Darf Hausverwaltung eine Kaltmiete als Aufwandsersatz verlangen?

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16 Antworten

Du solltest Dich vor Deinem Vermieter/Verwalter auf den Boden schmeissen und ihm die Füsse küssen. Er hätte keinen Anlass gehabt, eine vorzeitige Vertragsbeendigung auch nur überhaupt in Erwägung zu ziehen. Somit hast Du doch einen sehr großen Vorteil, den du mit dieser Vereinbarung erkauft hast. Du kannst jetzt nicht hinterher wieder von dieser Vereinbarung Abstand nehmen.

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Kommentar von Milli053
11.02.2017, 12:36

Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe als Vermieterin (1 Wohnung) auch bereits einen Mietaufhebungsvertrag geschlossen. Für die Suche nach einem neuen Mieter und den zu einer Wohnungsübergabe gehörenden Pflichten eines Vermieters hatte auch ich eine Kaltmiete verlangt. Die Mieterin war damit einverstanden und hat dies auch schriftlich dokumentiert. Den Betrag habe ich von der Kaution einbehalten, den Rest hatte sie nach einer Woche zurück.

Vermieter müssen sich auf Mietaufhebungsverträge nicht einlassen. Das ist immer "good will"! Mieter haben nicht nur Rechte, sie haben auch Pflichten. Und auch Vermieter haben Pflichten, die Geld (Anzeigen, Hausverwaltung etc.) und Zeit (Besichtigungen, Überprüfung des Interessenten uvm.) kosten.

Sich erst auf so eine Vereinbarung einzulassen und dann von "Wucher" zu reden ist echt frech.

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... das verstehe ich nicht, es wird also schon gewohnt, einige Monate, in rd. 8 Monaten kommt das Kind, und wegen der fehlenden 2 bis 4 Monate so eine Spende?

Wenn nicht bezahlt wird, eben keine Entlassung aus den vertraglichen Vereinbarungen, fürchte ich.

Steht die Verwaltung denn wirklich als Vermieter in der Urkunde oder vertritt sie nur einen Vermieter?

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Wenn es so vereinbart ist, dann ist das auch rechtens. Denn du hast deinen Vertrag zu erfüllen und möchtest vorzeitig aus dem Vertrag entlassen werden. Du stehst also vor 2 Möglichkeiten: Der Vermieter entlässt dich zu seinen Bedingungen aus dem Vertrag oder der Vertrag läuft so lange wie ursprünglich vereinbart weiter.

Wie kommst du darauf, dass kein finanzieller Aufwand entsteht, nur weil schon ein Nachmieter feststeht? Je nachdem, wer den Nachmieter gesucht hat, entstehen Kosten z.B. für Inserate und Wohnungsbesichtigungen. Der Vertrag muss aufgesetzt werden, dafür vergeht Arbeitszeit. Die Wohnung muss von dir abgenommen und an den neuen Mieter übergeben werden. Es werden Zwischenablesungen gemacht, die Nebenkostenabrechnung ist aufwändiger. Die Bonität des neuen Mieters muss geprüft werden. Das sind nur ein paar Beispiele, die Liste lässt sich je nach Umständen noch beliebig verlängern.

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Wenn es hier vorab schon eine Vereinbarung gab, wonach Ihr eine Entschädigung zu zahlen habt, dann ist diese natürlich auch bindend.

Hier gab es einfach eine Individualvereinbarung, wonach Ihr vorzeitig aus dem Mietvertrag entlassen werdet (dafür habt ihr keinen gesetzlichen Anspruch), wenn Ihr dafür die Summe X zahlt.

Hier ist alles rechtens, mal abgesehen von der Umsatzsteuer.

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Was steht den in der Vereinbarung über die vorzeitige Kündigung drin ?

Hat die Hausverwaltung den Nachmieter gesucht und habt ihr unterschrieben, die Kosten dafür zu übernehmen ?

Wenn es keine Vereinbarung darüber gibt, dann hat die Hausverwaltung hier auch keinen Anspruch.

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Kommentar von Leon1977
07.02.2017, 10:21

Inserat wurde durch Hausverwaltung erstellt, Besichtigungstermin haben wir gemacht! in einer Emailanfrage ob wir vorzeitig ausziehen können, hat der Hausverwalter geschreieben, dass wir ausziehen können wenn wir mit seiner hilfe einen nachmieter finden, wir die besichtigungstermine machen und einen aufwandsersatz in höhe einer Kaltmiete zzgl MwSt zahlen

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Jetzt verlangt die Hausverwaltung aber eine Kaltmiete zzg. MwSt als Aufwandsentschädigung in unserem Fall 900 Euro!

Wenn Du korrekte Antworten willst, musst Du schon die vollständigen Informationen auf den Tisch legen.

"Jetzt" hört sich so an, als ob Dir das vorher nicht bekannt war. In den Kommentaren schreibst Du aber, daß das vorher so vereinbart wurde.

Dann ist es also rechtens.

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Kommentar von Sanctuaria
07.02.2017, 12:43

Danke! Ja, fühlte mich auch verarscht, ich dachte da werden jetzt Kosten erhoben die nie so vereinbart wurden. Hätte mir die Zeit sparen können, mir darüber Gedanken zu machen, der Fragensteller kann sich seine Frage selbst beantworten.

Außerdem ist es totaler Unfug, mit einem angekündigten Nachwuchs eine fast 70qm Wohnung zu kündigen. Das Baby ist mindestens noch die Restmindestmietdauer bei den Eltern im Zimmer, klingt für mich als dauert es eh noch, bis es soweit ist, so ein Quatsch da schon auszuziehen. Entweder vorher machen, vernünftig in die Zukunft planen mit Nachwuchs, oder halt noch ein Jahr oder was warten mit dem Umzug. Find ich jetzt auch seltsam, 67 qm ist jetzt keine Abstellkammer.

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Lies dir mal aus dem BGB § 242 Treu und Glauben durch. Darauf könntest du doch berufen, erstmal eine Stellungnahmen schreiben, dass du das nicht bezahlen wirst. Würde ich machen jedenfalls bin aber kein Jurist..

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Kommentar von martinzuhause
07.02.2017, 10:27

die zahlung wurde so vereinbart wenn zugestimmt wird den vertrag vorzitig zu beenden. da muss man sich dann schon dran halten

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Was genau heißt Mietvertrag auf 2 Jahre?

Ist die HV bevollmächtigt im Namen des Eigentümers/Vermieters in vertraglichen Dingen zu handeln?

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Kommentar von Leon1977
07.02.2017, 10:23

im Mietvertrag verzichten Mieter und vermieter auf eine kundigung bis ende 2018. Der HV ist dafür berechtigt in ihrem namen zu handeln

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Da scheint mir die Kaltmiete schon Wucher, für 67 qm....

Wann ist der vorzeigige Kündigungstermin? Ab da müsst Ihr nichts mehr zahlen. Und Kaution müsste ggf. der neue Mieter zahlen.

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Kommentar von Sanctuaria
07.02.2017, 10:17

Ja, sowas kann ich mir echt höchstens noch in München vorstellen. Abnormal (vielleicht meinte der Fragensteller 2 Kaltmieten, vertippt villt!?).

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Kommentar von BohemianLife
07.02.2017, 10:20

Also am Bodensee zahlt man das auch locker und München ist noch mal ein Stück teurer. Ich habe für 50qm, ländlich ohne See- oder Bergsicht 700€ kalt gezahlt.

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Schriftlich Widerspruch einlegen. Und dann abwarten. Kann man möglicherweise außergerichtlich schlichten.

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Kommentar von martinzuhause
07.02.2017, 10:28

warum sollte de geschlichtet werden? mieter und vermeiter haben gemeinsam vereinbart das so zu machen. da kann man nicht hinterher noch nachverhandeln

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Nö. Wenn der Kerl am 01.03 einzieht und ihr die Wohnung am 28.02 übergibt, dann ist das Mitverhältnis beendet und ihr müsst natürlich auch nicht zahlen. Vorallem, wenn das vorher nicht abgesprochen war.


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Das Blöde ist, dass ihr vorher dem Wucher zugestimmt habt.

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Kommentar von martinzuhause
07.02.2017, 10:53

welchem wucher? eine kaltmiete zzgl. mwst als aufwandsentschädigung kann da schon angemessen sein. zumal die meite da schon ortsüblich zu sein scheint wenn sofort nachmieter gefunden werden

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sowas ist wohl üblich bei vorzeitigem auszug.

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Kommentar von albatros
07.02.2017, 10:25

Nun ich sehe hier den Versuch einer ungerechtfertigten Bereicherung (§ 812 BGB). Es entstanden/entstehen dem Vermieter keine zusätzlichen Kosten.

 

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Ist der Hausverwalter denn gleichzeitig der Eigentümer....?  Nur dieser kann entscheiden!

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Kommentar von Leon1977
07.02.2017, 10:18

Hausverwalter ist Neffe von Vermieterin...

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Unabhängig von der Frage an sich.. Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert: Mehrwertsteuer auf Miete bei einem Privatmieter??

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Kommentar von martinzuhause
07.02.2017, 10:54

mwst auf die aufwandsentschädigung. das ist schon was anderes.

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