Darf ich auf meiner privaten homepage auch bilder verwenden von personen, deren gesicht ich unkenntlich gemach

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5 Antworten

(Da ich nicht sicher bin, ob du auch auf Kommentare oder nur auf Antworten eine Benachrichtigungsmail bekommst, antworte ich noch einmal explizit auf deine Frage.)

Richtige Antwort von Tradaix, man braucht grundsätzlich die Einwilligung (Ausnahmen greifen hier m.E. nicht). Eine Ergänzung: Das Pixeln reicht vmtl. nicht, denn es geht nicht um die Abbildung des Gesichts, sondern die Identifikation der Person. Wenn alle genau das gleiche anhatten, reicht das, weil die Person dann wirklich unkenntlich ist (sieht aber nix aus, nur am Rande). Ansonsten seh ich es eher kritisch. Kannst du das Bild nicht irgendwie beschneiden, dass diese Person rausfällt? Oder rausretuchieren?

Grundsätzlich rate auch ich dir dazu, vor dem Fotografieren die Beteiligten zu informieren, dass du die Bilder veröffentlichen wirst (wie bei "(nach-) Denker" beschrieben).

Bis Du auf den gleichen Bildern zu sehen, mit anderen zusammen, dann kannst Du die Bilder stehen lassen. Handelt es sich um eine Reportageartige Darstellung auf deiner Seite von dieser öffentlichen Veranstaltung, kannst Du die Bilder auch auf Deiner Seite belassen. Die Veranstaltung war bestimmt öffentlich, oder? wer auf eine öffentliche Veranstaltung geht, muss damit rechnen fotografiert zu werden und kann sich nicht auf das Recht auf sein eigenes Bild berufen, außer er wird in einer kompromitierenden Situation fotografiert. da geht der Rechtstreit bestimmt los. Häßliche Bilder deiner Freunde würde ich aber wieder runternehmen!

"Bis Du auf den gleichen Bildern zu sehen, mit anderen zusammen, dann kannst Du die Bilder stehen lassen. Handelt es sich um eine Reportageartige Darstellung auf deiner Seite von dieser öffentlichen Veranstaltung, kannst Du die Bilder auch auf Deiner Seite belassen."
Das halte ich für äußerst fragwürdig. Dann nenne ich es einfach Reportage und kann knipsen, wen ich will? Nope. Einziges Kriterium wäre die öffentliche Veranstaltung, aber dazu würde ich einen Lehrgang nicht zählen, da es doch vmtl. eine geschlossene Gesellschaft (TN-Liste, Anmeldung) war.

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§ 22 KunstUrhG (Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie) - Recht am eigenen Bild. Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden liess, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. (...)

Weiteres im § 23 - Ausnahmen & § 24 - Ausnahmen im öffentlichen Interesse.

DH für die einzig richtige und fundierte Antwort dieses Themas!

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Das Recht am Bild hat nicht der Abgebildete, sondern der Fotograf, der das Bild mit seinem Fotoapparat gemacht hat. Wenn ich die Zuschauer in einem Fußballstadion fotografiere, dann kann ich doch nicht von jedem die Einwilligung einholen, um dieses zu veröffentlichen! Wenn einer meint, er will nicht erkannt werden, so mach ein Balken über die Augenpartie, so, wie es auch manchmal im TV zu sehen ist. Was die anderen dürfen, das darfst Du dann auch!

Falsch.
1. Unrecht ist Unrecht. Nur weil andre es tun...
2. Ein Fußballstation ist eine öffentliche Veranstaltung, ein Lehrgang tendenziell nicht.
3. Hat er zwar das Recht am Bild, aber der Fotografierte das Recht am eigenen Bild.
4. Der Augenbalken bringt hier nichts. Das Recht am eigenen Bild ist verletzt, wenn der Mensch erkannt werden kann. Sowie "Lehrgang xy" druntersteht und der noch eine für ihn typische Trainingshose an hat, ist er erkennbar, egal ob man das Gesicht sieht. Selbst wenn nix druntersteht, ist sicher einigen bekannt, dass Birkenkamp auf dem Lehrgang war, und diese Personen könnten denjenigen erkennen. Denn zur Verletzung des Rechts am eigenen Bild reicht es, wenn einige einen erkennen könnten.

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Falsch.
1. Unrecht ist Unrecht. Nur weil andre es tun, ist es noch lange nicht richtig.
2. Ein Fußballstation ist öffentliche Veranstaltung, ein Lehrgang tendenziell nicht.
3. Der Balken bringt nichts, da man die Person trotzdem noch erkennen kann. Und darum geht es, um die Erkennbarkeit und Identifikation.
4. Das Recht am Bild hat er, aber das Recht am EIGENEN Bild hat der Fotografierte. Oder würdest du gerne nasepobelnd fotografiert und bundesweit für Werbung genutzt werden, das dürfte man nach deiner Definition nämlich auch...

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Wenn es sich um Bilder in oder aus privaten Kreisen und zu privaten Zwecken handelt, scheint es mir am einfachsten, die abgebildeten Personen um ihre freundliche Erlaubnis zu bitten -- nachdem sie vorher einen Blick auf die Homepage werfen durften und sich so ein Bild von ihrer Erscheinung machen konnten.

Füge zur Absicherung pauschale Rechtsauschlüsse ein und mache zwecks evtl. Einsprüche den Kontakt per Email möglich.

Sooo läuft das bei meiner Page... ;-)

wenn du magst schau dir mal die Seite an http://www.personaltraining24.com

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@Birkenkamp

Soeben geschehen. An meiner o.g. Meinung ändert sich dadurch grundsätzlich nichts.

Allerdings würde ich Dir raten, bei Fotos für die Homepage zukünftig schon bei der Aufnahme den Wunsch nach Veröffentlichung bekannt zu geben, damit die Beteiligten bereits im Vorfeld entscheiden können, ob sie unter diesen Umständen mit auf's Bild wollen.

Hast Du Dich erst danach entschieden, die Fotos zu verwenden, musst Du den Wunsch jeder abgebildeten Person leider akzeptieren.

Im Übrigen haben unkenntlich gemachte Personen oft einen optisch kriminellen Touch. Und blöd sieht es außerdem aus.

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