Darf ich als Eigentümerin das Wohngeld kürzen?

6 Antworten

Nein.

Du schuldest das Wohngeld (Hausgeld) nicht dem Verwalter, sondern der Wohnungseigentümergemeinschaft. Der Verwalter zieht lediglich das Wohngeld für die WEG ein. Das Wohngeld zu kürzen ist sehr riskant, weil bei mehr als 2 Monatsbeiträgen, sogar der Zwangsverkauf (Entziehung gem. § 18 WEG) eingeleitet werden kann und in jedem Fall mit einem Mahnverfahren zu rechnen ist. Davon abgesehen trifft diese Maßnahme nur deine Miteigentümer und wie gesagt nicht den Verwalter.

Wenn der Verwalter von sich aus nichts im Bezug auf die Falschparker unternimmt, muß man ihn mittels eines Beschlusses der Wohnungseigentümerversammlung verpflichten. Damit du nicht warten mußt, bis im nächsten Jahr eine Wohnungseigentümerversammlung stattfindet, kannst du Unterschriften bei deinen Miteigentümern sammeln. Wenn mehr als ein Viertel der Wohnungseigentümer unterschreibt, könnt ihr den Verwalter zwingen, eine außerordentliche Wohnungseigentümerversammlung einzuberufen, auf welcher ihr dann entsprechende (verpflichtende) Beschlüsse treffen könnt.

Vielen herzlichen Dank für diese sehr gute Info.

Ihren Vorschlag werde ich beherzigen ihn in den nächsten Tagen umsetzen.

Vielen herzlichen Dank

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Ach... ich hätte da noch eine Frage: Muss ich auf eine bestimmte Form der schriftlichen Bitte um eine ausserordentlichen Eigentümerversammlung beim Anschreiben an die HV achten?

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@Angela1410

Ja.

Die Unterschriftenliste muß als Antrag formuliert sein, also sinngemäß,

"Wir die Unterzeichnenden fordern die Verwaltung XY auf, eine außerordentliche Wohnungseigentümerversammlung gem. § 24 Abs. 2 WEG einzuberufen, mit dem Tagesordnungspunkt: Erörterung und Beschlussfassung über die Ergreifung geeigneter Massnahmen zur Durchsetzung der Hausordnung im Bezug auf das Wildparken vor der Garageneinfahrt."

Unterschrift Eigentümer (Wohnung 1)

Unterschrift Eigentümer (Wohnung 2)

usw.

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Wenn gekürzt wird gibt es eine berechtigte Mahnung. Kein guter Weg. GEhört der Laden auch zu eurer GEmeinschaft?? Wenn ja -übt auf den Eigentümer Druck aus. Den könnt ihr dann auch auf Unterlassung verklagen. Der muss dann was mit seinem Mieter tun. Glaub mir, wenn der ET Druck kriegt wird er flott. Aber was habt ihr denn da für einen Verwalter... Der müsste doch eine Lösung wissen. oder schaukelt der den ganzen Tag seine Juwelen

Wenn es sich um privaten Raum handelt, stellt doch Poller und Schilder auf.

Alternativ könnt ihr auch (auf eigene Kosten!) abschleppen lassen und dann die Kosten vom Verursacher bzw. Halter erstatten lassen. Sobald sich das rumspricht habt ihr garantiert schnell wieder Platz vor der Einfahrt ... und außerdem jede Menge neue Freunde. :)

Sollte es öffentlicher Raum sein, bleibt nur der Weg der Denunziation nach §12 StVO.

Darüber hinaus hört man oft, dass Gespräche nützlich sein sollen. Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, sich mit dem Ladenbetreiber zu einigen, dass der seine Kunden angemessen darauf hinweist? Eventuell könnt ihr ja auch die Straße bemalen (lassen) und so den Parkraum besser kennzeichnen oder eine Sperrzone einrichten?

Leider kommt auch die gerufene Polizei nicht, da angeblich immer alle Streifenwägen unterwegs sind

Was sollen die denn machen? Auf privaten Raum haben sie gar keine Rechte und im öffentlichen Raum könnten sie vielleicht ein Ticket im Wert von 10 - 25 Euro schreiben. Da verfahren die ja mehr Sprit, als irgendeinen Nutzen zu erreichen...

als genervte Eigentümerin das Wohngeld kürzen

Das verstehe ich nicht. Du bist Eigentümer ... des Hauses? ... einer Wohnung im Haus? ... Und wem bezahlst du dann "Wohngeld"? Oder meinst du "Miete"? Oder bekommst du Wohngeld, womit du dann eigentlich fragen willst, ob du dafür mehr Wohngeld bekommst? ... oder wie jetzt?!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Zur Klärung: es ist ein Mehrfamilienhaus mit 26 Wohnungen, die alle im Laufe der Zeit von der Hausbesitzerin zu Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Das Wohngeld zahlen wir an die Hausverwaltung. Ist so ähnlich wie Miete. Also darin sind alle Kosten für Haus, wie z.B, Müllabfuhr, sämtliche Instandhaltungen, der Hausmeister etc.

Gespräche mit dem Ladenbesitzer haben leider nichts gebracht. Entweder er will nicht mit uns Deutsch sprechen oder kann es nicht. Ihm interessiert es auch nicht, ob seine Kunden die Einfahrt blockieren oder nicht. Es ist ja sein Vorteil, wenn die Kunden kommen und parken -egal wo. Er steht nur da und schaut zu, wie gestern, als eben ein Falschparker einem Bewohner gegenüber schon beinahe handgreiflich wurde und in dessen Auto eindringen wollte. Dieser hatte geistesgegenwärtig das Auto von innen verriegelt. Die gerufene Polizei kam leider nicht! Nur als alles schon wieder vorbei war.

Natürlich ist die Situation lächerlich, wenn die Polizei einen Strafzettel erstellt. Nach gestrigen Aussagen auf der Polizeiwache ermahne sie ja nur! Beim nächsten mal gäbe es dann einen Strafzettel.

Nur: wenn jedesmal die Ausfahrt beim Ein-oder Ausfahren durch Sprinter und andere PKW's zugeparkt ist, bekommt man langsam einen dicken Hals. Und nicht nur ich, sondern alle Bewohner sind langsam genervt

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@Angela1410

Ach und vielen Dank für die Denunziation nach §12 StVO. Das war sehr hilfreich.

Zur Erklärung: Siehe Punkt 1/5 und Punkt 2.

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@Angela1410

Es ist ja sein Vorteil, wenn die Kunden kommen und parken -egal wo.

Das würde ich so nicht sagen (und ihm auch mal in einer RUHIGEN MINUTE! begreiflich machen: Abschleppen kostet so viel, wie 3-4 Einkäufe in seinem Laden. Wenn seine Kunden 1-2 Mal abgeschleppt wurden (und schon die Anfahrt des Abschleppfahrzeugs verursacht ca. 50% der Kosten), suchen die sich ganz schnell einen Laden, wo sie nicht noch eine dreistellige Parkgebühr zahlen müssen.

Es ist also in beiderseitigem Interesse, eine Lösung zu finden. (Vielleicht kann man sich ja auf Stoßzeiten einigen?)

Insgesamt scheint mir die Atmosphäre da reichlich aufgeheizt. Das bringt niemandem etwas. Beruhigt euch alle! Ihr seid Menschen. Und Menschen reden vernünftig miteinander. ;) Bastelt ein kleines Präsent für den Ladenbesitzer. Zeigt Verständnis für sein Interesse, möglichst viele Kunden haben zu wollen. Bittet ihn, aber auch zu verstehen, dass ihr nicht andauernd 20 Minuten darauf warten könnt, bis seine Kunden ihr Auto vor eurer Einfahrt wegnehmen. Und dann sucht gemeinsam eine passable Lösung, die durchaus Kompromisse auf beiden Seiten zeitigen sollte!

Die Hausverwaltung kann im öffentlichen Raum übrigens auch nichts machen, was ihr nicht selbst erheblich schneller machen könnt. Insofern ist es die falsche Adresse, erst recht, wenn es um die Kürzung von vereinbarten Zahlungen geht. (Oder steht explizit im Auftrag, dass die Verwaltung den Raum vor der Einfahrt freizuhalten hat?)

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Nebenkostenabrechnung - Wasser - Differenz zwischen Hauptuhr und Uhr der Mieteinheiten

Hallo zusammen, ich hoffe hier auf Hilfe und Tipps zu folgender Frage:

Ein Mietshaus ist in 6 Mieteinheiten untergliedert. Jede Mieteinheit hat eine ihr zugeordnete Wasseruhr zur Bestimmung des Verbrauchs in der Wohnung. Diese Zählerstände werden von den Mietern Mitte Dezember abgelesen und dem Vermieter mitgeteilt

Am Haus-Wasseranschluss sitzt eine Hauptwasseruhr. Die Stadtwerke lesen den Zählerstand Mitte Dezember ab. Die Abrechnungsperiode läuft bis 31.Dezember. Die Stadtwerke rechnen den Verbrauch von Mitte Dezember bis 31. Dezember dann hoch. Endergebenis: 233,38 Kubikmeter.

Somit ergibt sich eine Differenz zwischen der Summer aller Mieteinheits-Zählerstände und dem von den Stadtwerken hochgerechneten Verbrauch von 14,431 Kubikmetern.

Wie sind die Kosten der 14,431 Kubikmeter nun in der Jahresabrechnung der Nebenkosten durch den Vermieter an die Mieter abzurechnen. Angegeben wurde bislang immmer "neuer Zählerstand abzüglich neuer Zählerstand = Verbrauch". In einigen Jahren wurde eine Einheit "Wasserschwund" in der Abrechnung eingefügt; diese prozentual angegeben.

Ist der prozentuale Anteil auf Mieteinheiten oder Personen/Köpfe anzulegen? Oder wie verfährt man am besten?

Rechnerisch gesehen: 14,431 Kubikmeter entsprechen 6,18% von 233,38 Kubikmeter. Diese 6,18% auf die jeweilige Verbrauchszahlen der Vermieter aufschlagen?

Wie ist die Rechtslage hierzu?

Vielen Dank tipex1

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Guten Morgen!

Folgendes Problem: Wir haben einen Garagenstellplatz in einer Garage mit Hebebühne. Seit Samstag früh kommen wir nicht an unser Auto. Können wir die Miete mindern?

Details: Im Oktober stellten wir fest, dass mehrere Lampen in der Garage nicht funktionieren. Haben die Hausverwaltung angemailt. Zweite E-Mail am 01.11., weil noch immer nicht alles funktionierte und außerdem ein Defekt beim Bewegungsmelder aufgefallen war. In dieser Mail habe ich auch geschrieben, dass an einem Tor der Garagenanlage (gibt drei Tore, sind 8 Stellplätze auf der Hebebühne) etwas nicht in Ordnung ist. Ich habe darauf hingewiesen, dass es hier früher oder später zu Problemen kommen kann. Denn wenn das Tor nicht mehr richtig schließt, komme ich nicht an mein Auto.

Am Samstag wollte mein Mann morgens um 4.30 Uhr mit dem Auto zur Arbeit fahren (Zeitungsausträger). Garage zeigte eine Störung an, die auch nach einem Neustart der Anlage nicht behoben war. Nichts ging. So konnte er nicht zur Arbeit, musste anrufen, dass er eine Vertretung braucht und hat einen Verdienstausfall. Ab 08 Uhr haben wir versucht die Hausverwaltung telefonisch, parallel dazu eine erste E-Mail, zu erreichen. Zweimal auf den AB gesprochen. Bis 10 Uhr niemanden erreicht. Bei der Notdienststelle für die Garagenanlage wurde uns gesagt, sie würden kommen, aber wir müssen vorab schriftlich bestätigen, dass wir die Mehrkosten tragen, wenn die Hausverwaltung dies nicht übernehmen würde. Haben wir natürlich nicht gemacht.

Ich hätte das Auto am Samstag ebenfalls gebraucht. Ganze Wochenendplanung war im Eimer… Für Arbeit am Sonntag/Montag hat mein Mann jetzt das Auto von seinem Vater bekommen.

Fragen: Ich kann doch jetzt die Miete mindern oder? Kürze ich jetzt die Wohnungsmiete oder die Garagenmiete? Die Garagenmiete beträgt 45 Euro. Kann ich die jetzt für jeden Tag ohne Auto bzw. Garagennutzung um 100 % kürzen? (Macht jetzt nicht sooo viel aus, aber mir geht es ums Prinzip.)

Da wir beide ein Monatsabo für die Öffentlichen haben und auch kein Auto gemietet haben o.ä., hatten wir keine Zusatzkosten und können selbstverständlich keinen Schadensersatz fordern. Verlorene Zeit kann ich leider auch nicht einfordern… Wie aber sieht es mit Schadensersatz für den Samstag aus, schließlich hatten wir dadurch einen Verdienstausfall?

Ich weiß nicht, ob das eine Garagentor an der Störung Schuld ist. Aber das ist bis heute nicht erledigt worden. Ich bin der Meinung, dass nach fast einem Monat sich das mal hätte jemand anschauen können. Vielleicht wäre es dann gar nicht erst zur Störung gekommen? Anlage wird regelmäßig gewartet.

Danke für ein paar hilfreiche Antworten!

Freundliche Grüße wewo

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LG blubbs

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