Darf ich als minderjährige alleine ein teures Handy ausm media Markt kaufen?

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7 Antworten

Grundsätzlich sind minderjährige nicht voll geschäftsfähig, Vertragsabschlüsse bedürfebn damit der Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Eine Ausnahme bildet der "Taschengelsparagraph", § 110 BGB:

Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Damit ist entscheidend, ob

  • Du Taschengeld dafür ansparst (sofern nicht direkt oder mittelbar solche Anschaffungen ohne Zustimmung untersagt sind, wäre es zulässig), oder
  • über "verdientes" Geld darauf sparst, dann bedürfte es der allgemeinen oder speziellen Zustimmung ("allgemein" wäre z.B. das Zugeständnis, mit selbstverdientem Geld machen zu dürfen, was man möchte).

In allen anderen Fällen wäre der Vertrag solange schwebend unwirksam, bis die Eltern zustimmen.

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nastiaXnst 01.10.2017, 07:11

Ich "arbeite" und bekomme im Monat knapp 100€... Was ich mit dem Geld mache ist meinen Eltern ziemlich egal Hauptsache ich mach keinen mist

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iq1000 01.10.2017, 07:26
@nastiaXnst

Fällt ein iPhone nicht unter Mist? Kauf dir was um die EUR 200, da geht dir keine einzige Funktion verloren.

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Nein, minderjährige sind nicht voll geschäftsfähig. Da muss dann ein Erziehungsberechtigter mitkommen.

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darf ich es aber dann alleine kaufen?

Streng genommen gilt das Taschengeldprinzip. Anschaffungen, die das übliche Taschengeld überschreiten, könnten von den Eltern widerrufen werden.

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Hallo, ja du darfst dirs kaufen, aber wenn deine Eltern Es dann nicht wollen, müssen sie es wieder Umtauschen!

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Normalerweise nicht.

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Ich konnte mir mit 14 Jahren problemlos ein Handy für 250 Euro kaufen.

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nastiaXnst 01.10.2017, 06:59

Toll meins wir 630 kosten😂

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Du bist 14, na und? was denkst du, wie das den Verkäufer interessiert, solange nicht gerade jemand vor ihm steht, der noch in den Kindergarten gehört!

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PolluxHH 01.10.2017, 08:24

Der Verkäufer dürfte sich aber, wenn die Eltern nicht explizit zustimmen oder der Taschengeldparagraph griffe und es dadurch ein schwebend unwirksames Geschäft war, ziemlich umschauen, denn das gilt als mindestens grob fahrlässig, d.h. der Verlust, den das Unternehmen durch Wandelung des Vertrags erleidet (es entsteht keine Ersatzpflicht der Minderung des Werts des Handys durch den/die Minderjährige(n) oder dessen/deren Eltern), kann dem Verkäufer aufgedrückt werden.

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