Darf ich die Narkosemedikamente für meine OP selber bestimmen?

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4 Antworten

Inwieweit der Patient mit seinen Vorstellungen ernst genommen wird, richtet sich nach seinem Hintergrundwissen und auch ganz entscheidend nach seinem Auftreten.
Natürlich kannst du deine Probleme im Vorgespräch ansprechen und wenn das auf eine sachliche Art und Weise geschieht, dann wirst du wahrscheinlich auch vernünftige Antworten bekommen. Ich fürchte aber, wenn ein Patient seinen Ärzten schon im vorhinein alle möglichen Sachen unterstellt, wie z.B. dass das Wohl des Patienten wegen wirtschaftlicher Erwägungen hinansteht, dass er in Gedanken nicht bei der Arbeit ist und dass er leichtsinnig arbeitet, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass sich der Arzt tatsächlich beleidigt fühlt. Ebenso verbietet sich Sarkasmus, wie der Hinweis darauf, dass du den Sauerstoff für die Präoxigenation selber bezahlen willst.

Aussagen wie "Schädigung des Gehirns" durch "zu tiefe Narkose" weisen eher auf diffuse Ängste als auf fundiertes Hintergrundwissen der Narkosewirkung hin und bilden in diesen Gesprächen keine Grundlage, um mit den Fachleuten auf Augenhöhe zu sein. Wenn du hier wirklich ein ernstzunehmender Gesprächspartner sein willst, dann sind fundierte Kenntnisse in der Narkosewirkung unabdingbar.

Dieser Verweis auf den Artikel mit der Präoxigenation ist ja schon mal ein guter Anfang. In der Tat wird in Lehrbüchern gefordert, den Patienten vor der Verabreichung der Hypnotika ausreichend, d.h. 3 Minuten lang zu präoxigenieren. Damit kann der Atemstillstand während der Intubation bis zu 8 Minuten lang überbrückt werden.
Hattest du in deinen früheren Operationen hinterher Probleme wegen der Narkose oder worauf gründet sich dein Misstrauen?

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Kommentar von cleopatra22
08.11.2015, 17:14

Zunächst einmal vielen vielen Dank für die wertvollen Hinweise! Ich möchte auf keinen Fall jemanden Beleidigen. Ich habe nur große Angst! Bei meiner letzten OP (Hysteroskopie mit Kürettage) habe ich extreme Aufwachprobleme gehabt. Meine Bettnachbarin hat mir erzählt, dass die Schwester extreme Schwierigkeiten hatte, mich zum Abendbrot wach zu kriegen. Ich selber weiß gar nichts davon. Ich kann mich erst wieder an den anderen Morgen erinnern, als ich aufgefordert wurde, mich am Waschbecken zu waschen. Ich habe heute noch (nach einem Jahr) Probleme mit meinem Gedächtnis. Ich führe es auf die Narkose zurück. Bei der Visite hat man das aber immer verneint. So eine Narkose möchte ich nie wieder. Darum wollte ich mich vor meiner nächsten OP mal schlau machen und habe mit entsetzen festgestellt, dass sich kein Anästhesist den ich bis her kennen gelernt habe an die Vorgehensweisen aus der Fachliteratur hält. Meine Oma (72 Jahre) ist aus der Narkose nicht wieder aufgewacht. Wenn man von einer Narkose einschläft und nicht wieder aufwacht, ist für mich die Narkose schuld. Oder?? Was soll ich jetzt nur machen ohne jemanden zu beleidigen?? Sie schreiben, ich benötige fundierte Kenntnisse. Heißt das, dass ich jetzt vorher Medizin studieren muss bevor ich ernst genommen werde bzw. eine korrekte Präoxygenierung bekomme?? LG

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Ich bin schon ein paar mal operiert wurden. Warum hält sich kein Abästhesist an diese Vorgaben?? So ist bei mir nicht eine einzige Einleitung abgelaufen! Ich habe gelesen, je älter bzw. erfahrener der Anästhesist ist um so weniger hält er sich an die Vorgaben bzw. an das, was er mal gelernt hat?? Ist das wirklich so?? Mir hat noch nie jemand vor dem Einschlafen zwei Minuten Sauerstoff gegeben! Wie kann das ??? Bekommen das wirklich nur Herzkranke?? http://www.helpster.de/ist-eine-vollnarkose-gefaehrlich-wissenswertes-zu-ihrem-ablauf\_138467

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Kommentar von Luisa1993
04.12.2015, 00:56

Das ist einfach abhängig von der Narkose Art, wie eine Narkose eingeleitet wird.
Bei einer ITN wird häufig die Narkose mit einem Medikamenten Gemisch eingeleitet.
Bei einer LMA wird mit einer Maske die Narkose eingeleitet.
Also keine Panik.
Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen die medizinischen Standards sind hoch in Deutschland und man brauche sich wegen der Narkose keine Sorge zu machen.
Die OP beinhaltet häufig viel mehr risikofaktore.

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Natürlich kannst du das im Gespräch mit dem Anästhesisten ansprechen.

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Da ich in Krankenhaus arbeite, kann ich dir ganz sicher sagen das an den Anschuldigungen nichts dran ist bzw. an diesen Aussagen.
Aber sprich den Arzt auf deine Bedenken an und informier dich bitte nicht auf ihrgend welche mytenseiten.

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