Darf ich einen Hund holen? Mietklausel ist Seltsam!

...komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Die Frage, welche Tierhaltung im Rahmen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs liegt, richtet sich zunächst danach, was im Mietvertrag vereinbart wurde und inwieweit diese Vereinbarung wirksam ist. Wurde keine Vereinbarung getroffen, gilt das unter Punkt 2 Gesagte. 1. Tierhaltung, wenn im Mietvertrag eine Vereinbarung getroffen wurde Wurde im Mietvertrag eine Vereinbarung getroffen, so ist wie folgt zu unterscheiden: a) Individualvereinbarungen Haben Mieter und Vermieter eine Vereinbarung getroffen, die nicht bereits im Mietvertrag vorformuliert war, so ist diese Vereinbarung auch dann wirksam, wenn das Halten von Haustieren völlig untersagt ist. Der Mieter muss sich an Inhalt und Umfang dieser Vereinbarung halten. Hat er sich ein Tier angeschafft, obwohl dies nicht erlaubt ist, muss er es auf Verlangen des Vermieters wieder abgeben. Ausnahme: Wird für den Mieter ein Blindenhund notwendig, so darf er diesen halten, auch wenn im Mietvertrag steht, das die Haltung von Hunden und Katzen untersagt ist. b) Regelungen in Allgemeine Geschäftsbedingungen Hat der Mieter einen Formularmietvertrag unterschrieben (das ist der Regelfall), so fragt sich, inwieweit eine dort enthaltene vorformulierte Klausel zur Haustierhaltung wirksam ist. * Folgende Klauseln sind unwirksam: "Tiere dürfen nicht gehalten werden" oder "Das Halten von Haustieren ist untersagt". Da diese Klauseln auch die Haltung von Kleintieren (z.B. Zierfischen, Wellensittichen, Goldhamstern, Mäusen) verbieten, die weder den Nachbarn, noch den Vermieter stören können, sind sie unwirksam. Der Mieter darf also Kleintiere dieser Art halten, da sich diese Tierhaltung im Rahmen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs hält. * Die Klausel "Dem Mieter ist es verboten Hunde und Katzen zu halten" ist wirksam. Hier bleibt dem Mieter die Kleintierhaltung gestattet, so dass das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nicht verletzt ist. Eine Ausnahme muss auch hier gemacht werden, wenn der Mieter einen Blindenhund benötigt. * Wirksam ist auch folgende Klausel: "Die Haltung von Haustieren bedarf der Zustimmung des Vermieters". Hier ist der Vermieter grundsätzlich in der Entscheidung frei, ob er Hunde- oder Katzenhaltung erlaubt. Seine Entscheidung muss sich aber an sachlichen Kriterien ausrichten. Solche Kriterien sind die Eignung des Mieters zur Tierhaltung, die ablehnende Haltung anderer Mieter zu der Tierhaltung (= Frage des Hausfriedens) oder die Gefahr, dass nunmehr auch eine Vielzahl der anderen Mieter entsprechende Tiere halten wollen. 2. Tierhaltung, wenn keine Vereinbarung im Mietvertrag getroffen wurde Ist hinsichtlich der Tierhaltung keine Vereinbarung im Mietvertrag getroffen worden, so darf der Mieter ohne Erlaubnis Kleintiere halten. Dazu gehören z.B. Zierfische, Wellensittiche, Goldhamster, Mäuse und Meerschweinchen. Hinsichtlich der Haltung von Katzen ist die Rechtsprechung nicht einheitlich. Für eine darüber hinausgehende Tierhaltung benötigt der Mieter die Erlaubnis des Vermieters. Dieser muss die Erlaubnis selbst dann nicht erteilen, wenn er anderen Mietern die Tierhaltung erlaubt hat, denn einen Grundsatz der Gleichbehandlung gibt es im Privatrecht nicht. Hinweis: Die Rechtsprechung hierzu ist allerdings sehr uneinheitlich. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick hat Anfang dieses Jahres z.B. entschieden, dass ein Mini-Pig in einer Mietwohnung verbleiben darf, da Geruchs- und sonstige Belästigungen von dem Schwein nicht (mehr) ausgingen.

In deinem Mietvertrag steht ja das ab Katzengröße der Vermieter die erlaubnis geben muss, wenn er das jetzt nicht tut weil er z.b bedenk hat das die Nachbarn gestört werden dann ist er im recht. Auch wenn es doof ist und deiner meinung der Hund keine probleme machen würde. Wenn es jetzt aber wirklich z.b um die belästigung der Nachbarn geht und diese den Hund auch so toll finden dann lass vielleicht auch einen deiner Nachbarn deinem Vermieter sagen und finde weiter Punkte die für den Hund sprechen würden bzw. eventuelle ängste deines vermiters entkräftigen. Vielleicht findest du ja so eine einigunung mit ihm

Wenn Dein Vermieter "Nein" sagt, dann ist das so. Natürlich könntihr den Mietvertrag, wie oben schon erwähnt, so auslegen, dass der Hund kleiner als eine Katze ist. Was bringt euch das aber, wenn hinterher das Theater mit Nachbarn und Vermieter da ist? Zieht ihr dann um? Oder bringt ihr den Hund ins Tierheim? Manchmal macht es einen nicht glücklich "Recht" zu haben.

Hellracer83 05.08.2009, 15:55

Es geht nicht um das recht haben. Ich bekomme mit keinerlei Nachbarn ärger die kennen den hund ja schon er war auch schon alleine über 7 Stunden in der wohnung un niemand hat was gehört ( Bellen oder so )und wie oben schon Geschrieben die Nachbarn haben ihn auch schon etwas ins herz Geschlossen.!

0
Reiff 05.08.2009, 18:03
@Hellracer83

Das "Recht" haben bezog sich auf Deine Frage, ob es lt. Mietvertrag erlaubt ist, also eine rechtliche Sache. :-) Ok, die Nachbarn sind dann nicht das Problerm, ändert aber am "Nein" des Vermieters nichts. Alles Gute, hoffe, Du darfst.

0

Wenn dein Vermieter das nicht möchte,hast du schlechte Karten.Ob die Hausordnung etwas anderes sagt ist egal,dein Vermieter ist Eigentümer der Wohnung und er darf entscheiden,was er in seinem Eigentum erlauben möchte oder nicht.

da hast du eine sehr faire formullierung im mietvertrag. ich würde also unbedingt die erlaubnis einholen.

die klausel ist weise gewählt, da die rechtsprechung sich in folgendem einig ist: ob die tierhaltung genehmigt war oder nicht spielt keine rolle, wenn nachbarn sich beschweren. dann kann der vermieter die abschaffung des tieres verlangen. im extremfall bei weigerung auch den vertrag kündigen.

diese Hunde scheinen mir sogar kleiner zu sein als meine Katzen....
Für die Haltung von Haustieren ab Katzengröße bedarf der erlaubnis des Vermieters.
d.h. kannst dir holen m.E. ohne zu fragen.
allerdings macht es immer einen besseren Eindruck, wenn man Bescheid sagt, was man vor hat.

solche klauseln können zwar dastehen sind aber unzulässig ... da gibts genügend urteile wonach der vermieter nie gewonnen hätte

Google mal, es gibt ein Gerichtsurteil, dort war ein Mini Hund nachher dann kein Hund mehr (vor dem Gesetz) sondern gleichzusetzen mit Meerschweinchen.

Jedoch würde ich mir die Erlaubnis holen und wenn ich sie nicht bekomme und der Hundewunsch groß ist, umziehen.

Denn wenn man von vornherein weiß es gibt unfrieden hat es doch keinen Sinn.

Tja also... ihr dürft euch ohne Einwilligung des Vermieters einen Yorkshire Terrier holen, die gelten bezüglich Wohnungen / Mietsachen gesetzlich nicht als Hund sondern als Kleintiere wie Hamster und Kaninchen :) Viel Spass mit eurem neuen Hund.

>Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn Belästigungen der Hausbewohner und Nachbarn sowie Beeinträchtigung der Mietsache und des Grundstücks nicht zu erwarten sind."" damit ist die Frage schon beantwortet. pass nur auf, dass du keinen Kläffer erwischst. die kleinen können das manchmal besonders gut. NOCH EIN LOB: endlich mal eine gut beschriebene Frage weil du gleich den $ abgeschrieben hast.

Also ich sehe bei dieser Art von Hund keine Probleme, da ist ja meine Katze größer.
Steht da ja auch ..."ab Katzengröße". Wenn der Hund also kleiner ist, darfst du!

Was ist daran seltsam?

Du darfst OHNE die Einwilligung deines Vermieters Keinen HUND halten!

Das steht doch da schwarz auf weiß!

Malkia 05.08.2009, 14:50

Falsch. "ab Katzengröße", ist der Hund kleiner, benötigt man keine Erlaubnis.

0
Knabberstange 05.08.2009, 16:58
@Malkia

Naja...dann soll sie es machen.

Mein Problem ist es nicht.

Wäre das Mein Vertrag würde ich mich hüten.

0

eigentlich schon muss ein kleiner hund sein aber am bessten so oder so mit dem vermieter drüber sprechen

hexenrw 05.08.2009, 14:49

ne nur kleintiere ohne erlaubnis

0

frag am besten deinen Vermieter was er dazu sagt

Janni1979 05.08.2009, 14:45

Da mein Vermieter angst hat das Die wohnung beschädigt wird und evtl lärm von ihm ausgeht sagte er nein zur hundehaltung.! Hat er doch schon ;)

0

Was möchtest Du wissen?