Darf Ich eine Unterverteilung selbst verdrahten?

5 Antworten

Ich stimme meinen Vorredner zu. Im Eigenheim kann ich auf eigene Verantwortung alles selber machen.

Einen Fall vom VDE Kassel mit einem tödlichen Stromunfall  möchte ich hier erwähnen. Der Hauseigentümer hatte selbst in der Küche einen Herd angeschlossen und dabei eine der 3 Phasen fälschlicherweise auf das Gehäuse angeklemmt. Er ist mit den alten Farben der E-Installation offensichtlich durcheinander gekommen. Der Herd lief ordnungsgemäß eine Zeit lang auf nur 2 Phasen. Als er dann 1/2Jahr später die daneben stehende Waschmaschine reparieren wollte und in die Möbelnische einkroch und dabei mit dem Rücken den Herd berührte und dann eine geerdete Wasserleitung berührte, hat es ihn verspult. - Hausbrand und Stromschlag ist das maximale der Eigenverantwortung.

Was lernen wir daraus? Es hat seinen Grund, dass ein Elektriker heute 3,5J. eine Ausbildung machen muss.

Empfehlung: Auf Anweisung Leitung selber verlegen und das Anklemmen im Sicherungskasten dem Fachmann überlassen.

Danke für deine Antwort. Naja Gesellenbrief als Elektriker hab ich. :D 

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Du benötigst einen zugelassenen Meisterbetrieb, der dir das Ganze dann abnehmen muss. Sprich mit diesem und lass dir diese Arbeiten, zu denen du natürlich qualifiziert bist, "genehmigen".

Dazu unabdingbar ist die Prüfbarkeit - dokumentiere dann jeden wichtigen Zwischenschritt mit Fotos - später sieht man zu wenig, und niemand lässt sich darauf ein, "nur" eine ISO-Messung zu machen ohne zu sehen, ob Abstände eingehalten wurden, wie sauber du abisolierst, ob es gar blanke Leitungsstücke gibt, abgesägte ungeschützte Schienenstücke etc...

Unter diesen Voraussetzungen solltest du einen Betrieb finden können. Wenn du da angestellt wärst, würdest du eben solche Arbeiten auch ausführen - befugt.

An die Zweifler: ich habe mehrfach von "guten" Betrieben verzapfte lebensgefährliche und sogar offensichtliche Mängel selbst in Hauptverteilungen gesehen und erlebt. Da gebe ich auf Zertifikate und Zulassungen per se überhaupt gar nichts. Ohne wenn und aber.

"politische" Spitze persönlicher Erfahrungs-Art:

Ein TÜV, der eine "vergessene" Haupterdung in einem Eisenbahnbetrieb des Haupttrafos 630kVA nicht "sieht", einen falsch angeschlossenen Ü-Schutz nicht bemängelt, eine Verwechslung von PE und PEN nicht bemerkt - auch das sichtbar - und messbar - bei mehr als 40A Mantelstrom, (also bitte!!!!) - deshalb erlaube ich mir hier dieses harte Urteil. Der TÜV hatte der anfragenden großen Inst-Firma eine tadellos sichere Anlage bescheinigt. Gern kann ein entsprechender Vorgesetzter des TÜV (egal, welcher Verband) von mir zu diesem Fall Unterlagen einsehen. Und da wurden noch ganz andere dilettantische Pfusch-Arbeiten gemacht... Bauschaum und Asphalt verdecken nicht alle "Knicke" von 90 Grad auf nur 100mm bei 4x 240mm² Erdkabel, nicht wahr? Aber der TÜV sieht das nicht. Im Sockel der 150mm aufgeständerten Hauptverteilung (630kVA)...

Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich!

Arbeiten an elektr. Anlagen, die an das Niederspannungsnetz angeschlossen sind, sind nur zulässig mit Eintragung ins Installateurverzeichnis! Siehe: NAV § 13 Abs. 2

Danke für deine schnelle Antwort.  Installateurverzeichnis? Was genau ist das? 

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@KaiDerKai

Das zuständige EVU führt ein Installateurverzeichnis, Voraussetzung zur Eintragung in das Installateurverzeichnis sind:

Gewerbeanmeldung

Eintragungsbestätigung in die Handwerksrolle bei der zuständigen Handwerkskammer.

Diverse Messgeräte (siehe 0100 - 600 und 701/ 702)

VDE Auswahl-Abo

Meisterbrief oder vergleichbarer Nachweis

und schon darf geschraubt werden...

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Flurlicht zum anderen Sicherungskasten leiten?

Hi, 

bei uns im Haus hat eine Partei den Strom nicht gezahlt, da aber das Flurlicht über die verschiedenen Sicherungskästen der einzelnen Wohnungen läuft geht das Licht im EG nicht mehr! 

Jetzt hatte ich mir gedacht ist ganz einfach (da Lichtschalter EG und 1.OG direkt nebeneinander sind) ich nehme ein Draht und steck in in den ein Lichtschalter (auf dem im 1.OG noch Strom drauf ist) und klemme ihn an den anderen an (Als Handwerker hab ich scho öfter Lichtschalter angeschlossen zwar immer etwas ungern aber es ist kein Problem im normal Fall). 

Leider kommt kein Strom an wenn ich Strom auf einen der Anschlüsse oben recht wo L steht (Steckanschluss mit zwei Löchern um den strom weiter zum nächsten Schalter zu Leiten). 

Nun die eigentliche Frage ist der Schalter kaputt?? (Es sollte doch eigentlich egal sein welches der zwei Löcher ich nehme bei L (so wie es angeschlossen war sprich in das frei Loch bei L den neuen Draht rein gesteckt passiert gar nix und wenn ich beide Drähte tausche fliegen die FI-Sicherungen raus) 

Oder muss ich die Schalter im EG erst von der Zuleitung vom Sicherungskasten im EG trennen da sich die beiden FI-Sicherungen gegenseitig Stören oder so etwas in der art?

Vielen dank schon mal für antworten und ich entschuldige mich für diese komisch Erklärung des Problems ;-)

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Stromleitungen EFH

Hallo,

ich habe ein Haus gekauft das in den 16zigern gebaut wurde. Muss man dort zwingend die Stromleitungen erneuern? Es ist ein neuer Sicherungskasten drin, dann brauch man wohl nicht unbedingt die leitungen zu erneuern. Ist das Richtig??

Lg Annika

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16A Sicherung ( Sicherungskasten) und 20A Hauptsicherung für Sicherungskasten geflogen.?

Hallo, hatte vor kurzem einen Kurzschluss wegen einem Falsch angeschlossenen Lichtschalter. Nachdem die 16A Sicherung im Sicherungskasten für das OG geflogen ist, habe ich den Lichtschalter wieder umgeklemmt, so dass es wieder richtig ist. Danach hab ich die 16A Sicherung im OG wieder eingeschaltet und feststellen müssen das kein Strom mehr ankommt. Zum Verteiler geht ein 5-Ader Kabel. 3 Leiter 1 Null und eine Erde. 16A Sicherung ist intakt, es kommt kein Strom vom Hauptverteilkasten EG. Nach vielem suchen und versuchen ist mir aufgefallen, dass die 20A Sicherung für die Sicherung im OG geflogen ist. Aber nachdem ich die 20A Sicherung ausgetauscht hatte und im OG die 16A Sicherung wieder eingeschaltet hatte, ging das Licht ohne Probleme an und Spannung war an den Steckdosen vorhanden. Nach wiederholtem aus und einschalten gab es wieder einen Kurzen. 16A Sicherung im OG war noch drin. Geflogen ist die 20A Sicherung im KG Hauptverteiler. wo kann es dran liegen das ich wiederholt einen kurzen bekomme und die 16A nicht fliegt sondern die 20A? was kann ich machen?

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Fragen zu Sicherungskasten?

Ich bin neu eingezogen und habe im Keller (Einfamilienhaus BJ 1991) diesen Sicherungskasten und als Laie was Elektroinstallationen angeht ein paar Fragen dazu:

  1. Sichert der FI das ganze Haus oder nur einen bestimmten Schaltkreis wie Bad ab? Kann man das anhand des Sicherungskastens erkennen? Ich nehme an den Testknopf (Schmale Taste mit Beschriftung "T") sollte man gelegentlich mal nutzen? Wozu ist die Sicherung rechts daneben mit der Aufschrift "ASS" gehört die zum FI?
  2. Die drei Schraubsicherungen links sind vermutlich Vorsicherungen falls die Automaten nicht funktionieren sollten?
  3. Es gibt für die Küche scheinbar keinen eigenen Stromkreis für einen Geschirrspüler oder ein Untertischgerät obwohl Warmwasser nicht zentral bereitet wird. Die Sicherung 1 (die nicht beschriftete) scheint für das ganze EG zu sein. Ist das nicht etwas ungewöhnlich für das Baujahr? In meiner alten Wohnung hatte ich sogar zwei extra 16A Sicherungen für die Küche für Geschirrspüler und Untertischgerät. Hier hängen derzeit beide Geräte am EG Stromkreis und ich habe extra eine Energieverteiler Steckerleiste gekauft die ggf. eines der Geräte abschaltet wenn zu viel gezogen wird.

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Elektriker hat FI Schalter für das Bad in die Waschküche gelegt.

Hallo, da ich kein Elektriker bin und mich auch nicht so gut darin auskenne frag ich mal hier nach.

Ich habe ein älteres Haus, in dem der Zählerkasten mit Sicherungen im Hausflur hängt für das komplette Haus, als für das EG inkl. Keller und OG. Nun wurde im EG das Bad erneuert und der Elektriker hat mir erklärt das man bei Sanierung einen FI Schalter setzen muss. Das sehe ich ja auch ein. Nun hat er sich meiner Meinung nach die Sache sehr einfach gemacht. Der Elektriker den Strom vom Bad runter in die Waschküche geholt, dort den FI Schalter gesetzt und wieder nach oben gelegt. Somit hängt weiterhin die ganze Wohnung im EG an einer Sicherunge im Sicherungskasten.

Mein Vorschlag war ja, das man für das Bad auch eine neue separate Sicherung in den Sicherungskasten setzt und danach auch den FI Schalter in den Sicherungskasten. Da meinte er, das das nicht erlaubt sei.

Ist das Richtig oder wollte es sich der Elektriker nur einfach machen?

Schonmal danke für die Antworten.

Gruß

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