Darf ich einen athletischen Körper aufweisen als Frührentner, ohne Fettpolster und nur schlank und muskulös?

1 Antwort

Also wenn ich mir deine Fragen von Anfang bis Ende anschaue, dann macht mir das schon ein wenig den Eindruck das du den Rentenanspruch auf alle Fälle aufrecht erhalten möchtest.
Fast jede Frage bezieht sich auf deinen Rentenanspruch. Du sagst du könntest nicht mehr als 3h arbeiten, aber 1,5 h schwimmen gehen wären absolut kein Problem.
Du hast ne Frage gestellt ob du dein Attest selber schreiben kannst und der Arzt es unterschreiben kann.
Oder du überlegst dir Aktien zu holen und hast Angst bei Gewinn auf deinen Rentenanspruch verzichten zu müssen.
Du fragst ob du Sport machen darfst und dabei deinen Rentenanspruch nicht gefährdest.
Du hast gefragt ob du Schauspieler werden könntest und weiterhin Anspruch auf deine Frührente haben kannst.

Diese ganzen Fragen zielen doch darauf es aufrecht zu erhalten, aber ich könnte wetten das deine Ängste und Sorgen in den letzten 2 Jahren größer geworden sind als vor 5 Jahren. Je länger du wartest desto schwieriger wird der Einstieg in die Arbeit, wahrscheinlich glaubst du schon selber nicht daran das jemals wieder arbeiten gehen wirst...
Wie sieht denn jetzt dein Tagesablauf aus? Und warum ist dein Ziel die Aufrechterhaltung deiner Frührente anstatt sich einen Weg aus der Depression zu erarbeiten.  Ich kann mir nicht vorstellen das den Weg den du seit Jahren beschreitest einen Weg zur Besserung ist.
Was sagt deine Familie oder Freunde über deine Frührente pflegst du die Beziehungen noch? Es kann doch nicht sein das die Frührente seit 2 Jahren hier dein Hauptaugenmerk im Leben ist...

Meine Ängste und Sorgen sind nicht größer als vor meiner Berentung. Das stimmt, es gibt immer Menschen, die nicht verstehen, dass man in Frührente ist und da nicht mehr raus kommt. Aber ich hab damit weniger Probleme, als bei Arbeitgebern wegen zu wenig Leistung auf der Abschussliste zu stehen.

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Welchen Beruf hast du denn ausgeübt ? Ich glaube ich würde selber depressiv werden, wenn ich nicht arbeiten würde, was macht man dann den lieben langen Tag? Reicht die Frührente überhaupt um sorgenfrei leben zu können ?

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@DougundPizza

Ich war Technischer Angestellter in der Produktentwicklung (Automobiltechnik, Projektmanagement, Projektbearbeitung), hatte ursprünglich in den 80er Jahren eine Lehre in einem metallverarbeitenden Beruf gemacht (Zerspanungstechnik) und nach zweijähriger Facharbeitertätigkeit eine Fortbildung zum staatl. gepr. Techniker, danach 25 Jahre in der Produktentwicklung, anfangs Zeichenbrett (Konstruktion), später CAD-Konstruktion und weiter zum Projektleiter und mit Projektmanagementaufgaben qualifiziert.

Im Laufe der Jahre bekam ich Depressionen am Bildschirm, Aussetzer, Denkblockaden während der Arbeit. Zunehmender Zeitdruck verstärkten meinen Leistungsdruck. Termintreue war nicht mehr gewährleistet, ich wurde unsicherer in meiner Arbeitsausführung, Fehler unterliefen mir, ich bekam Ärger und Stress mit Kollegen, Chef und Einträge wegen mangelhafter Arbeitsausführungen bis zu Abmahnungen.

Anfangs dachte ich nicht an eine psychische Erkrankung, bis meine traurige Verstimmtheit und Freudlosigkeit blieb und meine Hausärztin sagte, ich sollte mich in psychiatrische Behandlung begeben. Jedoch halfen Psychopharmaka nicht. Ich bekam Angst zur Arbeit zu gehen, ging aber trotzdem. Chefs kritisierten mich. Kunden kamen mit Reklamationen an meinen Arbeitsergebnissen. All das nahm ich sehr ernst und bemühte mich das wieder in Ordnung zu bringen.

Doch die Ängste, Depressionen wurden größer. Ich beantragte eine REHA, die keine Besserung brachte. Mein Arbeitgeber strich Stellen und führte Kurzarbeit ein in einer Auftragskrise. Das verunsicherte mich noch mehr. Kurz vor einem Nervenzusammenbruch ließ ich mich krank schreiben. Ich sah aus gesundheitlichen Gründen keine Möglichkeiten mehr für beruflich wieder Fuß zu fassen und beantragte die Erwerbsminderungsrente und Berufsunfähigkeitrente bei meiner privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Alleine von der Erwerbsminderungsrente könnte ich mit Geringfügigkeitsjobs leben. Mit meiner privaten Berufsunfähigkeitrente kann ich wie gewohnt ohne wirtschaftliche Nachteile weiter existieren.

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