du einfach einmal Zeit für dich und musst mal zu Ruhe kommen, um für andere offen zu sein ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde es sehr rücksichtsvoll von dir, den Kontakt zu Menschen mit Problemen abzubrechen. Denen geht es sowieso schon schlecht. So einen Freund brauchen die wirklich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du muß dir nix vorheulen lassen und du mußt auch nicht den Mülleimer für andere spielen, auch nicht für Freunde. Aber du solltest den Mumm haben, mit Freunden darüber zu reden.

Es ist eine Sache, ob ein Freund in einer Notstuation meine Hilfe braucht, oder ob er sich enfach daran gewöhnt hat, bei mir abzuladen. Letzteres laß ich auch nur bedingt zu, wenn es mir zuviel wird, sag ich was. Auch, wenn es dann die Freundschaft kostet, was auch schon vorgekommen ist.

Wie du sagst, ich lad auch nicht ständig meinen Müll bei meinen Freunden ab und ich laße es auch nicht zu, daß die das bei mir tun. Aber in einer akuten Situation bin ich für Freunde da. Wo da für dich die Grenzen sind  mußt du ausloten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sharkbitesx3
27.01.2016, 00:58

Wenn ein Freund akut verlassen wurde/eine Diagnose erhalten hat/einen akuten Zusammenbruch erleidet - klar bin ich da. Aber ich will kein Drama und keine Tränen mehr. Ich bin nicht für die Psychohygiene anderer Menschen zuständig. Sie sollen Sport machen, sich einen Psychologen suchen oder sich jemanden suchen, der ein Helfersyndrom hat und sich das bereitwillig anhört.

1

Es ist ein bisschen egoistisch weil du deine Freunde in einer Zeit wo sie dich brauchen im Stich lässt aber ich kann das gut nachvollziehen ich würde erstmal anfangen mich so ein wenig zu distanzieren und nicht von jetzt auf nachher eine Person aus dem Leben streichen. Das trägt nicht positiv dem Psychischen Zustand deiner Freunde bei. Außerdem bereust du es später vlt. Ich hatte mal eine ähnliche Situation und ich trag das gewissen immernoch mit mir herum und denk mir manchmal was wäre wenn sie noch meine beste freundin wäre und nicht IHRE.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Moralisch gesehen ist das natürlich komplett daneben, aber wenn es dir selbst ebenfalls dadurch schlecht geht kannst du sie natürlich auch ignorieren und dein Leben wieder glücklich Leben. Du musst natürlich auch selber wissen was du für richtig hältst, aber selbst wenn du dich dafür entscheidest die Freunde von dir zu ignorieren, kann, oder besser gesagt darf dir trotzdem niemand Vorwürfe dafür machen, da deine Psyche dadurch ja auch beschädigt wurde.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sharkbitesx3
27.01.2016, 01:02

Habe ich moralisch gesehen die Pflicht, mich volljammern zu lassen? Mitleid hilft niemandem.

1
Kommentar von Skillendrium
27.01.2016, 13:06

Moralisch gesehen hast du die Pflicht ihnen zu helfen, anstatt sie mit ihren Problemen alleine zu lassen. Aber ich habs ja schon gesagt, niemand kann dir Vorwürfe dafür machen das du ihnen nicht helfen willst wenn deine eigene Psyche dadurch auch betroffen wird.

0

Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Schade das du niemanden hast, dem du alles sagen kannst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Bitterkraut
27.01.2016, 01:00

Nein, geteiltes Leid ist nicht halbes Leid, das ist ein Irrglaube, das ist eher doppeltes Leid. Wenn ich leide, müssen meine Freunde nicht mitleiden, wenn sie helfen können, gut, dann tun sie es auch und Hilfe kann man auch einfordern.Ständiges (Mit)Leid aber nicht. Oder nur in bestimmten Genzen. Wenn jemand nicht bereit ist, sich selber zu helfen oder sich helfen zu lassen, muß man sich auch nicht volljammern lassen.

0
Kommentar von Sharkbitesx3
27.01.2016, 01:00

Ich habe Leute, aber ich will mich nicht ausheulen über Umstände, wo sie sowieso nichts machen können.

Ich rufe nicht an und sage Oh, mir geht es so schlecht und ich bin so verzweifelt und hör mal, was schon wieder passiert ist!

Sondern ich reflektiere für mich selbst und frage um Rat. Aber ich jammere nicht .

1

Ganz ehrlich und offen? Ich find's egoistisch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sharkbitesx3
27.01.2016, 00:54

Soll ich denn mitleiden? Was gibt mir die Pflicht dazu? 

Niemand hat das Recht, mir negative Gefühle zu machen!

0
Kommentar von Lustigst
27.01.2016, 00:55

mensch sein

0
Kommentar von Bitterkraut
27.01.2016, 00:56

Ja, aber es ist auch egoistisch ständig seinen Seelenmüll bei Freunden abzuladen, statt beim eigenen inneren Schweinehund. Oder bei einem Therapeuten.

0
Kommentar von Lustigst
27.01.2016, 01:03

kommt drauf an, ob es selbstverschuldet ist..Und ob man was dagegen tut oder es will. Was wenn du in so einen Zustand kommst? İm Moment kannst du vieles behaupten. Aber wirklich wissen wirst du es nicht. Ich finde, man sollte sein Bestes geben, um diese negative Situation zu ändern. Dafür sind Freunde/Verwandte etc. da. Dann erst kann man sich mit ruhigem Gewissen auch den positiven Sachen zuwenden. Das sind nunmal die Normen des gesellschaftlichen Lebens. Sonst sollte man damit rechnen, dass man irgendwann auch alleine steht mit solchen Problemen. Natürlich sollte das nicht der Grund für das Beistehen sein.

0

Was Du da schreibst, ist nicht zu rechtfertigen.

Wenn Du selbst Ausgangspunkt einer "Negativität", wie Du schreibst, wirst, also krank wirst, psychische Probleme o.ä. bekommst, wirst Du für menschliche Hilfe dankbar sein.

Andere Mitmenschen sind da -oh Wunder- nicht anders.

Du wirst Dein ganzes Leben lang von "Negativitäten" begleitet werden. Arrangier Dich auf menschliche Art und Weise mit ihnen, dann kommst Du am Besten damit klar und kannst jeden Morgen aufrichtig in den Spiegel schauen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sharkbitesx3
27.01.2016, 01:23

Muss ich mir wirklich die traurigen Geschichten anderer anhören, wenn ich in derselben Zeit auch einfach einen schönen Film gucken oder einen Kuchen backen kann? Ich belästige andere ja auch mit nichts, was sie nicht ändern können.

0

Was möchtest Du wissen?